Blankenburg: Schlossgeschichte und Wege im Obersimmental
Schloss Blankenburg ist ein offizieller Ort für zivile Trauungen und die feierliche Umwandlung eingetragener Partnerschaften in eine Ehe. Der Burgenweg bietet eine Variante zum Schloss mit einer reinen Gehzeit von etwa zwei Stunden.
Schloss und Ortsgeschichte
Schloss Blankenburg wurde erstmals 1329 urkundlich erwähnt. Bern errichtete 1386 nach dem Sempacherkrieg eine Kastlanei in Schloss Blankenburg als Verwaltungssitz des Amtsbezirks Obersimmental. Nachdem die Burg 1767 vollständig abgebrannt war, konnte der Tschachtlan bereits 1770 ein neues Gebäude im Stil einer Campagne beziehen.
Das Hauptgebäude von Schloss Blankenburg ist vorrangig für repräsentative, museale und kulturelle Anlässe sowie als Begegnungszentrum vorgesehen. Für öffentliche Besichtigungen soll Schloss Blankenburg nach festgelegten Richtlinien freigegeben werden.
Häuser, Handwerk und Keramik
Für die Bäuert Bettelried ist für das Jahr 1686 Mattland mit drei bebauten Jucharten, der Flurname „der Schwarzenbach“ und eine darauf stehende Scheune belegt. Das Bauernhaus an der Betelriedgasse 6 in Blankenburg ist auf das Jahr 1586 datiert. Das Gebäude an der Adresse Hüsy-Stutz 3 stammt aus dem Jahr 1538 und weist eine weitgehend intakte Raumstruktur auf.
Der Obersimmentaler Hausweg führt durch das gesamte Obersimmental und bietet herrliche Ausblicke auf prächtige Zimmermannskunst. Auch die Töpfergeschichte ist mit konkreten Spuren verbunden: Die Töpferwerkstatt in Blankenburg beschäftigte anfangs bis zu drei Gesellen und einen Lehrling. Das ehemalige Unterhaus der Werkstatt ist in Blankenburg an der Adresse Hüsy-Stutz 6 bis heute erhalten.
Etwa 230 Keramikobjekte in Museen und Sammlungen in der Schweiz, Deutschland und England werden der Produktion von Abraham Marti zugeschrieben. 46 erhaltene Keramikobjekte tragen Datierungen zwischen 1749 und 1789; dieser Zeitraum entspricht Abraham Martis Zeit in Blankenburg. Seine Keramiken weisen einen Überzug aus weißem Schlicker sowie blaue oder polychrome Pinselmalerei unter der Glasur auf.
Wanderwege und Schutzgebiete
Die Scheidegg-Wanderung führt beim Abstieg über Alpweiden und durch Wälder sowie entlang von Bergbächen bis nach Blankenburg. Über die Betelriedgasse führt sie weiter zum Bahnhof Blankenburg. Die Route W2 führt durch das Naturschutzgebiet Spillgerte mit dem Seebergsee.
Auch mit dem Mountainbike lässt sich die Umgebung auf einer klar beschriebenen Strecke durchqueren: Die schwierige Mountainbike-Tour B1 „Zweisimmen – Seebergsee – Uff de Flüene Trail – Zweisimmen“ ist 27,4 Kilometer lang und führt im Abstieg hauptsächlich über verschiedene Singletrails nach Blankenburg. Der Abschnitt der Route B1 im Gebiet des Seebergsees liegt im Naturschutzgebiet Spillgerten. Die Route B1 ist im Gelände nicht ausgeschildert und erfordert die Navigation per GPS.
Das Sparenmoos bei Zweisimmen ist ein ruhiges Hochmoor, das im Sommer zum Wandern, Biken und Beobachten geeignet ist. Für Ihre Planung lassen sich Gehzeit, Streckenlänge, Untergrund und Jahreszeit bei den verschiedenen Angeboten getrennt betrachten.
Bahnhof, Winter und Spielplätze
Am Bahnhof Blankenburg halten die Züge auf Verlangen. Im Winter erreicht die Langlaufloipe Lenk–Zweisimmen über ein offenes Feld das Dorf Blankenburg; für die Loipe ist eine Distanz von 12 Kilometern angegeben.
Der Spielplatz Schlegelholz / Blankenburg bietet ein mittelgroßes Spielangebot. Er ist über den Moosbachweg erreichbar; nach dem Abbiegen von der Straße von Zweisimmen in Richtung Lenk sind es etwa zwei Kilometer bis zum Spielplatz und zur Feuerstelle. Der Spielplatz beim Püürt-Huus in Blankenburg bietet ein mittelgroßes Spielangebot mit einer Hängebrücke.
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