Sankt Gallen zwischen UNESCO-Kultur und Voralpenwegen

File:Eine Aussenansicht der Abtei (Kloster) St. Gallen 02.jpg File:Eine Aussenansicht der Abtei (Kloster) St. Gallen 02.jpg Foto: Pablodbds via Wikimedia Commons, CC0

Die Kantonshauptstadt St. Gallen ist für ihren UNESCO-Welterbe-Stiftsbezirk mit der barocken Kathedrale und der Stiftsbibliothek bekannt; im Kanton reicht das Wandern von Spaziergängen an Seen und durch die Voralpen bis in hochalpine Gebiete, und mehrere Fernwanderwege führen durch die Region. Der Kanton St. Gallen liegt in der Ostschweiz und unweit des Bodensees.

Kultur und Geschichte

Die Stiftsabtei St. Gallen liegt in der Stadt St. Gallen im Kanton St. Gallen. Zu ihrem Ensemble gehören die heutige Kathedrale und die Stiftsbibliothek. Die Stiftsabtei bewahrt irische Handschriften des 7. und 8. Jahrhunderts, illuminierte Handschriften der St. Galler Schule sowie den Grundriss der karolingischen Klosteranlage.

In St. Gallen sind Stickereien Teil des textilen Erbes; das Textilmuseum St. Gallen widmet sich der Geschichte der Ostschweizer Textilindustrie. Dort wird gezeigt, wie die Ostschweiz die Modewelt des 19. Jahrhunderts prägte; außerdem wird das Sticken an einer Handstickmaschine von 1890 demonstriert.

Das open art museum in St. Gallen ist auf schweizerische Outsider Art, Art Brut und Naive Kunst spezialisiert und bewahrt eine Sammlung von rund 30.000 Werken. Das Kunstmuseum St. Gallen Stadtpark zeigt Wechselausstellungen zeitgenössischer und moderner Kunst. Seine Dauerausstellung umfasst Gemälde und Skulpturen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart, während die LOK als Kulturlabor für zeitgenössische Kunst dient.

Die Lokremise St. Gallen ist zusammen mit dem Badhaus von 1902 und dem Wasserturm von 1906 von Robert Maillart ein Industriedenkmal von nationaler Bedeutung. Der St. Galler Museums-Pass ermöglicht den Eintritt in elf renommierte Museen in der Stadt St. Bei der Museumsnacht St. Gallen öffnen Museen und Ausstellungsräume seit zwei Jahrzehnten für eine Nacht mit Kunst, Kultur, Geschichte, Natur und Begegnungen. Das Alte Bad Pfäfers gilt als ältestes Barockbad der Schweiz.

Landschaft

Zum Kanton St. Gallen gehören Landschaften am Bodensee und am Zürichsee, hügelige Voralpen sowie Hochgebirgszüge im Grenzgebiet zu Graubünden und Glarus. Zu den Landschaften und Natursehenswürdigkeiten zählen Berggipfel, Aussichtspunkte, Seen, Wasserfälle, geologische Besonderheiten und Biotope.

Die Tektonikarena Sardona umfasst Gebiete in den Kantonen Glarus, St. Gallen und Graubünden. Ihre geologischen Besonderheiten können von Besucherinnen und Besuchern unmittelbar erlebt und verstanden werden. Zum regionalen Umfeld des Kantons St. Gallen gehören das Toggenburg, der Walensee und das St. Galler Rheintal mit den Churfirsten.

Wege und Aktivitäten

Ein weit verzweigtes, gut markiertes Netz von Wanderwegen und Radrouten durchzieht den Kanton St. Der Pizol gehört zu den bekannten Skigebieten im Süden des Kantons St. Am Bodensee bietet der Kanton Möglichkeiten für verschiedene Wassersportarten.

Im Raum St. Gallen werden Spaziergänge durch barocke Straßen, Wanderungen auf Panoramawegen und Velofahrten zu nahe gelegenen Seen angeboten. Die 5-Seen-Wanderung am Pizol führt an fünf Bergseen vorbei und bietet Einblicke in das UNESCO-Weltnaturerbe Sardona.

Regionale Einordnung

Das Tourismuskonzept des Kantons St. Gallen teilt den Kanton in vier Tourismusdestinationen: die Ferienregion Heidiland, Rapperswil Zürichsee Tourismus, St. Gallen-Bodensee und das Toggenburg. Gallen liegt an den europäischen Nord-Süd- und Ost-West-Achsen von Schiene und Straße.

Für die regionale Einordnung stehen die Teilregionen Werdenberg, Toggenburg, Sankt Gallen, Sarganserland, See-Gaster, Rheintal, Rorschach und Wil.

Die Region St. Gallen ist mit der berühmten St. Galler Bratwurst verbunden.

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