Seftigen entdecken: Moränenlandschaft, Geschichte und Wein
Unterkünfte in Seftigen
Seftigen liegt auf 578 Metern über Meer am südlichen Rand des Gürbetals. Die Umgebung wird als von eiszeitlichen Moränen geprägte Landschaft mit Hügeln, Mulden, Landwirtschaftsflächen, kleinen Wäldern und Weilern beschrieben; sie bietet Ausblicke über das Gürbetal, den Belpberg und die Berner Alpen.
Landschaft
Nördlich von Seftigen liegt der Bergwald, südlich die Widerhub. Wanderwege rund um Seftigen führen durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Landwirtschaftsflächen, kleinen Wäldern, Weilern und Moränenhügeln. Auf einer Wanderung von Amsoldingen nach Seftigen liegen die kleinen Seen Amsoldingersee, Uebeschisee und Dittligsee. In der näheren Umgebung gelten die Zwillingsbuchen von Gurzelen als lebendes Naturdenkmal: Zwei 40 Meter hohe Bäume sind in neun Metern Höhe miteinander verwachsen.
Wege und Touren
Der «Twin Beeches Gurzelen Walk» ist eine mittelschwere Route über 7,2 Kilometer. Der Rundweg beginnt am Bahnhof Seftigen, führt über einen Moränenhügel und durch Wälder nach Gurzelen und zurück. Die Gravelbike-Runde «11 Gürbetal gravel loop» ist überwiegend flach und verläuft größtenteils auf Schotter- und unbefestigten Wegen durch das Gürbetal. Die Runde «11 Gürbetal gravel loop: Belp – Wattenwil – Belp» führt über einen Schotterabschnitt nach Seftigen und anschließend durch das Gürbetal zurück. In der Nähe des Naturparks Gantrisch gibt es anspruchsvollere alpine Erlebnisse als in der sanft hügeligen Moränenlandschaft von Seftigen.
Geschichte
Das 1612 erbaute Chefeli wurde bis in die 1920er-Jahre als Arrestlokal genutzt und 2013 fachgerecht restauriert. Erhebliche Teile seines Fassadenverputzes überstanden den Dorfbrand von 1714 und sind über 400 Jahre alt. Wandkritzeleien aus mehreren Jahrhunderten bezeugen die frühere Nutzung des Chefeli als Arrestlokal.
Seftigen wurde erstmals urkundlich unter dem Namen «Seftinges» erwähnt. Einzelfunde bei Ausgrabungen in der Rebzelg Anfang der 1990er-Jahre belegen, dass Römer und Alemannen das Dorf besiedelten. Von 1388 bis 1798 war Seftigen Mittelpunkt eines der bernischen Landgerichte.
Vor Ort
Am Bahnhof Seftigen gibt es Billette, Abonnemente und Freizeitangebote. Dort befindet sich eine BLS-P+Rail-Anlage mit fünf Parkplätzen, darunter einem Behindertenparkplatz. Auf einer Wanderung von Kiesen nach Seftigen dient Seftigen als Rückkehrpunkt mit der Bahn.
Der Reitverein Seftigen und Umgebung führt seinen Patrouillenritt jedes Jahr am letzten Oktoberwochenende durch. Das Dorfturnier Seftigen fand 2025 zum 49. Mal statt; für 2026 war die 50. Ausgabe angekündigt.
Weitere Orte sind Gerzensee, Belp, Wattenwil, Riggisberg, Gelterfingen, Burgistein, Toffen und Niedermuhlern; hinzu kommen Rüeggisberg, Kirchdorf, Uttigen, Rüti Bei Riggisberg und Kehrsatz.
Landwirtschaft
Auf Dählers Black Angus Farm in Seftigen wird ein Stallbesuch angeboten. Er vermittelt Einblicke in die Landwirtschaft, in die Herkunft von Milch, Fleisch und Eiern sowie in die Lebensmittelproduktion.
Das Weingebiet in Seftigen ist 90 Aren groß, also 0,9 Hektar, und wird von Mathias Rindisbacher, seiner Familie und Freiwilligen bewirtschaftet; auf dem Weinberg wird ausschließlich Rotwein angebaut.
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