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Open Air St. Gallen

Das Open Air St. Gallen verbindet Livemusik mit einem ungewöhnlichen Festivalort: Das Gelände liegt im Sittertobel am Rand der Stadt, in einer von Natur geprägten Umgebung. Von hier aus ist St. Gallen nah genug, um Konzerttage mit einem Stadtrundgang oder weiteren Ferientagen in der Ostschweiz zu verbinden. Der Aufenthalt kann ganz der Musik gelten oder Festivalerlebnis, Stadt und Landschaft miteinander kombinieren.

Open Air St. Gallen Kings of Leon in St. Gallen Foto: Open Air St. Gallen

Das Festival begann 1977 auf dem Ätschberg in Abtwil. Seit 1981 findet es im Sittertobel statt. Zu den frühen Anliegen gehörte, Schweizer und regionale Bands auf eine Bühne zu bringen und ein gemeinsames Erlebnis im Freien zu ermöglichen. Diese Herkunft prägt den Ortsbezug bis heute: Das Open Air ist nicht einfach ein Konzert in einer Halle, sondern ein mehrtägiger Aufenthalt in einem grünen Tal in Stadtnähe. Musik, gemeinsames Unterwegssein und die besondere Geländekulisse gehören zusammen.

Musik erleben und Zeit im Gelände einteilen

Das Programm wechselt von Ausgabe zu Ausgabe. Wer einzelne Künstlerinnen und Künstler erleben möchte, richtet die Reise nach den jeweiligen Auftrittstagen aus. Für ein längeres Festivalerlebnis bleibt mehr Zeit, unterschiedliche Bühnen und Musikstile kennenzulernen und zwischen den Konzerten Pausen einzulegen. Gespräche, Essen und das Zusammensein mit anderen Musikfans machen die Stunden zwischen den Auftritten ebenso zum Festivalalltag wie die Konzerte selbst.

Das Campingareal ist in das Festivalgelände integriert. Übernachten und Musikprogramm liegen dadurch nahe beieinander, und der Aufenthalt bekommt den Charakter eines gemeinsamen Festivalwochenendes. Wer lieber in einer Unterkunft in der Stadt oder der Region übernachtet, kann den Konzertbesuch mit einem festen Rückzugsort verbinden. Bei dieser Wahl zählen vor allem die gewünschte Nähe zum Gelände, die Länge des Aufenthalts und der eigene Tagesrhythmus. Für mehrere Konzerttage lohnt es sich, genügend Zeit für Mahlzeiten, Erholung und den Weg zwischen Unterkunft und Sittertobel vorzusehen.

St. Gallen und die Ostschweiz dazunehmen

Ein zusätzlicher Aufenthalt in der Stadt bringt einen kulturellen Kontrast zu den Konzerttagen. Die Altstadt, der Stiftsbezirk mit der Stiftsbibliothek und die Gassen rund um das historische Zentrum bieten Ziele für einen freien Vormittag oder einen ganzen Tag. Wer vor dem Festival anreist oder nach dem letzten Konzert noch bleibt, kann die Stadt St. Gallen in einem eigenen Tempo kennenlernen. Auch die Ostschweiz und Liechtenstein eröffnen Möglichkeiten für weitere Ausflüge zwischen Stadt, Bodenseeraum und Appenzellerland.

Die Kombination aus Festival und Stadtbesuch passt besonders gut, wenn die Reise mehrere Nächte umfasst. Ein Stadtrundgang vor den Konzerttagen lässt Zeit, sich mit der Umgebung vertraut zu machen; ein freier Tag danach schafft einen ruhigeren Abschluss. Bei einem kürzeren Aufenthalt können Ankunft und Abreise so gelegt werden, dass neben den Auftritten wenigstens ein entspannter Weg durch die Altstadt bleibt. So wird aus dem Festivalbesuch je nach verfügbarer Zeit ein Musikwochenende oder ein kleiner Ostschweiz-Aufenthalt.

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Anreise und Unterkunft zusammen planen

Das Sittertobel liegt ausserhalb der Innenstadt. Deshalb gehören der Weg vom Bahnhof oder von der Unterkunft zum Gelände und die Rückfahrt nach den Konzerten zur Reiseplanung. Das Festivalgelände ist mit dem Bus vom Hauptbahnhof St. Gallen erreichbar; für die jeweilige Ausgabe veröffentlicht die Veranstalterin die konkreten Anreiseinformationen. Wer mit dem öffentlichen Verkehr reist, kann die Verbindung zwischen Bahnhof, Festival und Unterkunft als zusammenhängende Strecke betrachten. Bei einer Autofahrt helfen ein vereinbarter Treffpunkt und eine klare Absprache für die Rückfahrt.

Für die Übernachtung bieten sich das integrierte Camping oder eine Unterkunft in St. Gallen und der Umgebung an. Camping hält die Wege zwischen Zelt und Konzertgelände kurz und passt zu einem mehrtägigen Aufenthalt mitten im Festivalgeschehen. Eine Unterkunft ausserhalb des Geländes ermöglicht einen ruhigeren Tagesbeginn und lässt sich gut mit einem Besuch der Stadt verbinden. Bei Gruppenreisen ist es nützlich, An- und Abreise, Gepäck und Treffpunkte gemeinsam festzulegen. Wettergerechte Kleidung und bequemes Schuhwerk sind bei einem Festival im Freien praktische Begleiter.

Ein Ort mit langer Festivalgeschichte

Die Entwicklung vom ersten Anlass auf dem Ätschberg zum Festival im Sittertobel verankert das Open Air in der regionalen Musikgeschichte. Das Gelände in Stadtnähe unterscheidet den Besuch von Festivals auf einem Berg, an einem Seeufer oder auf einem Flugplatz. Wer weitere Festivalorte vergleichen möchte, findet unterschiedliche Reisecharaktere beim Montreux Jazz Festival am Genfersee, beim Gurtenfestival oberhalb von Bern und beim Greenfield Festival in Interlaken. Einen historischen Blick auf die damalige Schweizer Festivallandschaft gibt der Festivalkalender 2009.

Programm, Gelände- und Anreiseinformationen werden für jede Ausgabe zusammengestellt. Die offizielle Website des Open Air St. Gallen bündelt diese Angaben und verbindet Konzertinteressen, Reisezeit und Unterkunft mit einem möglichen Aufenthalt in St. Gallen.