Kaiseraugst am Hochrhein: Römische Geschichte entdecken

File:Kaiseraugst.jpg File:Kaiseraugst.jpg Foto: Freaktalius via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kaiseraugst liegt am Hochrhein. Zu den auf Aargauer Boden erhaltenen Augusta-Raurica-Bauten gehören die aussergewöhnlich gut erhaltenen Ruinen der Gewerbehäuser Schmidmatt. Im Tierpark von Augusta Raurica werden alte Haustierrassen gezeigt, die mit der römischen Tierhaltung verbunden sind.

Geschichte

Um 300 n. Chr. entstand das Kastell Kaiseraugst, nachdem das Römische Reich seine Nordgrenze an den Rhein zurückverlegt hatte. Das Kastell wurde zum Schutz des Rheinübergangs errichtet. Während des Zweiten Koalitionskriegs verlief die Frontlinie zwischen den französischen und österreichischen Armeen durch Kaiseraugst.

Die erhaltene Kastellmauer in Kaiseraugst ist bis zu 4,5 Meter hoch; durch die Kastellmauer gelangt man in das Schutzhaus der frühen Kirche. Dort ist ein Teil der halbkreisförmigen Apsis der spätantiken Kirche zu sehen.

Kultur

Ein Teil der römischen Badeanlage Rheinthermen in Kaiseraugst ist besichtigbar. Die Rheinthermen bewahren ein grosses Kaltbadbecken mit Sitzstufen und Abfluss. Für den Zugang zu den Gewerbehäusern Schmidmatt ist ein kostenloses Ticket erforderlich.

Das unterirdische Brunnenhaus war bei seiner Entdeckung 1998 vollständig erhalten und hatte 1800 Jahre unberührt im Boden überdauert. Bei der heutigen Dorfkirche St. Gallus in Kaiseraugst wurde eine Kirche entdeckt, die zwischen 360 und 400 n. erbaut worden war.

Im Gebiet des heutigen Liebrüti-Quartiers in Kaiseraugst sind zwei von mehreren römischen Ziegelbrennöfen sichtbar. Im 4. Jahrhundert n. wurde dort im grossen Stil Baukeramik für die ganze Stadt produziert.

Die historischen Spuren in Kaiseraugst reichen von der spätantiken Kirche über das Kastell bis zu den Rheinthermen und den Gewerbehäusern Schmidmatt. Wer diese Orte thematisch ordnet, kann militärische, religiöse, wirtschaftliche und alltägliche Seiten der römischen Stadtgeschichte unterscheiden, ohne die einzelnen Zeugnisse zu vermischen.

Geografische Einordnung

Kaiseraugst ist eine Gemeinde in der Schweiz und gehört zum Kanton Aargau sowie zum Bezirk Rheinfelden. Seit dem 19. Februar 1803 gehört Kaiseraugst zum Kanton Aargau. Die Gemeinde grenzt an Deutschland und an den Kanton Basel-Landschaft.

Zum Gemeindegebiet gehören 160 Hektaren Wald und 209 Hektaren überbaute Fläche. Die Lage am Hochrhein ergänzt die Einordnung zwischen Gemeindegebiet, Kantonsgrenze und den historischen Schauplätzen.

Auch die räumliche Einordnung bleibt konkret: Kaiseraugst liegt am Hochrhein, grenzt an Deutschland und Basel-Landschaft und umfasst neben überbauter Fläche 160 Hektaren Wald. So stehen historische Schauplätze, Gemeindegebiet und Grenzlage in derselben Beschreibung nebeneinander.

Weitere Orte im Bezirk Rheinfelden sind Wegenstetten, Stein, Rheinfelden und Möhlin.

Bei einem Hotelangebot für Kaiseraugst helfen Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen dabei, unterschiedliche Optionen sachlich einzuordnen. Die drei Angaben machen sichtbar, worin sich Angebote für denselben Aufenthalt unterscheiden können.

Unterwegs

Die Wanderung «Römerstadt & Aussichtsturm» beginnt am Bahnhof Kaiseraugst.

Für die Auswahl einzelner Schwerpunkte bieten die Angaben unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Die Rheinthermen bewahren ein Kaltbadbecken, die Kastellmauer erreicht 4,5 Meter, und am Bahnhof startet die Wanderung «Römerstadt & Aussichtsturm». Damit lassen sich Besichtigungen und Wandern als getrennte Themen lesen.

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