Pfungen entdecken: Tösslandschaft, Wanderwege und Geschichte
Pfungen ist eine politische Gemeinde und ein Dorf im Bezirk Winterthur des Kantons Zürich in der Schweiz. Im unteren Tösstal haben Gletscher und die Gewässer der Eiszeiten die Landschaft geformt; im Norden bildet die Töss die natürliche Grenze der Gemeinde.
Natur und Landschaft
Der Kiesweiher in der Cholschwärzi und seine Umgebung sind ein kantonales Naturschutzgebiet. Die Tössallmend besitzt kiesigen, wasserdurchlässigen Boden, der sich für einen artenreichen Trockenstandort eignet. Im Rahmen ihrer Aufwertung wurde auf etwa einem Hektar nährstoffreiches Bodenmaterial abgetragen, um eine Magerwiese zu schaffen, und auf 200 Quadratmetern eine Sandlinse als Lebensraum für bodennistende Wildbienen angelegt. Das Projekt schafft Lebensräume für seltene Pflanzen-, Heuschrecken-, Schmetterlings- und Schneckenarten. Am Tössdamm bei Pfungen steht ein öffentlich zugänglicher Beobachtungsturm. Zwischen Grabi und Bläutschi beim Forsthaus Pfungen verfügt die Holenwiese über zwei gemauerte Feuerstellen mit Grillrost, Brennholz sowie Tische und Sitzbänke.
Wandern und Radfahren
Die Rundwanderung «Von Pfungen um den Irchel» beginnt in Pfungen, führt über Dättlikon und kehrt nach Pfungen zurück. Die Route ist 10 Kilometer lang und dauert etwa 3,5 Stunden; unterwegs verläuft sie durch Rebberge, Wäldchen und Obstplantagen sowie zu den Weilern Mittlerhueb und Oberhueb. Ein Weg von Pfungen zu historischen Stätten führt über den Multberggrat, den Seebelsattel und den Beerenberg ins Weiertal. Durch die Grabi und das Hölltobel geht ein weiterer Weg über Stufen und Stege auf das Brüttener Plateau. Ein Radweg führt von Pfungen über Waldi und Niederfeld (Wülflingen) nach Winterthur oder durch den Blauen nach Embrach. Pfungen liegt an der Bahnlinie Winterthur–Bülach–Koblenz–Basel.
Geschichte und Kultur
Die Route zum Berenberg-Kloster beginnt am Bahnhof Pfungen-Neftenbach und führt zunächst zum öffentlich zugänglichen Schlosspark von Pfungen. Sie verläuft an der westlichen Flanke des Rumstals entlang zum Grabibach-Tobel, einer schmalen, steilen Schlucht in bewaldetem Gelände. Bei der Route stehen die restaurierten Grundmauern der ehemaligen Klosteranlage von Berenberg und ein benachbarter Rastplatz; Informationstafeln vermitteln die Geschichte des ehemaligen Franziskaner- und späteren Augustinerstifts. Auf dem Weg zurück nach Pfungen führt die Route über die ehemalige Burgstelle Multberg, die 1309 nach rund einem halben Jahrhundert ihres Bestehens von den Habsburgern zerstört wurde. Zu den historischen Quartieren von Pfungen gehören Hinderdorf, Oberdorf, Reckholdern und Buck; sie zeugen vom Pfungen des 19. Jahrhunderts und von den bescheidenen Anfängen des Dorfes. Zur Geschichte von Pfungen gehören die Freiherren von Wart; die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1322. Die Villa Schlosshalde an der Dorfstrasse 14 ist in der Schweiz als Kulturgut von nationaler Bedeutung ausgewiesen. Im näheren Umfeld befindet sich das gemeinsame Ortsmuseum Pfungen-Dättlikon im Spörri- und Bretscherhaus in Dättlikon; von April bis Oktober ist es jeweils am ersten Sonntag des Monats von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Ortsleben
In den Sommermonaten betreibt der Verein an der Dorfstrasse 22 in Pfungen einen (Zwei-)Wochenmarkt unter dem Namen MÄRT-TRÄFF Pfungen; vor Ort werden kulinarische Angebote angeboten. Die Pfungemer Dorfet bietet ein Bühnenprogramm mit Darbietungen von Pfungemer Talenten sowie Auftritten des Musikvereins, der Jugendmusikschule und des Frauenchors. Die 15. Pfungemer Dorfet findet am 13. und 14. September statt.
Ergänzend finden Sie Ortsseiten zu Elgg, Turbenthal, Hofstetten, Wiesendangen, Winterthur, Elsau, Altikon und Rickenbach.
Wasser und Freizeit
Das Freibad «Reckholdern» liegt am Dorfrand von Pfungen in Richtung Rumstal; der Mühlebach fliesst durch das Areal und kann dort zum Spielen genutzt werden. Das Schwimmbad Reckholdern verfügt über ein 25-Meter-Schwimmbecken, ein 20-Meter-Kinderbecken und ein Planschbecken. Dazu kommen ein Sprungturm, ein Beachvolleyballplatz, eine Grillstelle, ein Kiosk mit Restaurant sowie eine Spiel- und Liegewiese. Gegen eine Gebühr können beim Ornithologischen Verein Tageskarten zum Fischen gelöst werden.
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