Remetschwil entdecken – Kulturweg, Natur und Geschichte
Der Kulturweg Remetschwil ist ein Rundgang mit zehn Standorten und Skulpturen auf zwei Rundwegen; die beiden Routen verbinden Kunst, Natur und Lokalgeschichte, einige Punkte bieten Panoramablicke.
Geografische Einordnung
Remetschwil liegt zwischen Baden und dem Mutschellen oberhalb des Reusstals. Im Umfeld von Remetschwil prägen Landschaften wie der Höhenzug Heitersberg sowie vielfältige Geländeformen von Flusstälern bis zu bewaldeten Höhenrücken das Gebiet. Der Heitersberg ist eine alt-eiszeitliche Mittelmoräne des Reussgletschers, die in der Risseiszeit vor 350.000 bis 120.000 Jahren entstand.
Natur
In Remetschwil laden zahlreiche Wanderwege und Landschaften zu Spaziergängen in der freien Natur ein. Im Wald am Kulturweg leben Rehe, Füchse, Dachse, Eichhörnchen und viele verschiedene Vogelarten. Von einer Lichtung des Kulturwegs Remetschwil aus lässt sich der Heitersberg zu Fuss oder mit dem Velo erkunden.
Kultur
Über QR-Codes sind Informationen zu den jeweiligen Standorten des Kulturwegs abrufbar. Route 2 des Kulturwegs führt zu einem idyllischen Weiher und durch das Tobel zurück ins Dorf. Die Startskulptur lässt sich drehen und verbindet die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft mit dem Lebenszyklus.
Für weitere Ortsseiten können Sie Gebenstorf, Stetten, Killwangen, Mellingen, Würenlingen, Baden, Wettingen und Birmenstorf aufrufen.
Geschichte
Die Station «Römerzeit» des Kulturwegs im Gebiet «Grosshau» deutet ein 1948 entdecktes Brandgrab mit Waffen und Keramik als mutmassliches Grab eines helvetischen Kriegers aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Sie weist darauf hin, dass Wein in römischer Zeit häufig in Amphoren aus gebranntem Ton aufbewahrt wurde. Remetschwil wurde erstmals 1184 unter dem Namen «Reimiswil» urkundlich erwähnt. Nahe der Strasse von Busslingen nach Stetten wurde 1955 Keramik der im nahe gelegenen Legionslager Vindonissa stationierten Legio XXI Rapax entdeckt.
Baukultur
Die 1868 errichtete Getreidemühle Busslingen bewahrt ihr äusseres Erscheinungsbild, ihre innere Raumstruktur sowie Teile der historischen Ausstattung und der Mühleneinrichtung. Zusammen mit dem nördlich benachbarten Speicher und weiteren Nebengebäuden bildet sie eine intakte ländlich-gewerbliche Anlage am Nordrand des alten Dorfkerns von Busslingen. Das Baujahr des Speichers wird auf um 1800 geschätzt; er besitzt einen Gewölbekeller und gehörte bereits zur Vorgängeranlage der heutigen Mühle. Sennhofstrasse 8 ist ein ehemaliges Strohdachhaus, dessen Kern vermutlich aus dem 17. oder 18. Jahrhundert stammt. Über dem Wohnteil haben sich Reste einer rauchgeschwärzten Hochstud-Dachkonstruktion mit zwei Bauphasen erhalten.
Die Mühle Busslingen und Sennhofstrasse 8 stehen dabei für unterschiedliche Zeugnisse ländlicher Baugeschichte: hier die gewerbliche Anlage mit Speicher und Nebengebäuden, dort das ehemalige Strohdachhaus mit erhaltenen Resten der Hochstud-Dachkonstruktion.
Wer für Remetschwil ein Hotel auswählt, kann Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen als eigene Angaben betrachten. Diese Unterkunftsinformationen stehen neben den beschriebenen Themen des Ortes: dem Kulturweg, der Landschaft am Heitersberg sowie der Orts- und Baugeschichte. So lassen sich persönliche Rahmenbedingungen und inhaltliche Interessen getrennt nebeneinander halten.
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