Muotathal – Klostergeschichte, Karstlandschaft und Winterwege

File:1973 ICF Canoe Slalom World Championships, Muotathal Switzerland 02.jpg File:1973 ICF Canoe Slalom World Championships, Muotathal Switzerland 02.jpg Foto: Ridiculopathy via Wikimedia Commons, CC0

Muotathal ist eine Gemeinde im Bezirk Schwyz des Kantons Schwyz in der Schweiz. Sie liegt auf etwa 610 Metern über dem Meeresspiegel; im Süden grenzt sie an den Kanton Uri, im Osten an den Kanton Glarus.

Zu den Landschaften von Muotathal gehören die großen Karstgebiete Bödmeren-Silbern-Charetalp sowie die höhlenreiche Landschaft zwischen Pragel und Bisistal, insbesondere das Hölloch.

Weitere Ortsseiten: Alpthal, Sattel, Stoos, Lauerz, Schwyz, Steinen, Arth und Unteriberg.

Landschaft und Wege

Der Bödmerenwald ist ein primärer subalpiner Fichtenwald, dessen Kernbereich die Kriterien eines Urwaldes erfüllt. Die geführte Bödmeren-Urwaldexkursion führt durch die Vegetationsphasen von nacktem Hochgebirgskarst über Pionierpflanzen bis zum dichten subalpinen Fichtenwald.

Im hinteren Muotathal gilt die Glattalp als Naturgebiet mit alpiner Pflanzenwelt, weidenden Tieren und dem Glattalpsee. Von dort führen Wanderwege zum Aussichtspunkt Pfaff und in Richtung Klausenpass.

Ein ruhiger Winterwanderweg entlang der Muota führt über den Damm am landwirtschaftlich genutzten Talboden; der Zugang ist über die Bushaltestelle Vordere Brücke oder den Parkplatz Rambach möglich. Entlang des Winterwanderwegs an der Muota liegen der Wildbach, landwirtschaftlich genutztes Land am flachen Talboden und die umgebende Berglandschaft.

Die Guggeli-Route beginnt in Wil, dem ältesten Teil des Dorfs Muotathal, und führt am Kloster St. Josef vorbei, in dem noch heute Franziskanerinnen leben und arbeiten. Das Kloster ist zudem mit dem Feldzug des russischen Generals Suworow im Jahr 1799 verbunden.

Die Rundroute zum Guggelipass ist eine Winterwanderung auf der sonnigen Talseite und führt an Wald, Wildbächen, Weideland und Aussichtspunkten vorbei. Die unterschiedlichen Wegführungen und Landschaftselemente lassen sich bei der Tagesplanung nebeneinander vergleichen.

Muotathal ist über die A4 in Richtung Schwyz erreichbar; für den Muota-Wanderweg bestehen Buszugänge zu den Haltestellen Nuschlau und Vordere Brücke. Die Straße über den Pragelpass ist einspurig und von Montag bis Freitag befahrbar.

Kultur und Geschichte

Im Gemeindegebiet von Muotathal sind Hunderte aufgegebene Siedlungsplätze erhalten geblieben. Mauerreste und andere Spuren in der Landschaft zeugen von der nomadisierenden Hirtenkultur des Mittelalters.

Das Altchloster, die alte Klosterkirche, gilt als das älteste noch erhaltene Bauwerk der Gemeinde Muotathal. Die Weiheurkunde des Altchlosters stammt aus dem Jahr 1347 und bezeugt einen in seiner Grundstruktur spätromanischen Bau.

Die Frauengemeinschaft des Frauenklosters Muotathal schloss sich im Jahr 1288 dem Franziskanerorden an. Die heutige Klosteranlage des Frauenklosters Muotathal wurde zwischen 1684 und 1693 erbaut.

Die den Heiligen Sigismund und Walburga geweihte Pfarrkirche wurde zwischen 1786 und 1793 erbaut. Zu den traditionellen Bauernhäusern in Muotathal gehören Blockbauten mit Klebdächern und Lauben.

Erlebnisse

Die Hölloch-Kurzführung wird ganzjährig angeboten; die Temperatur in der Höhle beträgt das ganze Jahr über 6 °C. Sie umfasst die ersten 700 Meter der Höhle auf Wegen und Treppen, die vor mehr als 100 Jahren angelegt wurden.

Der unterirdische Kommandoposten Selgis kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden und ist besonders für seine unter Schutz gestellten Wandbilder bekannt.

Die Muotathaler Wetterpropheten stützen ihre Wettervorhersagen auf Beobachtungen von Natur und Tieren sowie auf örtliche Wind- und Wetterlagen. Sie halten zweimal jährlich, im April und Oktober, Versammlungen ab.

Das Erlebnis Husky-Traum umfasst einen kurzen Spaziergang in Begleitung von Huskys und kann je nach Tagesablauf die Mithilfe beim Pflegen und Füttern des Rudels einschließen.

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