Claro: Kloster, Kultur und Tessiner Landschaft

File:Pizzo di Claro - Bellinzona.jpg File:Pizzo di Claro - Bellinzona.jpg Foto: Paradise Chronicle via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Geografische Einordnung

Claro liegt am linken Ufer des Flusses Ticino auf 270 Metern über dem Meeresspiegel. Der Ort liegt an der Kantonsstrasse zwischen Biasca und Bellinzona. Weitere verknüpfte Ziele sind Cresciano und Biasca.

Der Weg zum Kloster

Der Weg zum Benediktinerkloster Santa Maria Assunta beginnt in Claro unmittelbar hinter der Sant'Ambrogio-Kirche am Ortsende. Die Route „Claro und sein Kloster“ ist 6,4 Kilometer lang, dauert etwa 2 Stunden und 30 Minuten und weist 506 Höhenmeter Aufstieg auf. Sie führt zum Weiler Cavri und zurück durch Kastanienwälder. Vom Kloster Santa Maria Assunta reicht der Blick über das Rivieratal von Bellinzona bis Biasca. Das Kloster steht auf einem Felsvorsprung oberhalb von Claro, inmitten von Kastanienwäldern.

Eine von Claro abfahrende Seilbahn ermöglicht den Zugang zum Kloster auch Personen, die nicht zu Fuß gehen möchten oder können. In der Pförtnerloge des Klosters Santa Maria Assunta werden hausgemachte Kekse, Konfitüren und Honig verkauft. Die Kombination aus Streckenlänge, ungefährer Gehzeit und Höhenmetern macht den Fußweg transparent planbar; die Seilbahn bildet eine andere Zugangsmöglichkeit.

Klosterkirche und Kunst

Das Benediktinerkloster Santa Maria Assunta oberhalb von Claro wurde 1490 gegründet und ist das älteste Kloster im Tessin. Die Kirche des Klosters stammt aus dem Jahr 1300. Sie enthält drei neoklassizistische Altäre und Wandmalereien aus dem späten 15. Jahrhundert. In einem Seitenaltar befindet sich die Pietà, eine vergoldete und bemalte Skulpturengruppe aus Lindenholz aus dem 15. oder 16. Jahrhundert.

Das Oratorio di S. Ambrogio wurde 1756 wiedererrichtet und bewahrt im Chor Fresken des aus dem Bleniotal stammenden Malers Carlo Biucchi, die 1863 teilweise von den Calgari überarbeitet wurden. Die Pfarrkirche der Heiligen Rochus und Sebastian in Claro wurde im 16. Jahrhundert über einem bereits bestehenden Oratorium errichtet und 1970 restauriert. In der Kirche finden sich dekorative Stuckarbeiten des Künstlers G. B. Rezia da Porlezza aus dem 17. Jahrhundert.

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Geschichtsspuren in Claro

Die Casaforte dei Magoria ist ein spätmittelalterliches Gebäude aus dem 13. Jahrhundert, das als lokales Kulturgut geschützt ist; ein kantonaler Schutz wurde vorgeschlagen. Der historische Saumpfad zum Kloster Santa Maria Assunta gilt im gesamten Gebiet von Claro als der Weg mit der bedeutendsten historischen Substanz.

Zu den in Claro identifizierten archäologischen Überresten gehören ein megalithischer Kultplatz, eine befestigte eisenzeitliche Fundstelle am Zugang zu den Alpenpässen, mehrere Siedlungsterrassen aus verschiedenen Epochen und Nekropolen. Archäologische Überreste in Claro zeugen von der regionalen Bedeutung des Ortes in der Zeit von der Vorgeschichte bis zum Hochmittelalter.

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