Zoos in der Schweiz
Ein Zoobesuch in der Schweiz lässt sich gut mit einem Stadtaufenthalt verbinden. Die beiden Zoos Zürich und Basel liegen in unterschiedlichen städtischen Umgebungen und setzen eigene Schwerpunkte. In Zürich prägt der Masoala Regenwald als grosses begehbares Ökosystem den Rundgang; der Zoo Basel verbindet weitläufige Gartenbereiche mit thematisch verschiedenen Tieranlagen mitten in der Stadt. Wer den Besuch auswählt, kann deshalb zuerst überlegen, ob ein besonderer Lebensraum, mehrere unterschiedliche Anlagen oder die Verbindung mit einem Stadtprogramm im Vordergrund stehen soll. Die folgenden Porträts bieten einen Einstieg in Zoo Zürich und Zoo Basel.
Zoos in der Schweiz - Sie werden Augen machen
Foto: MySwitzerland.com
Zoo Zürich: Regenwald als eigener Schwerpunkt
Der Zoo Zürich liegt am Zürichberg und bietet mit dem Masoala Regenwald einen Rundgang, der sich deutlich von einem klassischen Weg zwischen einzelnen Aussenanlagen unterscheidet. Im überdachten Bereich erleben Besucherinnen und Besucher ein tropisches Miniökosystem mit dichter Bepflanzung und frei beweglichen Tieren. Der Zoo beziffert die Fläche des Regenwalds auf rund 11.000 Quadratmeter; dort wachsen etwa 500 Pflanzenarten und leben rund 40 Wirbeltierarten. Diese Grössenordnung erklärt, warum der Bereich Zeit zum Beobachten braucht: Tiere sind zwischen Pflanzen und verschiedenen Ebenen nicht immer sofort zu entdecken. Der Baumkronenweg eröffnet eine zusätzliche Perspektive auf den Lebensraum. Der Masoala Regenwald wurde 2003 eröffnet, der Weg durch die Baumkronen kam 2013 hinzu.
Der Besuch im Masoala eignet sich besonders, wenn ein Rundgang durch einen zusammenhängend gestalteten Lebensraum den Tag prägen soll. Aufmerksames Beobachten gehört dazu: Vögel, Reptilien oder Säugetiere können sich im Grün zurückziehen, sodass langsames Gehen und kurze Pausen mehr zeigen als ein rascher Durchgang. Das Thema des Lebensraums verbindet sich mit dem Naturschutzprojekt des Zoos auf Madagaskar. Wer vor allem verschiedene Tiergruppen und Landschaftsbilder sehen möchte, kann den Regenwald als einen Schwerpunkt innerhalb des gesamten Zoos einordnen und weitere Anlagen in den Tagesplan aufnehmen. Das Stadtporträt Zürich hilft, Zoo und andere Ziele der Stadt in einem längeren Aufenthalt zu verbinden.
Für die Anreise aus der Zürcher Innenstadt führen Tram- und Busverbindungen zum Zoo; die konkrete Verbindung hängt vom Ausgangsort und Reisetag ab. Wer mit der Bahn nach Zürich kommt, kann die städtische Weiterfahrt in die Planung einbeziehen. Die Anfahrt mit dem Auto ist wegen der begrenzten Zahl von Parkplätzen weniger flexibel. Eine Verbindung mit der Altstadt, einem Museumsbesuch oder einem Spaziergang sollte auch die Lage am Zürichberg berücksichtigen: Der Zoo ist ein eigener Programmpunkt und nicht direkt Teil der Innenstadtgassen. Anfahrt, Wegstrecke innerhalb des Zoos und Pausen lassen sich sinnvoll gemeinsam planen, besonders wenn mehrere Personen mit unterschiedlichen Gehgeschwindigkeiten unterwegs sind. Für weitere Ziele zwischen den Städten bietet der Überblick zu Verkehr und Transport in der Schweiz ergänzende Orientierung.
Zoo Basel: Anlagen in einer innerstädtischen Gartenlandschaft
Der Zoo Basel, vielen als «Zolli» bekannt, liegt im Zentrum der Stadt und ist vom Bahnhof Basel SBB aus erreichbar. Er wurde 1874 eröffnet. Anders als der klar umrissene Masoala-Schwerpunkt in Zürich gliedert sich das Basler Besuchserlebnis in verschiedene Anlagen und Häuser. Dazu zählen unter anderem die Afrikaanlage, Etoscha, Gamgoas, Australis, das Vivarium und der Kinderzoo. Die Afrikaanlage bringt Zebras, Strausse und Flusspferde in einer Gemeinschaftsanlage zusammen. Etoscha stellt das Thema «Fressen und Gefressen werden» in den Mittelpunkt; Gamgoas widmet sich unter anderem Löwen. Das Vivarium umfasst Fische, Amphibien, Reptilien und Pinguine. Die Auswahl macht deutlich, dass ein Besuch nicht auf eine einzige Tiergruppe oder ein einzelnes Gebäude beschränkt ist.
