Leimbach im Wynental: Strohdachhaus, Wege und Dorfgeschichte

2012-08-28 Regiono Seetal (Foto Dietrich Michael Weidmann) 119.JPG 2012-08-28 Regiono Seetal (Foto Dietrich Michael Weidmann) 119.JPG Foto: Dietrich Michael Weidmann via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Leimbach liegt im Bezirk Kulm im Kanton Aargau, rund 15 Kilometer südlich von Aarau im oberen Wynental. Der Ort liegt in einer Nische der nördlichen Randmoräne im Wynental und erstreckt sich am Rand der Wyna über sanfte Hügel, Felder und Wälder. Sein Charakter ist ruhig, dörflich und ländlich.

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Unterwegs

Die naturnahe Umgebung Leimbachs lädt zu Spaziergängen und Radtouren ein. Eine kurze Wegoption ist der kinderwagenfreundliche Wilma-Weg: Er ist etwa 1,2 Kilometer lang, dauert ungefähr 20 Minuten und bietet drei abwechslungsreiche Stationen. Der Wili-Weg eignet sich für Kinder ab etwa dem Kindergartenalter, ist jedoch nicht kinderwagenfreundlich. Mit etwa 4,6 Kilometern, ungefähr zwei Stunden, mehreren Feuerstellen und elf abwechslungsreichen Stationen ist er länger. Die unterschiedlichen Längen und Zeitangaben helfen Ihnen, die beiden Wege nüchtern zu vergleichen.

Die Bänkliwanderung Leimbach beginnt am Bahnhof Leimbach. Sie ist etwa 4,1 Kilometer lang, weist ungefähr 220 Meter Aufstieg und Abstieg auf und dauert etwa 1 Stunde und 20 Minuten. Bei Technik und Kondition ist sie als leicht eingestuft. Der Hombergwichtelweg führt durch die Gemeinden Reinach und Leimbach und bietet Gross und Klein ein Naturerlebnis mit spielerischen Stationen, kleinen Überraschungen und schönen Ausblicken.

Weitere Ortsseiten: Menziken, Beinwil Am See, Unterkulm, Gontenschwil, Schöftland, Teufenthal

Kultur und Geschichte

Zum kulturellen Bild gehört das Strohdachhaus, auch Strohhaus und Aargauerhaus genannt. Es gilt als die älteste Hausform, die im Aargau bekannt ist, und steht auf dem Seeberg oberhalb von Leimbach. Das Haus ist zu einem kleinen Museum ausgebaut; alte Geräte wie der Aargauerpflug, Holzeggen und Haushaltsgeräte veranschaulichen die frühere Dorfkultur. Über dem Tenntor steht im Balken die Jahreszahl 1783. Am Seeberg 19.2 trägt das Strohdachhaus die KGS-Kennung 155 A.

Zur Geschichte Leimbachs gehört, dass der Ort im Habsburger Urbar von 1300 bereits in heutiger Schreibweise belegt ist; der Ortsname geht auf das althochdeutsche «Leimbah» zurück und bedeutet «Lehmbach». Zur Wirtschaftsgeschichte gehören die Baumwoll- und Tabakverarbeitung als Heimindustrie im 18. und 19. Jahrhundert sowie ein Blech- und Drahtwerk ab den 1920er-Jahren.

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Weitere Ziele

Die Mountainbike-Route «Auf den Homberg» führt beim Abstieg am Leimbacher Strohdachhaus vorbei. Im Seeberg bietet das Waldhaus Platz für 20 bis 25 Personen.

Anreise

Leimbach verfügt über eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und liegt in der Nähe von Reinach, Menziken und Aarau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kulm.

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