Oberiberg zwischen Moorwäldern, Alpwiesen und Dorfgeschichte
Landschaft und Wege
Oberiberg liegt im Bezirk Schwyz des Kantons Schwyz in der Schweiz an der Ibergereggstrasse zwischen Einsiedeln und Schwyz. Der Ort befindet sich auf rund 1.130 Metern in einem sonnigen Hochtal, das von Wäldern, Alpwiesen und Bächen geprägt und von Berglandschaft umgeben ist. Ländliche Ruhe und ein traditioneller Dorfcharakter bestimmen Oberiberg; die touristische Entwicklung trug zugleich zum wirtschaftlichen Aufschwung der Gemeinde bei.
Der schmale Wanderweg ab der Bergstation Laucheren führt über gelb blühende Arnikawiesen und an knorrigen Fichten vorbei; mit etwas Glück lassen sich dort Murmeltiere beobachten. Eine weitere Wanderroute führt durch die Moorwälder der Ibergeregg. Diese gehören zu den selten gewordenen und gefährdeten Lebensräumen der Schweiz; die Ibergeregg wurde 2019 als Landschaft des Jahres ausgezeichnet. Die Rundwanderung «Auf den Furggelenstock» im Raum Einsiedeln–Ybrig–Zürichsee ist 9,7 km lang und bietet Ausblicke auf Gipfel der Innerschweiz sowie idyllische Alpwiesen.
Der Geologische Wanderweg am Roggenstock verläuft über die Route Oberiberg–Tubenmoos–Roggenegg–Fuederegg–Steinboden–Tschalun. An interaktiven Stationen vermittelt er Wissen über die Entstehung der Ybriger Bergwelt. Ein weiterer Wanderweg führt über Isentobel in Richtung Laucherenkapelle und an der Alphütte Isentobel vorbei. Die unterschiedlichen Distanzen und Wegformen erlauben einen Vergleich nach Strecke, Landschaft und Thema.
Weitere Ortsseiten: Stoos, Seewen, Arth, Riemenstalden, Steinen, Alpthal, Goldau und Rothenthurm.
Erlebnisse
Der Erlebnisweg im Feriendorf Oberiberg ist ein ein Kilometer langer, kinderwagenfreundlicher Rundweg entlang des Flusses Minster. Am Erlebnisweg gibt es Grillstellen für Pausen oder ein Picknick. Auf mehreren Teilstrecken der Lärchenholz-Kugelbahn treten Gross und Klein zu Wettrennen an; dabei rollen Holzkugeln über Hindernisse.
Im Ybrig gibt es einen Bikepark, in dem Kinder und Erwachsene die Grundlagen des Mountainbikens erlernen können. Der Bikepark bietet drei Schwierigkeitsstufen, auf denen Mountainbike-Einsteiger ihre Fähigkeiten trainieren können.
Winter
Von der Laucheren nach Oberiberg führt ein Schlittelweg, der für alle Altersgruppen eingerichtet ist. Ab Oberiberg und der Ibergeregg gibt es markierte Schneeschuhtrails für Einsteiger und erfahrene Schneeschuhläufer. Der Adlerhorst ist von den Parkplätzen bei der Kirche oder beim Schulhaus über einen markierten Weg in etwa einer Stunde erreichbar.
Kultur und Geschichte
Oberiberg hat eine mittelalterliche und von der Alpwirtschaft geprägte Geschichte. Der Tourismus entwickelte sich, nachdem der Ort als Kurort entdeckt worden war; 1938 wurde dort ein Skilift gebaut, damals erst der dritte in der Schweiz. Die Kirche St. Johannes in Oberiberg wurde am 15. Oktober 1876 eingeweiht. Die Muttergotteskapelle in Oberiberg wurde im Herbst 1880 eingeweiht.
Eine Messkapelle in Yberg, die später zur Pfarrkirche wurde, erhielt am 13. April 1350 die bischöfliche Weihe. Die Lourdesgrotte in Oberiberg wurde von 1949 bis 1951 erbaut und am 7. Oktober 1951 eingeweiht.
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