Baseler Münster
Das Baseler Münster ist ein Wahrzeichen der Stadt Basel und gehört zu den bedeutendsten Kirchen in der Schweiz. Das Gebäude ist besonders auffällig wegen der markanten Fassade aus rotem Sandstein und vielen bunten Ziegeln. Die beiden Kirchtürme ragen weit über das Stadtbild von Basel und sind schon von fern zu erkennen.
„Was dem Kölner sein Dom, ist dem Baseler sein Münster“. Naja, allein schon der Größenunterschied lässt beide Kirchen nicht unbedingt gut vergleichen. Beide liegen allerdings am Rhein und vom Baseler Münster kann man nicht sagen, es sei uninteressant. Die heute evangelisch reformierte Kirche erhielt ihr heutiges Bild etwa zwischen den Jahren 1019 und 1500. Sie ist sowohl romanisch als auch gotisch geprägt. Das Baseler Münster reiht sich ein in die mittelalterlichen Fachwerkfassaden des vorgelagerten Platzes welcher auch wegen der Kirche den Namen Münsterplatz trägt. Heute stehen in direkter Nachbarschaft noch immer hervorragend erhaltene Bauten die ebenfalls einige interessante Geschichten mit dem Münster verbinden. Schon im ersten Jahrhundert vor Christi war der Münsterhügel von einer keltischen Siedlung bebaut. In römischer Zeit stand an der heuteigen Position des Münsters ein Tempel, später ein Kastell. Schon früh in der christlichen Geschichte wurde Basel zum Bischofssitz. Im 7 Jahrhundert erhielt man diese Würde. Der erste karolingische Kirchenbau, das Haito Münster soll etwa im 9. Jahrhundert entstanden sein. Gefolgt vom Heinrichsmünster nahm das heutige Münster zumindest annähernd seine Gestalt an. In der Geschichte der Kirche ereigneten sich wichtige Begebenheiten. So sollte zwischen 1431 und 1448 hier das Baseler Konzil tagen. Es kam sogar dazu, dass man 1440 Felix V. als Gegenpapst auf dem Basler Münsterplatz ausrief. Doch dieser sollte sich nicht durchsetzen, also wurde das Konzil wieder aufgelöst. Im Zuge der später folgenden Reformationsbewegung wurden alle Baseler Kirchen, auch das Münster gestürmt und die Ikonen vernichtet. Der große Schweizer Reformator Zwingli weigerte sich, Gottesbilder in Kirchen anzubeten. Dieser Bildersturm von 1529 kostete das Baseler Münster viele Kunstwerke. Einer der bedeutendsten europäischen Humanisten, Erasmus von Rotterdam weilte zu dieser Zeit in Basel. Er wurde später sogar als eine der „Prominentesten“ Geistlichen im Baseler Münster begraben. Die Kirche gehört auch zu den Sehenswürdigkeiten der Schweiz. Zudem ist das markante Gebäude gerade für Basel Touristen einen Besuch wert.
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