Duggingen: Falkenflue, Burgen und Birs-Trail

File:Die Birs, Duggingen BL 20221112-jag9889.jpg File:Die Birs, Duggingen BL 20221112-jag9889.jpg Foto: Jag9889 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Am südwestlichen Rand des Gempenplateaus bildet die Falkenflue eine scharfe Geländekante. Das Felsband ist rund ein Kilometer lang und 50 Meter hoch. Duggingen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Laufen des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz. Zum Ortsüberblick gehören außerdem Zwingen, Laufen, Grellingen und Liesberg.

Natur

Im Schutzgebiet Falkenflue kommen viele seltene Pflanzen- und Tierarten vor. Feuersalamander nutzen die Klüfte am Fuß der Felswand als Überwinterungsstandort. Die Falkenflue ist als geschütztes Naturobjekt ausgewiesen und ein Klettergebiet. In der näheren Umgebung von Duggingen liegen weite Landschaften. In dieser Umgebung gelten Wandern, Velofahren und Joggen als mögliche Aktivitäten.

Unterwegs

Duggingen ist über die Jurabahn-Regionallinie S3 angebunden; von Basel wird der Ort mit dem Zug in etwa 15 Minuten erreicht. Die Autobahn A18 endet beim Schloss Angenstein und ist von Duggingen aus in etwa zwei Autominuten erreichbar. Der Bahnhof Duggingen verfügt über 12 überdachte Veloabstellplätze. P+Rail Duggingen bietet 13 Parkplätze; laut SBB handelt es sich um kostenlose Parkplätze auf Gemeindeboden. In Duggingen gibt es einen Dorfladen, einen Bahnhof und mehrere Bushaltestellen.

Geschichte

Duggingen wurde 1330 unter dem Namen «Tuggingen» erstmals urkundlich erwähnt. Archäologische Funde belegen, dass die Gegend bereits von den Römern besiedelt war. Duggingen gehörte zur Herrschaft Pfeffingen und damit zum Bistum Basel; ab 1330 wurden außerdem die Herren von Bärenfels, von Angenstein und von Thierstein als Lehnsherren des Bischofs eingesetzt.

Die heutige Pfarrkirche von Duggingen hat Johannes den Täufer zum Patron und wurde 1835 anstelle der 1735 erbauten St.-Jost-Kapelle errichtet. Schloss Angenstein beherrscht die Felsenge an der Birs, die den Übergang vom Laufental ins Birseck markiert; um den imposanten mittelalterlichen Wohnturm gruppieren sich jüngere Bauten. Der rechteckige Wohnturm wurde kurz nach 1286 erbaut. Nach dem verheerenden Brand von 1517 blieb Angenstein mehrere Jahrzehnte eine Ruine. 1562 errichtete Wendelin Zipper im Auftrag des Basler Bischofs neue Wohnbauten und eine Kapelle um den Wohnturm; der Wohnturm besteht bis heute nur aus seinen Außenmauern und hat keinen Innenausbau.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Duggingen sind an der Ruine Bärenfels noch Überreste der Burg, des Wehrturms und der Anlage zu erkennen. Die aus drei Teilen bestehende Wehranlage wurde vermutlich um 1200 durch die Herren von Aesch erbaut. Die Ruine Bärenfels ist vom Hof Oberaesch sowie vom benachbarten Schloss Angenstein aus zu Fuß erreichbar.

Erlebnisse

Der Birs-Trail ist ein interaktives Rätselerlebnis durch die Birslandschaft, bei dem Besuchende Wissenswertes über die dort lebenden Tiere und Pflanzen erfahren. An der Birs-Trail-Station in Duggingen geht es darum, wie eine Abwasserreinigungsanlage funktioniert und was mit dem Schmutzwasser geschieht. Für die Teilnahme wird ein internetfähiges Smartphone benötigt; eine virtuelle Karte führt zu verschiedenen Stationen, an denen die digitalen Inhalte an den jeweiligen Koordinaten auf dem Display erscheinen.

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