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Horgen am Zürichsee: Natur, Wege und Geschichte

Unterkünfte in Horgen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Zum Bezirk Horgen gehören die westliche Uferseite des Zürichsees, das Sihltal und die Albis-Bergkette. Als Wanderlandschaft umfasst er Ufer am Zürichsee, das bewaldete Sihltal, die Albis-Bergkette, Hügel, Schluchten und ausgedehnte Waldgebiete. Wanderungen führen durch Flusslandschaften; dabei können Sie Wildtiere beobachten und Panoramablicke über den Zürichsee und die umliegende Landschaft erleben. Unterschiedliche Strecken, Geländeformen und Themen lassen sich so getrennt betrachten, wenn Sie Spaziergänge, historische Wege und längere Etappen miteinander vergleichen.

Horgen - Zimmerberg - Helvetia Horgen - Zimmerberg - Helvetia Foto: Roland zh via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Ergänzend stehen Ihnen Ortsseiten zu Thalwil, Rüschlikon, Horgen, Hirzel, Adliswil, Schönenberg, Kilchberg, Wädenswil, Richterswil und Langnau Am Albis zur Verfügung.

Natur

Die Moorlandschaft Hirzel erstreckt sich von den Gemeinden Hirzel und Schönenberg über Horgen bis nach Wädenswil. Sie umfasst 480 Hektaren und zählt zu den sechs Moorlandschaften von nationaler Bedeutung im Kanton Zürich.

Der Wildnispark Zürich Sihlwald ist ein geschütztes Waldreservat, in dem seit dem Jahr 2000 keine Bäume mehr gefällt werden. Im Sihlwald stehen jahrhundertealte Buchen; der hohe Anteil an Totholz dient seltenen Insekten und Pilzen als Lebensraum. Im Wildnispark Zürich Langenberg können Sie Wölfe, Braunbären, Elche, Wildschweine und weitere Wildtiere auf Waldwegen in weitläufigen, naturnahen Anlagen beobachten.

Die Halbinsel Au liegt zwischen Horgen und Wädenswil am Zürichsee und verbindet attraktive Wanderwege, Badeplätze und historische Gebäude. Zu ihr gehören Wiesen, Wälder, Rebberge, der kleine Ausee, das Ufer des Zürichsees und ein Badeplatz.

Wege

Zu den offiziellen Wandervorschlägen gehört eine entsprechend markierte, hindernisfreie Wanderroute vom Bahnhof Horgen über Au (ZH) bis zum Bahnhof Wädenswil. Das Besucherzentrum des Wildnisparks Zürich im Sihlwald bietet einen Spielplatz, Feuerstellen und überdachte Picknickplätze für eine Pause.

Der Saumweg ist eine historische Wanderung über den Hirzel zwischen Horgen und Sihlbrugg. Er folgt den Spuren der Säumer, die dort rund 600 Jahre lang Waren mit Maultieren transportierten. Der markierte Saumweg erinnert an die Handelsroute zwischen dem Zürichsee und der Innerschweiz, die zwischen 1230 und 1830 genutzt wurde.

Der Spaziergang Horgen–Aabachtobel–Au legt Sandstein- und Mergelschichten der oberen Süßwassermolasse frei und führt am Aabach teilweise über Metalltreppen, an Becken und Felsabschnitten entlang. Die Wanderung führt zu einem Wasserfall an einem Seitenbach und anschließend zum Zürichsee und zur Halbinsel Au; abschnittsweise verläuft der Uferweg über Holzstege durch Schilf. Sie beginnt bei Horgen an der Hüttenstrasse und endet am Bahnhof Au oder an der Schiffstation Halbinsel Au.

Die Wanderung von Richterswil nach Schönenberg führt durch eine Abfolge von Gewässerlandschaften mit Mülitobel, Sternenweiher, Itlimoosweiher, Hüttnerseeli und der Sihlschlucht. Der Sihl-Erlebnisweg verläuft in sieben Etappen von der Sihl in Richtung Zürich und führt durch den Wildnispark Zürich Sihlwald.

Kultur

Zu den historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten im Bezirk Horgen gehören die reformierte Kirche von Hirzel, die Ruinen der Schnabelburg, das Bergwerk Käpfnach, das Johanna-Spyri-Museum in Hirzel und das Sust Museum Horgen.

Das Sust Museum Horgen befindet sich im ältesten bekannten Gebäude der Gemeinde. Das Gebäude ist über 500 Jahre alt und diente bis 1835 als Warenumschlagplatz und Zollstation. Seit 2022 zeigt das Museum wechselnde Ausstellungen zur Geschichte des Dorfes sowie zum Leben und zu den Menschen in Horgen.

Das Johanna-Spyri-Museum befindet sich im ehemaligen Dorfschulhaus auf dem Hirzel, in dem Spyri in den 1830er Jahren zur Schule ging, und zeigt eine Ausstellung über ihr Leben. Das Museum im Kirchturm der katholischen Pfarrei St. Josef erstreckt sich über drei Etagen und zeigt die Geschichte der katholischen Pfarrei Horgen von 1872 bis 1978.

Zum Besuchserlebnis im Bergwerk Käpfnach gehört eine 1,4 Kilometer lange Fahrt durch einen Eisenbahntunnel. Das Bergbaumuseum Käpfnach befindet sich in einem ehemaligen Kohlebunker und erklärt den lokalen Kohlebergbau mit Filmen, Diagrammen, Lampen, Werkzeugen und Fossilien. Der Bachlauf führt über historische Stationen vom Bergweiher bis zum See und kann vor Ort mit dem Smartphone oder virtuell erkundet werden.

Auf der Halbinsel Au zeigt eine Ausstellung in einer historischen Scheune den Weinbau in Vergangenheit und Gegenwart und vermittelt seinen Einfluss auf die Region.

Die Fundstelle Horgen-Scheller gab der Horgener Kultur ihren Namen; diese wird auf den Zeitraum von 3300 bis 2800 v. Chr. datiert. Horgen-Scheller gehört zum UNESCO-Welterbe der Pfahlbauten rund um die Alpen. Zugleich gehört Horgen-Scheller zu den Pfahlbaufundstellen an den Ufern des Zürichsees, die als umfassende Bodenarchive aus der Stein- und Bronzezeit gelten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zürich.

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