Schwarzenburg entdecken: Geschichte, Wege und Sensegraben
Schwarzenburg GBS station building, track side
Foto: Hans-Rudolf Berner via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Schwarzenburg erschliesst seine Geschichte über mehrere konkrete Orte: Am Südrand des alten Dorfkerns steht das 1463 erbaute Chäppeli. Das Schloss Schwarzenburg entstand 1573–76 als Ersatz für die Grasburg, eine mittelalterliche Burgruine aus dem 11. oder 12. Jahrhundert.
Kultur und Geschichte
Das Regionalmuseum Gantrisch zeigt eine Dauerausstellung mit geologischen Fundstücken aus der Region. Vom Bahnhof Schwarzenburg aus ist es in fünf Minuten zu Fuss erreichbar. Die Geschichtsausstellung arbeitet mit Audiostationen, vielen historischen Fotografien, partizipativen Elementen und einer Objekt-Zeitleiste. Zudem bietet das Museum eine Ausstellung zur 1000-jährigen Geschichte von Schwarzenburg.
Das Chäppeli trägt über seinem turmartigen Chordach einen verschindelten Pyramidenkegel. Die Kirche Wahlern steht auf einem Hügelsporn nordöstlich des Dorfes Schwarzenburg und ist weithin sichtbar. Ihre kleinen Fensteröffnungen weisen den Bau der romanischen Epoche des 12. oder 13. Jahrhunderts zu.
Im Schloss Schwarzenburg werden alle nicht vermieteten Räume für Besichtigungen geöffnet und Besucherinnen und Besuchern zugänglich gemacht. Beim Schloss kann ein für die Gegend typisches Tätschdachhaus besichtigt werden; es ist das letzte Tätschdachhaus mit wertvoller Originalsubstanz. Für die Besichtigung seines Inneren kann während der Bürozeiten ein Schlüssel beim nahe gelegenen Empfang des Naturparks Gantrisch im Schloss Schwarzenburg ausgeliehen werden. Das Tätschdachhaus wurde öffentlich zugänglich gemacht und in den Betrieb der Stiftung Schloss Schwarzenburg und des Naturparks Gantrisch integriert.
Die Grasburg liegt hoch über der Sense auf einem flachen Sandsteinplateau. Mit einer Ausdehnung von 150 × 50 Metern ist sie die grösste Burg im Kanton Bern. Zur Ruine gelangt man über mehr als 140 gut gesicherte Tritte. Nach dem Bau des Amtshauses in Schwarzenburg um 1576 wurde die Grasburg als Verwaltungssitz aufgegeben und verfiel allmählich.
Wege und Landschaft
Der Gnomenweg Schwarzenburg beginnt am Bahnhof Schwarzenburg und führt durch das Dorfzentrum. Sieben Stationen und Informationstafeln prägen den Weg, der etwa 60 bis 80 Minuten dauert. Er kann durch Besuche historischer Gebäude im rund 1000-jährigen Dorf Schwarzenburg erweitert werden.
Der Spycherweg führt auf einer kurzen Wanderung von Lanzenhäusern nach Schwarzenburg und kann ganzjährig begangen werden. Die zweite Etappe führt durch den waldigen Sensegraben mit Bade- und Brätlistellen inmitten der Auenlandschaft. Der Grasburg-Naturerlebnispfad ist ein Naturerlebnispfad im Angebot des Naturparks Gantrisch.
Die verschiedenen Wegformate verbinden kurze Gehzeiten, einen ganzjährigen Weg und eine Etappe durch die Auenlandschaft. So lassen sich Dauer, Jahreszeit und Landschaftsthema getrennt betrachten, ohne die Angebote zu einem einheitlichen Ausflug zusammenzufassen.
Anreise und regionale Verbindungen
Bern ist mit der S-Bahn-Linie S6 direkt mit Schwarzenburg verbunden. Auch die Etappe der ViaJacobi zwischen Schwarzenburg und Freiburg ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Zum regionalen Umfeld gehören Guggisberg, Sangernboden und Rüschegg.
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