Randa entdecken: Bergsturz, Europaweg und Kirchenkunst

Randa aerial 180 panorama Randa aerial 180 panorama Foto: Alexey M. via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Bergsturz von Randa war ein dreiteiliges Bergsturzereignis am Längenfluhberg im Jahr 1991. Innerhalb von drei Wochen stürzten rund 30 Millionen Kubikmeter Fels ab; die Topografie des Mattertals wurde stark verändert.

Wenn Sie weitere Reiseideen vormerken möchten, können Sie auch Visperterminen, Grächen, Saas-Fee, Saas-Almagell, Staldenried, Stalden, Sankt Niklaus und Zermatt einbeziehen.

Landschaft

Auf dem Schuttkegel des Bergsturzes von Randa sind noch heute Felsblöcke von der Grösse eines Einfamilienhauses sichtbar. Lärchen erobern dieses Gelände als Pionierbäume der Alpen wieder.

Unterwegs

Der Dorfweg Randa (Nr. 133) beginnt und endet am Bahnhof Randa und führt durch das Dorf. Von oben bietet er einen Blick auf das Dorf und das eindrückliche Bergpanorama.

Die Charles-Kuonen-Hängebrücke liegt auf dem Europaweg zwischen Grächen und Zermatt und ist 494 Meter lang. Oberhalb von Randa liegt direkt am Europaweg zwischen Grächen und Zermatt die Europahütte. Sie verfügt über 42 Schlafgelegenheiten und ist von Randa aus auf verschiedenen Wegen in etwa 2 bis 2¼ Stunden erreichbar.

Auf einem Felskamm hoch über der imposanten Felsschlucht Kintole liegt die Kinhütte auf 2584 Metern inmitten der Viertausender der Mischabelgruppe. Sie ist Ausgangspunkt für viele Hochtouren und Wanderungen und eignet sich als Etappenort am Europaweg. Eine Wanderung zur Kinhütte führt über Randa; die Route beginnt am Bahnhof Randa und führt über Hauspil und Grüengarten zur Hütte.

Die Wanderung von Randa zur Domhütte dauert etwa 4½ Stunden. Die Hütte liegt auf 2940 Metern unterhalb der Seitenmoräne des Feschtigletschers. Von Randa aus ist Zermatt mit dem Zug in etwa 15 Minuten erreichbar.

Die unterschiedlichen Weglängen und Gehzeiten lassen sich direkt vergleichen, wenn Sie Ihre Tagesplanung zwischen Dorfweg, Europaweg und anspruchsvolleren Hüttenwegen abstimmen.

Kultur

Das Wohnmuseum Lorihiischi ist ein historisches Gebäude in Randa aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Es vermittelt Einblicke in das bäuerliche Alltagsleben vom 17. bis 20. Jahrhundert in einem Walliser Bergdorf.

Die vergrösserte Barockkirche von Randa stammt aus dem Jahr 1717 und wurde 1932 mit Wandmalereien von J. Salzgeber versehen. Die römisch-katholische Kirche von Randa ist dem heiligen Sebastian geweiht und im Schweizerischen Inventar der Kulturgüter von regionaler Bedeutung (KGS-Inventar) eingetragen. Den Hochaltar schuf 1735 der Bildhauer Anton Sigristen aus Glis.

Seit 2018 ist die Ausstellung Bergsturz Randa als Dauerausstellung in einem umgebauten Stall der Pfarrei direkt neben der Kirche von Randa zu sehen. Eine Ausstellung neben der Kirche von Randa behandelt den Bergsturz von 1991 mit Bildern, kurzen Texten, Geschichten von Betroffenen und Zeitungsausschnitten. Das Gebäude der Ausstellung Bergsturz verfügt über zwei grosse Öffnungen mit Blick auf den Bergsturz.

Der Kreuzweg Randa mit 14 Stationen wurde im Sommer 1937 auf dem Weg von der Fluhbrücke zum Kapellchen errichtet. Der Kreuzweg Randa ist ein Anziehungspunkt für Pilger und Wanderer. Von ihm eröffnet sich ein Blick auf die Gipfel Dom und Weisshorn sowie auf die Bergwelt von Zermatt, Täsch und Randa.

Weitere Erlebnisse

Zu den Winterangeboten in Randa gehören Winterwandern, Schneeschuhwandern, Langlauf und ein Eisfeld.

Die Schatzsuche Randa ist eine Familien-Schatzsuche durch das Dorf mit Hinweisen auf einer Schatzkarte, einem letzten Rätsel und einem Schatz am Ende. Sie ist auf Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar und kann ganzjährig gespielt werden.

Zwischen Täsch und Randa liegt in der Talebene der 9-Loch-plus-Golfplatz des Golfclubs Matterhorn mit neun Greens und 18 Abschlägen. Auf der Driving Range des Golfclubs Matterhorn können auch Golfunerfahrene erste Schwünge probieren.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Visp.

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