Im Zoo Basel lohnt es sich, zwischen Aussenanlagen und Innenbereichen abzuwechseln. Das Vivarium ist ein eigenständiger Schwerpunkt, während Anlagen wie Afrikaanlage und Etoscha verschiedene Arten und thematische Zugänge verbinden. Wer mit Kindern unterwegs ist, findet mit dem Kinderzoo eine eigene Station im Rundgang. Die Namen der Anlagen geben bereits Hinweise auf ihren Inhalt und erleichtern die Auswahl, wenn nicht die gesamte Anlage besucht werden soll. Besucherinnen und Besucher, die sich besonders für eine Tiergruppe interessieren, können den Rundgang daran ausrichten und unterwegs weitere Bereiche ergänzen. Das Porträt des Zoo Basel beschreibt den Ort ausführlicher; das offizielle Anreiseangebot des Zoos bündelt die aktuelle Orientierung für den Weg dorthin.
Durch seine zentrale Lage lässt sich der Zoo Basel leichter mit einem Besuch der Basler Innenstadt verbinden als ein Ausflugsziel ausserhalb des Stadtkerns. Bahnhof, Altstadt und Zoo können Bestandteile desselben Stadttags sein; die passende Reihenfolge richtet sich nach Ankunftszeit, gewünschter Aufenthaltsdauer und weiteren Zielen. Wer zuerst den Zoo besucht, kann den weiteren Stadtspaziergang von der verfügbaren Zeit und den Interessen der Gruppe abhängig machen. Wer umgekehrt die Altstadt vorzieht, hat den Zoo als eigenständige Ergänzung im Tagesprogramm. Das Stadtporträt Basel ordnet Sehenswürdigkeiten und Stadtbereiche ein. Für eine Reise mit mehreren Zwischenstopps gibt die Übersicht der Schweizer Städte Orientierung bei der Auswahl weiterer urbaner Ziele.
Den passenden Zoobesuch auswählen
Für die Wahl zwischen Zürich und Basel helfen drei Fragen: Was soll im Mittelpunkt stehen, wie fügt sich der Besuch in den Stadttag ein und wie viel Zeit ist für Wege und Pausen vorgesehen? Wer einen besonderen, begehbaren Regenwald erleben möchte, findet in Zürich einen markanten Schwerpunkt. Wer lieber zwischen vielen unterschiedlichen Anlagen wechselt und den Zoo mit einem Aufenthalt im Zentrum verbindet, kann Basel in Betracht ziehen. Beide Ziele lassen sich mit weiteren Stadtbesichtigungen verbinden; die Lage und der Charakter des jeweiligen Zoos unterscheiden sich jedoch.
Ein halber Tag kann für ausgewählte Bereiche genügen, während ein ausführlicher Rundgang mehr Zeit beansprucht. Die tatsächliche Dauer hängt davon ab, wie viele Anlagen besucht werden, ob Pausen eingeplant sind und ob Kinder oder Personen mit langsamem Tempo mitreisen. Bei einem Schwerpunkt wie Masoala lohnt es sich, Beobachtungszeit einzurechnen; in Basel können die Auswahl der Anlagen und der Wechsel zwischen Innen- und Aussenbereichen den Ablauf bestimmen. Eine feste Reihenfolge ist nicht für alle Gruppen nötig: Lieblingsbereiche, Wetter und Energie der Besucherinnen und Besucher können den Rundgang beeinflussen.
Vor dem Besuch ist eine praktische Aufteilung hilfreich: Anreise und Eintritt separat planen, im Zoo die gewünschten Schwerpunkte festlegen und für Essen, Ruhepausen oder einen Stadtspaziergang genügend Zeit lassen. Der Tagesablauf verbindet die Anreise mit einem Schwerpunkt im Zoo und Zeit für Essen oder Ruhepausen. Wegen seiner Lage am Zürichberg ist der Zoo Zürich ein eigener Programmpunkt; die zentrale Lage des Zoo Basel lässt sich leichter mit einem Innenstadtbesuch verbinden. Wer mit dem öffentlichen Verkehr anreist, kann die Rückfahrt und den Anschluss an den Bahnhof gleich mitdenken; bei einer Autofahrt ist die Parkplatzsituation ein eigener Planungspunkt. Für den Anschluss an weitere Ziele helfen die Stadtporträts und die Übersicht zu Verkehr und Transport.
Ein Zooausflug ist damit nicht nur eine Auswahl zwischen Tieranlagen. Er kann als eigenständiger Tagesbesuch, als Familienprogramm oder als Teil eines Städtetrips geplant werden. Zürich bietet mit dem Masoala Regenwald einen besonders klaren thematischen Schwerpunkt; Basel stellt eine Folge verschiedenartiger Anlagen im städtischen Umfeld zusammen. Wer diese Unterschiede bei der Wahl berücksichtigt und Anreise sowie Dauer passend zum eigenen Programm einplant, findet leichter den Zoo, der zum Besuch in der Schweiz passt.