Hohenrain zwischen Johannitergeschichte und Baldeggersee

File:Hohenrain Johanitter Kommende.jpg File:Hohenrain Johanitter Kommende.jpg Foto: Rosual via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

In Hohenrain gilt die Johanniterkommende mit dem Turm Roten als Wahrzeichen der Gemeinde. Der Wohnturm Roten wurde zwischen 1150 und 1490 erbaut, während die Johanneskirche St. Johannes Baptista in Hohenrain einen spätgotischen Käsbissenturm aus dem Jahr 1550 besitzt.

Kultur und Geschichte

Die Ausstellung im Turm Roten vermittelt Informationen über die Landschaft, die Geschichte der Johanniterkommende und ihre Ordensritter. Sie umfasst einen zwölfminütigen Film über die Entstehung des Seetals im Zusammenhang mit dem Reuss-Gletscher. Für die Weitsicht in die Zentralschweizer Berge stellt die Ausstellung Ferngläser bereit. Hinzu kommt eine gotische Stube mit Rundtonnengewölbe und Inschriften aus dem Jahr 1547. Zum Angebot des Turm Roten gehört ausserdem ein Johannestag im Juni.

Dem Tor- und Pfarrhaus der ehemaligen Johanniterkommende Hohenrain kommt eine national überragende kulturgeschichtliche Bedeutung zu. Bauarchäologische Untersuchungen weisen nach, dass massive Mauerteile und Teile des Innenausbaus bis in die Gründungszeit der Johanniterkommende zurückreichen. Neben Schloss Heidegg gehört das Tor- und Pfarrhaus zur ältesten integral erhaltenen profanen Bausubstanz des Kantons Luzern. Im 13. Jahrhundert war die Johanniterkommende Hohenrain eine Pilgerherberge und ein Verwaltungszentrum eines ausgedehnten Güterbesitzes im Seetal und seiner weiteren Umgebung.

Auch in Ottenhusen begegnen Ihnen Spuren verschiedener Epochen. Die 1849 in Ottenhusen entdeckte Ruine einer römischen Villa gilt als vermutlich mehr als 2000 Jahre alt. Der Römerturm in Ottenhusen ist eine zwölf Meter hohe Holzkonstruktion und bietet einen weitläufigen Blick über die Alpen und ins Seetal. In der unmittelbaren Umgebung des Römischen Gutshofs Ottenhusen und entlang des Weges zu einer nahe gelegenen Grillstelle im Wald informieren Tafeln über das Leben im Römischen Reich. Das zweite Abenteuer des Kulturabenteuers Seetal ist eine Schatzsuche im Römischen Gutshof Ottenhusen. Die archäologische Anlage in Ottenhusen ist an sieben Tagen in der Woche frei zugänglich.

In der nahe gelegenen Burgruine Nünegg in Lieli führen eine Wendeltreppe und eine Aussichtsplattform über der Mauerkrone. Der Kapellenweg im Seetal umfasst unter anderem die Kapelle Maria zum Schnee in Ibenmoos, Kleinwangen und die Kapelle St. Wendelin in Lieli.

Landschaft und Wege

Hohenrain und seine Umgebung laden an den sonnigen Hängen des Lindenbergs zum Wandern, Laufen und Biken ein. Dafür verfügt Hohenrain über gepflegte Wander- und Fahrradwege. Wiesen, Felder, tiefgrüne Wälder und der Baldeggersee bilden in Hohenrain eine harmonische Natur- und Kulturlandschaft, die Raum zum Entdecken und Geniessen bietet.

Das Hochmoor Ballmoos liegt im Lieliwald auf 845 m ü. M. Es ist eines der letzten Bergföhrenhochmoore im Mittelland. Botanisch ist das Ballmoos sehr reichhaltig; es beherbergt seltene Seggenarten sowie den fleischfressenden Sonnentau. Die Wallfahrtskapelle Maria zum Schnee in Ibenmoos lädt zum stillen Verweilen und Beten ein.

Jahreszeitliche Möglichkeiten

Der nahe gelegene Baldeggersee und der Hallwilersee bieten in den Sommermonaten Möglichkeiten zum Baden. Im nahe gelegenen Horben können während der Wintermonate ein kleiner Skilift und eine Langlaufloipe genutzt werden. Eine Wanderung beginnt am Bahnhof Hochdorf und führt über Hohenrain nach Lieli.

Anreise

Hohenrain ist mit der Seetalbahn der SBB von Luzern oder Lenzburg bis Hochdorf und anschliessend mit dem Bus der BSF erreichbar.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hochdorf.

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