Mannenbach am Untersee: See, Bahn und Kultur entdecken
Mannenbach-Salenstein liegt am Südufer des Untersees gegenüber der Insel Reichenau. Wasserzugang und Badeinsel stehen für den Aufenthalt am See, die Solarfähre für eine wetterabhängige Verbindung, Schloss, Kapelle und Bahnhof für historische, bauliche und bildnerische Bezugspunkte.
Die Lage am Untersee verbindet damit mehrere klar unterscheidbare Ortsmerkmale: den öffentlichen Badeplatz am Wasser, die Verbindung zur Insel Reichenau sowie historische Gebäude und Darstellungen im Ort. Auch der Bahnhof gehört zu diesem Bild, weil er sowohl mit der Verkehrsgeschichte als auch mit dem heutigen Weg zur Schifflände verbunden ist.
Wasser
Die Badi Mannenbach ist ein öffentlicher Badeplatz direkt am Untersee. Sie verfügt über eine Liegewiese, einen direkten Zugang zum Bodensee und eine Badeinsel. Zur Badi gehören außerdem eine Umkleidekabine, eine Dusche, ein Kinderspielplatz und eine Grillstelle. Der direkte Wasserzugang und die Badeinsel stehen neben der Liegewiese und den Einrichtungen an Land. Für die Tagesplanung lassen sich Aufenthalt im Wasser, Liegezeit und Pausen an Land als verschiedene Schwerpunkte benennen.
Damit umfasst der Badeplatz sowohl den Aufenthalt am Wasser als auch Bereiche für die Zeit an Land. Die genannten Einrichtungen markieren unterschiedliche Bestandteile desselben öffentlichen Ortes: Liegewiese, Wasserzugang und Badeinsel gehören zum Uferbereich, während Umkleidekabine, Dusche, Spielplatz und Grillstelle die Ausstattung ergänzen.
Verkehr
Die Solarfähre Insel Reichenau verkehrt zwischen der Insel Reichenau und dem Schweizer Ort Mannenbach. Sie verkehrt generell nur bei trockenem, gewitterfreiem und windarmem Wetter. Die Schifflände ist vom Bahnhof Mannenbach aus in 10–12 Gehminuten erreichbar. Für Ihre Planung sind Wetterbedingung und Gehzeit getrennte Punkte: Das eine betrifft den Fährbetrieb, das andere den Weg vom Bahnhof zur Schifflände. Wenn Sie Bahn und Boot kombinieren, können Sie beide Angaben unabhängig voneinander berücksichtigen.
So stehen bei dieser Verbindung zwei verschiedene Aspekte nebeneinander: die Strecke der Fähre zwischen Mannenbach und der Insel Reichenau sowie die Bedingungen, unter denen sie verkehrt. Der Bahnhof ergänzt diese Verbindung um einen Fußweg zur Schifflände; die angegebene Gehzeit bleibt dabei eine eigene Information neben dem wetterabhängigen Fährbetrieb.
Verkehrsgeschichte
Mannenbach wurde am 17. Juli 1875 durch die Aufnahme des Betriebs auf der Bahnstrecke Etzwilen–Konstanz/Kreuzlingen Hafen an das Schienennetz angeschlossen. Bei der Einordnung können Sie das Datum und den Streckennamen getrennt von der heutigen Gehzeit zur Schifflände betrachten.
Kultur
Schloss Louisenberg steht unter rechtskräftigem Schutz und ist als besonders wertvoll eingestuft. Es wurde 1835/36 für den Marquis de Crenay anstelle des abgebrochenen, baufälligen Kaplaneigebäudes erbaut. Schloss Louisenberg ist ein dreigeschossiger klassizistischer Sitzbau über einem Hochparterre.
Ortsbild
In der Aloysius-Kapelle in Mannenbach-Salenstein erzählen Wandmalereien die Geschichte der Kreuzauffindung durch Kaiserin Helena. Mannenbach-Salenstein ist im Schweizer Inventar der schützenswerten Ortsbilder aufgeführt. Das Bahnhofsgebäude Mannenbach-Salenstein soll als Vorbild für den Einheitsbahnhof in Württemberg gedient haben.
Schloss Louisenberg, die Aloysius-Kapelle und das Bahnhofsgebäude verweisen dabei auf unterschiedliche historische und bauliche Themen. Beim Schloss stehen Schutzstatus, Entstehungszeit und klassizistische Form im Vordergrund. In der Kapelle ist es die Darstellung der Kreuzauffindung, während das Bahnhofsgebäude mit seiner möglichen Vorbildfunktion für den Einheitsbahnhof in Württemberg verbunden ist.
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