Calonico entdecken: Kirche, Mühle und Strada Alta

File:CalonicoKirche06 HDR.jpg File:CalonicoKirche06 HDR.jpg Foto: Chris ALC via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Geografische Einordnung

Calonico ist eine Außenwacht der Gemeinde Faido im Valle Leventina und liegt auf etwa 981 Metern Höhe. Der Ort hat ungefähr 50 Einwohner und eine Fläche von 3,2 Quadratkilometern. Von Lavorgo aus ist Calonico über eine Kantonsstrasse erreichbar; die Entfernung beträgt sechs Kilometer. Die sonnige Terrasse am linken Hang der Leventina liegt zugleich an der Strada Alta. Rund um Calonico zeugen die Terrassen noch von einer intensiven früheren Land- und Viehwirtschaft. Vom Standort der Kirche San Martino reicht der Blick weit über die mittlere Leventina.

Kultur und Geschichte

Die Chiesa di San Martino ist seit dem 13. Jahrhundert dokumentiert. San Martino ist als Pfarrkirche seit 1300 belegt und steht auf einem Felsvorsprung; vom Talboden aus ist sie sichtbar. 1594 wurde sie zu einer eigenständigen Pfarrei. Ihr Bau hat einen romanischen Ursprung und wurde im 17. Jahrhundert stark verändert. Der massive romanische Glockenturm ist vom früheren Kirchenbau erhalten, zeugt vom mittelalterlichen Ursprung der Kirche und stammt wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert. Auf dem polychromen Holzaltar steht eine Marienstatue aus dem 18. Jahrhundert.

Im Ortszentrum stehen einige mit Steinplatten gedeckte Holzhäuser; ihre Blockhaus-Bauweise wird mit der Durchreise der Walser in Verbindung gebracht. Eines dieser Häuser, Casa Regina, wurde 1684 erbaut und nach 1984 renoviert. Casa Regina verbindet eine in Blockbauweise errichtete Holzkonstruktion mit einem gemauerten, bergseitigen Gebäudeteil. Im PBC-Inventar des Kantons Tessin für Faido (Calonico) ist Casa Regina als Kulturgut der Klasse B verzeichnet. Calonico ist außerdem im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) eingetragen.

Lokale Traditionen

Das Mulino di Calonico arbeitet mit einem horizontalen Holzrad; sein Betrieb hängt von der verfügbaren Wassermenge ab. Die Mühle stammt aus dem Jahr 1813 und gilt als wichtiger historischer Zeuge der Kultur und Technik in der Leventina. In der historischen Mühle wurden vorwiegend Kastanien, Roggen und Gerste gemahlen. Bis 1994 wurde sie in mehreren Etappen sorgfältig restauriert und 1995 eingeweiht; seit 1994 ist sie wieder in Betrieb und steht jedes Jahr im Mittelpunkt der eindrucksvollen Mühlenfeste.

Der Verein Pro Mulino di Calonico errichtete 2023 im Ort einen Holzbackofen neben der restaurierten Mühle mit ihrem horizontalen Rad. Der Backofen bietet die Möglichkeit, gemeinsam feines Brot, die traditionelle Torta di pane oder Pizza zu backen. Beim Festa del mulino, dem Mühlefest in Calonico, das im Rahmen des schweizweiten Schweizer Mühletags stattfand, wurden die Mühle und der Backofen vorgeführt. Die restaurierte Mühle kann besichtigt werden.

Wegverläufe

Die zweite Etappe der Strada Alta führt von Osco nach Anzonico und umfasst 13,3 Kilometer mit 480 Metern Aufstieg und 628 Metern Abstieg. Eine tiefer verlaufende Variante der Strada Alta führt durch Wiesen und Wälder in Richtung Calonico. Die Route führt über Prato Bello, Kastanienwälder und den Bosco Salvagata weiter nach Anzonico. Die genannten Höhenmeter und die verschiedenen Wegführungen lassen sich direkt miteinander vergleichen, bevor Sie Ihre Planung festlegen.

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Umgebung

Die Umgebung des Spielplatzes Calonico ist ruhig; dort hört man das Rauschen eines Baches, und im Herbst hat der Ort einen besonderen Reiz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Faido.

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