Tuggen entdecken: Natur, Geschichte und Hotels
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Foto: Michielverbeek via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Zwischen der Linthebene und dem Buechberg liegt Tuggen in einer offenen Landschaft mit Feldern, Wald und Hügellandschaft. Der Buechberg ist ein Molassehügel am südöstlichen Ufer des Obersees. Als Schlosswald wird er ebenfalls bezeichnet und bildet die Grenze zwischen Tuggen und dem Zürichsee.
Geografische Einordnung
Tuggen ist eine politische Gemeinde am oberen Ende des Zürichsees im Bezirk March des Kantons Schwyz in der Schweiz. Das Klima ist gemässigt, mit warmen Sommern und eher milden Wintern. Tuggen gilt als gut erreichbar und liegt in einer naturnahen Umgebung.
Natur
Im Buechberg befindet sich das Ammesmoos, ein grossflächiges Waldmoor. An seinem Teich lassen sich Unken und mit etwas Glück auch Ringelnattern beobachten. In der Bätzimatt werden als Teil der kantonalen Schutzgebiete Rietflächen und Schilfgürtel am Seeufer geschützt. Dort wachsen unter anderem Schwertlilien und Knabenkräuter.
Entlang des Escher- und Linthkanals vermittelt ein Freilichtmuseum die Geschichte des Linthwerks, den Hochwasserschutz sowie Flora und Fauna. Stelen, Informationstafeln und bebilderte Bunker gehören zu seiner Gestaltung.
Wege
Die Umgebung von Tuggen eignet sich zum Wandern, Spazierengehen und Radfahren. Wander- und Radwege führen durch die Linthebene und über sanfte Hügel. Auch die Tuggner Rundwege bieten ein Naturerlebnis für Gross und Klein.
Beim Schrötermoos liegt ein Waldlehrpfad mit einem Rundweg von etwa 45 Minuten. Die unterschiedliche Länge und Anlage der Wege hilft Ihnen, kurze Rundgänge und ausgedehntere Strecken bei der Tagesplanung auseinanderzuhalten.
Der Erlebnisweg Obersee beginnt in Tuggen bei der Bushaltestelle «Gallusplatz» und führt durch den Buechberg in Richtung Grynau und Uznach. Dazu gehört eine Schatzmission mit einem Entdeckerrucksack. Bei Grynau führt der Weg über die Linthbrücke zu Badeplätzen entlang der Linth.
Kultur und Geschichte
Tuggen blickt auf eine Siedlungsgeschichte zurück, die bis zu einer urkundlichen Erwähnung aus dem Jahr 844 reicht. Die geschichtsträchtige Pfarrkirche und traditionelle Bauten prägen das Ortsbild. Ein historisches Gebäude in Tuggen weist eine mittelalterliche Baustruktur, einen ausgemalten Saal, Bohlen-Balkendecken, Fenstersitznischen, gotische Sandsteinelemente und Wandmalereien von überregionaler Bedeutung auf.
Mit der frühmittelalterlichen Missionsgeschichte von Columban und Gallus ist Tuggen laut Überlieferung verbunden; beide kamen demnach um 610 dorthin. Der heilige Gallus ist auch auf dem Wappen der Gemeinde Tuggen dargestellt.
Die ehemalige Militärfestung Grynau ist originalgetreu mit der Ausrüstung aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erhalten und kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Die Infanteriefestung Grynau wurde 1940/42 als vorgeschobene Stellung der 7. Division errichtet und sollte die Linthbrücke bei Grynau/Tuggen sperren und schützen.
Die Linthwerkschau befindet sich in einem ehemaligen Werkmagazin des Linthwerks neben dem historischen Grynauturm in Tuggen. An der Loretto-Kapelle Chromen findet jedes Jahr im Frühling das Chromenfest mit einem feierlichen Gottesdienst statt. Der MC March-Höfe führt seit 1997 jedes Jahr am dritten Sonntag im Mai eine Töffsegnung auf dem Betti-Areal in Tuggen durch.
Ankommen
Die Postautolinie 521 verbindet die Haltestelle «Tuggen, Grynau» in wenigen Minuten mit den Bahnhöfen Uznach und Siebnen-Wangen. Weitere Orte im Bezirk March sind Lachen, Wangen, Reichenburg, Innerthal und Vorderthal.
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