Würenlos liegt nördlich der Limmat im Furttal und grenzt an den Kanton Zürich. Wasserwege, Kulturgeschichte und sommerliche Freizeitangebote lassen sich dabei als unterschiedliche Besuchsschwerpunkte betrachten.
Landschaft und Lage
Der Ort liegt am unteren Ende des flachen Furttals, südlich der Anhöhe des Gmeumeriwaldes mit 516 m ü. M. und westlich des Hügels Bick mit 562 m ü. am Ende des Altbergs. Nach Süden fällt das Gelände steil zur Limmat ab. Der Furtbach bildet ein tief eingeschnittenes Tobel, bevor er südwestlich des Ortes in die Limmat mündet.
Der Landsitz Bickguet steht über einer ausgedehnten Rebenhalde auf einer Seitenmoräne und bietet einen eindrücklichen Rundblick auf das Limmattal. Das Kloster Fahr liegt in ruhiger, idyllischer Lage in unmittelbarer Nähe der Limmat.
Kultur und Geschichte
Archäologische Funde deuten darauf hin, dass das Gebiet von Würenlos bereits in der Jungsteinzeit und in der Bronzezeit besiedelt war. Am Haselberg nördlich des Dorfes wurde bereits in römischer Zeit Muschelkalk als Baumaterial gebrochen. Auch das Steinwerkgelände des Würenloser Steinbruchs weist noch zahlreiche bis in die Römerzeit zurückreichende Bearbeitungsspuren auf.
Dem Würenloser Steinbruch kommt als ehemaligem Steinbruch und späterer Wirkungsstätte von Emma Kunz eine erhebliche wirtschafts- und kulturgeschichtliche Bedeutung zu. Emma Kunz entdeckte dort 1942 das Heilgestein «Aion A». Am Fundort wurde 1986 das Emma Kunz Zentrum als Begegnungsstätte gegründet; im angegliederten Emma-Kunz-Museum werden abwechselnd jeweils etwa 70 Bilder von Emma Kunz ausgestellt.
Im Kloster Fahr können die Klosterkirche und die St.-Anna-Kapelle besichtigt werden. Bei öffentlichen Klosterführungen lässt sich die Klosterkirche mit ihren Marmoraltären und Architekturmalereien erkunden. Die St.-Anna-Kapelle bewahrt romanische Fresco-secco-Malereien aus dem späten 13. Jahrhundert.
Das historische Wirtshaus «Zu den Zwei Raben» wurde 1679 erbaut und ist das älteste barocke Gebäude der gesamten Klosteranlage Kloster Fahr. Die Geschichte der Mühlescheune lässt sich bis ins Jahr 1422 zurückverfolgen, während die alte Mühle in Würenlos zwischen der Kirche und dem Furtbach steht.
Die Marienkirche wurde 1936/37 nach Plänen des Badener Architekten Alois Moser errichtet und ist eine der ersten Betonkirchen im Kanton Aargau. Farbige Glasscheiben des Stanser Malers Anton Flüeler sind dort in ein geometrisches Betonmasswerk eingefasst. Die Alte Kirche Würenlos wurde nach der Einweihung der beiden neuen Gotteshäuser zu einem Zentrum für kulturelle Anlässe umgenutzt. Möglicherweise wurde sie nach einer Zerstörung im Alten Zürichkrieg ab 1512 von Grund auf erneuert; die Einweihung fand 1519 statt.
Wasserwege und Routen
Die Würenloser Fischerhütte an der Limmatroute verfügt über Bänke, einen Brunnen und eine Feuerstelle. Die Wanderroute «Am Wasser: Limmat» überquert den Furtbach bei der Autobahnraststätte Würenlos. Sie umfasst außerdem einen besonders idyllischen Flussabschnitt mit Wald und Schilf.
Die Route Goldküste–Limmat ist 28 km lang, davon verlaufen 18 km auf Naturbelag; die konditionellen Anforderungen sind leicht. Sie führt bei der Autobahnraststätte Würenlos («Fressbalken») auf einem talquerenden Erholungsweg an der Autobahn vorbei und durch das Industriegebiet nach Wettingen. Unterschiedliche Streckenlängen, Untergründe und Wegcharaktere helfen Ihnen, die Routen vorab miteinander zu vergleichen.
Weitere Ortsseiten können Sie unter Würenlingen, Birmenstorf, Künten, Ehrendingen, Spreitenbach, Busslingen, Wettingen und Killwangen aufrufen.
Sommer im Freibad «Wiemel»
Das Freibad «Wiemel» lädt seit 1972 im Sommer zum Baden ein. Es verfügt über ein 50-Meter-Schwimmbecken, ein Nichtschwimmerbecken und ein Planschbecken für Kleinkinder. Zwei Beachvolleyballfelder und ein Kinderspielplatz ergänzen das Angebot.