Höfe zwischen Zürichsee, Etzel und Inseln

Der Bezirk Höfe ist ein Bezirk des Kantons Schwyz in der Schweiz und besteht aus drei politischen Gemeinden. Er umfasst den Abhang zwischen dem Etzel und dem Zürichsee und liegt auf einer Höhe von 404 bis 1206 Metern über dem Meeresspiegel. Zum Gebiet gehören die Inseln Ufenau und Lützelau.

Landschaft und Natur

Der Hochetzel ist mit 1098 Metern ein beliebtes Ausflugsziel in Feusisberg. Eine besondere Landschaft am Zürichsee bildet der Frauenwinkel: Seine offene Landschaft ist der letzte grosse unverbaute Uferabschnitt am See. Zugleich ist der Frauenwinkel ein wichtiger Rastplatz für Wasservögel und ein Brutgebiet verschiedener seltener Ried- und Schilfvogelarten.

Im Naturschutzgebiet Langacher lassen sich an einem Weiher Amphibien und Libellen beobachten. Die drei politischen Gemeinden des Bezirks sind Freienbach, Feusisberg und Wollerau.

Wege, Holzstege und Ufenau

Der Rundweg Frauenwinkel–Luegeten beginnt direkt beim Bahnhof und kann mit dem Zug ab Pfäffikon SZ erreicht werden; auf dem Rückweg Richtung Pfäffikon folgt er dem Jakobsweg, der ViaJacobi. Der Erlebnisweg Obersee führt vom Visitor Center in Rapperswil über den Holzsteg nach Pfäffikon und weiter nach Altendorf.

Auch der Jakobsweg von Rapperswil nach Einsiedeln verläuft nach der Querung des Zürichsees über einen Holzsteg von der Halbinsel Hurden weiter nach Pfäffikon. Die verschiedenen Streckenführungen verbinden Seeufer, Wege und Orte auf jeweils eigene Weise.

Ufenau ist von April bis Oktober mit einem Kursschiff ab Pfäffikon SZ in rund 10 Minuten erreichbar. Ein Uferweg führt einmal um die Insel; zu Fuss lässt sich Ufenau in etwa einer halben Stunde umrunden. Die Kirche St. Peter und Paul auf Ufenau ist ein romanischer Sakralbau.

Die Inselwirtschaft Ufnau serviert lokale Spezialitäten und regionale Klassiker. Dafür verwendet sie Produkte aus der Zürichsee-Region und der Klosterkellerei. Ufenau gehört dem Kloster Einsiedeln, während Lützelau der Ortsgemeinde Rapperswil (Rapperswil-Jona) gehört.

Kultur und Geschichte

Die Bezeichnung Höfe geht auf die mittelalterliche Einteilung in den Vorderen Hof um Pfäffikon SZ und den Hinteren Hof um Wollerau zurück. Beide Gebiete gehörten ursprünglich zum Grundbesitz des Klosters Einsiedeln.

In der Alten Säge in Schindellegi befindet sich ein 1852 eingebautes Sägegatter, das als ältestes erhaltenes, betriebsfähiges Stück seiner Art gilt. In der Alten Säge finden häufig kulturelle Veranstaltungen statt; auch Privatpersonen können sie mieten. Jeden Frühling führt der Sagiverein Schindellegi dort den Sagiputz durch, zu dem auch öffentliches Sägen gehört.

Das Museum am Pfäffikersee zeigt eine Gemäldesammlung mit Werken des Historienmalers Johann Caspar Bosshardt und widmet dem Volksdichter Jakob Stutz einen Raum. Das Vögele Kultur Zentrum zeigt grosszügig inszenierte Themenausstellungen, die sich gesellschaftlich relevanten Anliegen widmen. Jeden Sonntag von 11:15 bis 12:15 Uhr bietet es eine öffentliche Führung durch seine Ausstellung an; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Schlossturm in Pfäffikon wurde Mitte des 13. Jahrhunderts als Wehrturm zur Abwehr feindlicher Angriffe und zum Schutz der Einnahmen aus den Klostergütern errichtet. Er wird für kulturelle Veranstaltungen und private Feiern genutzt. Unter dem Namen „Kulturm“ finden dort regelmässig Lesungen und Konzerte statt.

Der heutige Kirchenraum der Pfarrkirche in Freienbach wurde 1672–1674 errichtet. Sieben farbige Glasfenster mit Szenen aus dem Leben von Bruder Klaus wurden von August Aeppli geschaffen. Die Familie Kümin betreibt den Weinbau seit 1902 in vierter Generation.

Badestellen und Bewegung

Das Strandbad Bäch verfügt über einen breiten, flach abfallenden Sandbereich im See. Zusätzlich gibt es dort einen Steg in den See und ein Floß im Wasser. Das Strandbad bietet ausserdem ein Planschbecken und einen Spielplatz mit Spielgeräten für Kinder.

Die Seebadi Freienbach verfügt über zwei Meter hohe Sprungbretter auf einem Floß sowie über einen abgetrennten Nichtschwimmerbereich für jüngere Gäste. Das Strandbad Pfäffikon hat ein Sprungbrett und eine kleine Wasserrutsche auf einem Floß; zu seinem Gelände gehört ausserdem ein 80 Meter breiter Kieselstrand.

Der Pumptrack Pfäffikon liegt direkt beim Schulhaus Steg und verfügt über Kurven und Wellen. Er kann mit Fahrrädern, Skateboards, Kickboards und Inlineskates genutzt werden. Am Weg durchs grüne Band gibt es einen Skate- und Bikepark, der jugendlichen Freestylern offensteht.

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