Killwangen: Kulturgeschichte und Wege im Limmattal
Killwangen-Spreitenbach railway station building, street side
Foto: Hans-Rudolf Berner via Source, CC BY-SA 4.0
Killwangen liegt im mittleren Limmattal zwischen Baden und Zürich und gehört zum Bezirk Baden im Kanton Aargau. Die Ortsgeschichte lässt sich an mehreren Bau- und Nutzungsphasen verfolgen; Wege und Pétanque ergänzen die historischen Themen um weitere konkrete Ortsangebote.
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Kultur und Geschichte
Die erste Kapelle «Ursus und Victor» in Killwangen wurde 1251 an der heutigen Durchgangsstraße Zürich–Baden erbaut. Unter Abt Johann Müller von Wettingen wurde die Kapelle neu errichtet und 1517 geweiht. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Teile ihrer Umfassungsmauern in den Neubau eines Landwirtschaftsgebäudes an der Zürcherstrasse 1 integriert.
Auf dem Sennenberg ließ Abt Nikolaus Göldlin um 1680 ein Erholungsheim des Klosters Wettingen errichten, das für dessen Mönche beziehungsweise Konventualen bestimmt war. Nach der Aufhebung des Klosters Wettingen ging der Sennenberg 1841 in Privatbesitz über.
Bis in die 1920er Jahre war Killwangen stark landwirtschaftlich geprägt; ab 1930 siedelten sich an der Grenze zu Spreitenbach mehrere Industriebetriebe an. Die Kirche in Killwangen wurde 1951–1952 erbaut und ist dem Landespatron Bruder Klaus geweiht. Ihre Kirchenfenster gestaltete Willi Helbling aus Brugg von 1985 bis 1987; sie stellen Stationen im Leben von Niklaus von der Flüe dar. Normalerweise ist die Kirche von 07:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.
Landschaft
Ein lange liegen gebliebener Lappen des Linthgletschers hinterließ nordöstlich des Dorfes den auffälligen, kegelförmigen Hügel Buechbüel, das «Killwanger-Stadium».
Unterwegs
Der Waldlehrpfad Killwangen beginnt am Waldeingang im Oberdorf und ist rund 2,6 km lang. Entlang des Waldlehrpfads Killwangen sind rund 30 Bäume beschildert.
Die Wanderung von Killwangen über den Altberg nach Dietikon beginnt am Bahnhof Killwangen-Spreitenbach, der mit S-Bahn oder Limmattalbahn erreichbar ist. Die ungefähre Längenangabe des Lehrpfads und das benannte Ziel der Wanderung liefern unterschiedliche Orientierungsgrößen für die Tagesplanung. Für unterschiedliche Tagespläne stehen damit zwei klar beschriebene Wegebezüge nebeneinander: Der Waldlehrpfad wird über seinen Beginn und seine ungefähre Länge gefasst, die Wanderung über Altberg und Dietikon über den Bahnhof sowie S-Bahn oder Limmattalbahn. Das macht die Angaben unmittelbar vergleichbar und erleichtert die Einordnung verschiedener Tagesabläufe.
Bei gutem Wetter treffen sich in Killwangen auch Nichtmitglieder zum Pétanque-Spielen auf dem Schulhausplatz. Bei der Pétanque-Gruppe in Killwangen werden Neulinge in das Spiel eingeführt.
Verkehr
Die am 7. August 1847 eröffnete erste Eisenbahnlinie der Schweiz zwischen Baden und Zürich, die Schweizerische Nordbahn, führte durch das Gemeindegebiet von Killwangen. Am 1. Februar 1848 erhielt das Dorf einen eigenen Bahnhof.
Weitere Ortsseiten: Stetten, Ehrendingen, Würenlos, Gebenstorf, Mellingen, Remetschwil, Busslingen, Birmenstorf
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