Agarone: Historische Wege und Kultur
Rund um Agarone liegen die Percorsi Benessere, ein kostenloses Netz hügeliger Wege für Fitnessaktivitäten in der näheren Umgebung. Das Netz beginnt und endet an der Via Medoscio; Informationstafeln und eine eigene Beschilderung weisen den Weg. Agarone ist ein Weiler von Cugnasco.
Wege
Die Buslinie 62.322 verbindet Tenero, Gordola, Agarone und Medoscio. Der historische Weg er Carèe di Ciossètt führte von Agarone nach Gordola, bevor 1923–1924 die befahrbare Straße gebaut wurde. Der Sentée di Rüngh führt von der Via Agarone über eine Treppe im östlichen Teil Agarones zum Sentée di Fontái. Die Strécc d’Agarói sind Wege innerhalb Agarones, die mit Kopfsteinpflaster und Granitplatten befestigt sind. Der Sentée dal Sasséll ist ein nahezu ebener Weg vom östlichen Agarone zum Ort Fontanáscia, wo er in die gleichnamige Straße mündet. Der Sentée di Crestítt verbindet die Via Vaslina mit der Via Agarone; sein unterer Abschnitt besteht aus einer steilen Treppe.
Eine weitere Route beginnt in Agarone: Der Wanderweg Agarone–Cugnasco-Gerra–Pianrestello führt über Sentee Piatòm und Sentee Berögna in Richtung Cugnasco-Gerra. Er überquert den Fluss Riarena und führt anschließend bei Pianrestello auf dem Sentiero Brancadella durch einen Wald bergauf. Unterwegs bietet der Weg einen Blick auf den Lago Maggiore. Die Hin- und Rückstrecke ist 5 km lang, umfasst 437 Höhenmeter und dauert geschätzt 2,5 bis 3 Stunden. Die Angaben zu Wegführung, Steigung und Dauer geben Ihnen eine direkte Grundlage für die eigene Planung.
Kultur und Geschichte
Die Kapelle Capèla di Dázzi liegt an der alten Karrenstraße zwischen Agarone und Gordola. In ihr befindet sich ein Gemälde der Madonna mit Kind aus dem Jahr 1595, das 1945 und 2000 restauriert wurde. In Gerra wurde vom Mittelalter bis in die 1950er- beziehungsweise 1960er-Jahre Transhumanz praktiziert: Familien wechselten ab April oder Mai zwischen Ebene, Tal, Maiensässen und Alpen und kehrten zwischen Oktober und April zurück.
Das Torchio di Agarone ist eine im 17. Jahrhundert errichtete historische Ölpresse mit der Jahreszahl 1610. Es befindet sich in einem steinernen Mauerwerksgebäude mit einem Dach aus Steinplatten und ist noch vollständig erhalten, aber nicht mehr funktionsfähig. Mit dem Torchio sind außerdem 1671 als Baujahr und 1965 als Instandsetzung verbunden. Die Hebelpresse in Agarone ist der Parzelle 647 zugeordnet und befindet sich in einem freistehenden Gebäude innerhalb des Ortskerns. Das Gemälde „Madonna del Rosario“ ist Agarone zugeordnet.
In Cugnasco wurde die Kirche Santa Maria delle Grazie am 8. September 1463 eingeweiht, 1895 restauriert und besitzt Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die ehemalige Pfarrkirche San Martino von Dido besitzt Fresken aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert; die Kapelle Sant’Anna e San Cristoforo in Curogna besitzt Fresken aus dem 15. und 17. Jahrhundert. Der Karneval Sciavatt e Gatt gehört zum kulturellen Leben des Gemeindegebiets; „Sciavatt“ und „Gatt“ sind die Spitznamen der Einwohner von Cugnasco beziehungsweise Gerra.
Geografische Einordnung
Die verschiedenen Ortsteile von Cugnasco-Gerra und das Gebiet La Monda gelten als Ausgangspunkte für Ausflüge. Der Raum am Nordende des Lago Maggiore, die Ebene, in der der Ticino in den See mündet, und die nordwestlichen Berghänge sind von Weinbergen umgeben.
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