Kunstmuseum Basel
Das Kunstmuseum Basel bewahrt eine öffentliche Sammlung mit einer Geschichte, die bis 1661 zurückreicht. Heute verteilen sich die Werke auf Hauptbau, Neubau und Haus Gegenwart. Die Sammlung reicht vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart; zu ihren bekannten Arbeiten zählt Hans Holbeins «Der tote Christus im Grab».
Das Kunstmuseum Basel
Foto: Wladyslaw Sojka
Kunstmuseum Basel: fünf Fakten zu Sammlung und Häusern
- Die Stadt Basel und die Universität erwarben 1661 das Amerbach-Kabinett.
- Der Hauptbau wurde 1936 eröffnet; der Neubau kam 2016 hinzu.
- Zum Museum gehören Hauptbau, Neubau und Haus Gegenwart.
- Der Hauptbau zeigt Werke vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert sowie klassische Moderne und Nachkriegsmoderne.
- Das Haus Gegenwart präsentiert zeitgenössische Kunst aus Beständen des Kunstmuseums und der Emanuel Hoffmann-Stiftung.
Vom Amerbach-Kabinett zur öffentlichen Sammlung
Der Ursprung des Kunstmuseums liegt im Amerbach-Kabinett. Die Stadt Basel erwarb die Sammlung des Gelehrten Basilius Amerbach 1661 gemeinsam mit der Universität. Mit der Öffnung entstand eine öffentliche Kunstsammlung, deren Bestand über Jahrhunderte erweitert wurde. Diese Geschichte verbindet bürgerliches Sammeln, wissenschaftliches Interesse und den Auftrag, Werke für ein Publikum zugänglich zu machen.
Die Sammlung umfasst Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Druckgrafik. Ihre ältere Abteilung beginnt mit Werken aus der Zeit um 1400. Der Basler Maler Konrad Witz und Hans Holbein der Jüngere bilden wichtige Bezugspunkte der lokalen Kunstgeschichte. Holbeins «Der tote Christus im Grab» ist ein prägnantes Beispiel: Die ungewöhnliche Darstellung des toten Körpers und die schmale Bildfläche lenken die Aufmerksamkeit auf die materielle Präsenz des Motivs. Zusammen mit Porträts und religiösen Arbeiten lässt sich Holbeins Verbindung zu Basel in verschiedenen Gattungen nachvollziehen.
Spätere Sammlungsbereiche führen zu Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts und zur Gegenwart. Werke aus unterschiedlichen Epochen eröffnen Vergleiche zu Bildaufbau, Technik und künstlerischen Fragestellungen. Ein Besuch kann sich auf einzelne Schwerpunkte konzentrieren oder den Wandel von mittelalterlicher Tafelmalerei zu moderner und zeitgenössischer Kunst verfolgen. Die Sammlungsgeschichte ist dabei nicht von der Stadtgeschichte zu trennen: Das öffentliche Kabinett von 1661 entwickelte sich zu einer Institution mit mehreren Häusern und einem international geprägten Bestand.
Drei Häuser mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Hauptbau und Neubau liegen am St. Alban-Graben in der Basler Innenstadt. Der Hauptbau wurde 1936 eröffnet und beherbergt ältere Sammlungsbestände bis zur klassischen Moderne und Nachkriegsmoderne. Der 2016 eröffnete Neubau von Christ & Gantenbein dient Sonderausstellungen und Präsentationen aus der Sammlung. Die beiden Gebäude bilden den zentralen Teil des Museumsbesuchs.
Das Haus Gegenwart befindet sich am St. Alban-Rheinweg. Es zeigt zeitgenössische Kunst aus der Sammlung des Kunstmuseums Basel und aus der Emanuel Hoffmann-Stiftung. Damit ergänzt es den längeren historischen Bogen des Hauptbaus um künstlerische Positionen der Gegenwart. Die drei Häuser gehören zu einer Institution, haben aber verschiedene Ausstellungsschwerpunkte. Der Weg vom St. Alban-Graben zum Haus Gegenwart führt durch das St. Alban-Quartier und lässt sich in einen Spaziergang durch die Stadt einbetten.
Die Ausstellungen und Sammlungspräsentationen verbinden die Häuser jeweils unterschiedlich. Wer sich besonders für ältere Malerei interessiert, kann den Hauptbau priorisieren; für Sonderausstellungen gehört der Neubau dazu. Das Haus Gegenwart eröffnet einen Zugang zur zeitgenössischen Kunst. Die konkrete Verteilung kann sich mit dem Programm verändern; die offizielle Besuchsplanung des Kunstmuseums bündelt Angaben zu Häusern und Zugang.
Ein Kunsttag in Basel
Das Kunstmuseum liegt zentral in Basel und lässt sich mit einem Spaziergang durch die Innenstadt oder entlang des Rheins verbinden. Als weitere Basler Station setzt die Fondation Beyeler in Riehen Kunst in Beziehung zu Museumsarchitektur und Park. Das Vitra Design Museum bei Basel widmet sich Design und Architektur, liegt aber bereits in Weil am Rhein auf deutscher Seite.
Die drei Häuser ermöglichen unterschiedliche Besuchslängen. Ein kurzer Rundgang kann sich auf einen Sammlungsbereich oder eine Ausstellung konzentrieren; wer alle drei besuchen möchte, sollte den Weg zwischen Innenstadt und St. Alban-Rheinweg mitdenken. Die Wahl hängt davon ab, ob historische Sammlung, Sonderausstellung oder Gegenwartskunst im Mittelpunkt steht. Damit kann das Kunstmuseum Teil eines längeren Kulturtags oder ein eigenständiges Ziel sein.
FAQ zum Kunstmuseum Basel
Wie alt ist die öffentliche Sammlung?
Ihr Ursprung liegt im Amerbach-Kabinett, das die Stadt Basel und die Universität 1661 erwarben.
Was unterscheidet die drei Häuser?
Der Hauptbau umfasst ältere Sammlungen bis zur Moderne, der Neubau Sonderausstellungen und Sammlungspräsentationen, das Haus Gegenwart zeitgenössische Kunst aus dem Kunstmuseum und der Emanuel Hoffmann-Stiftung.
Welches Werk Holbeins ist besonders bekannt?
«Der tote Christus im Grab» gehört zu den bekannten Werken der Sammlung und zeigt Holbeins Basler Schaffen in einer ungewöhnlichen Darstellung.