Saules im Berner Jura: Natur, Wege und Geschichte
File:Moulin de Bayerel-Steg über den Seyon, Engollon NE – Saules NE 20240907-jag9889.jpg
Foto: Jag9889 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Saules liegt im Berner Jura etwa 12 Kilometer nördlich von Biel/Bienne, in der Talniederung des Baches Trame, eines linken Zuflusses der Birs. Am Fuß bewaldeter Jurahänge weist der Ort eine typische Juratopografie mit Hängen, Weiden und Waldflächen auf. Seit dem 1. Januar 2025 ist Saules offiziell Mitglied des Parc régional Chasseral. Zum gleichen übergeordneten Ortszusammenhang gehören außerdem Sornetan und Rokwiler.
Natur und Wege
Der Chemin du Jura bernois führt durch den Weiler Montagne de Saules und steigt anschließend in Richtung Sornetan ins Tal hinab. Der betreffende Abschnitt ist 17 km lang, dauert etwa 5 Stunden und 10 Minuten und weist 880 Höhenmeter Aufstieg auf. Der Weg führt zur 30 Meter hohen Panoramatour Tour de Moron; von dort reicht der Blick von den Voralpen bis zu den Hochalpen. Der Zugang zur Tour de Moron soll vorrangig zu Fuß oder mit nicht motorisierten Verkehrsmitteln erfolgen.
Bei der Ferme de la famille Scheidegger gibt es Wanderwege, Reitwege und Radwege. Die Ferme liegt auf der Montagne de Saules in 1.050 Metern Höhe am Fuß der Tour Botta. Unterschiedliche Weglängen, Gehzeiten und Höhenmeter machen die Strecken als konkrete Etappen vergleichbar.
Geschichte
Saules wird in einer päpstlichen Bestätigungsurkunde vom 17. Mai 1148 als „Sales“ erwähnt; die Urkunde betrifft das Kollegiatstift Moutier Grandval. Von 1797 bis 1815 gehörte Saules zu Frankreich, zunächst zum Département Mont-Terrible und ab 1800 zum Département Haut-Rhin. 1815 wurde das Gebiet des ehemaligen Fürstbistums Basel durch den Wiener Kongress dem Kanton Bern zugeteilt.
Landwirtschaft und regionale Spezialitäten
Die Ferme de la famille Scheidegger in Montagne de Saules, Saules BE, bietet seit 2013 verschiedene Erdbeer- und Himbeersorten zur Selbstpflücke oder Bestellung an. Die Erdbeer-Selbstpflücke beginnt in der zweiten Junihälfte und dauert drei bis vier Wochen. Die Himbeer-Selbstpflücke beginnt im August und dauert sechs bis acht Wochen.
In der Gegend von Saules gibt es eine Überlieferung, wonach der dort angebaute Weizen wegen seiner Qualität bei Müllern besonders beliebt gewesen sei. Der Bio-Landwirt Elie Grosjean begann in den Jahren 2010 und 2011 in Saules mit dem Anbau. Im nahe gelegenen Bellelay vermittelt ein interaktives Museum die über 800-jährige Geschichte eines einzigartigen Schweizer Käses; Besucher erleben dort die traditionelle Herstellung, entdecken die Girolle® und genießen regionale Spezialitäten.
Anreise und regionale Verbindungen
Eine Postauto-Linie verbindet Saules mit Tavannes und Lajoux; dort bestehen Bahnanschlüsse und weitere Busverbindungen. Die Autobahn A16, auch Transjurane genannt, ist über die Anschlüsse bei Tavannes oder Reconvilier erreichbar. Die Buslinie 35 verläuft über Reconvilier, Bellelay, Les Reussilles, Les Genevez und Glovelier; optionale Streckenabschnitte führen nach Bassecourt.
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