Schönenbuch entdecken: Grenzwege und Dorfgeschichte

File:Kirche Johannes der Täufer - Schönenbuch (valo139).jpg File:Kirche Johannes der Täufer - Schönenbuch (valo139).jpg Foto: Valo139 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Schönenbuch ist eine Gemeinde im Bezirk Arlesheim des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz. Schönenbuch verbindet ländliche Ruhe mit einer naturnahen Umgebung und einem gepflegten Dorfleben. Zugleich liegt die Gemeinde im Sundgau auf etwa 355 Metern über dem Meeresspiegel und ist auf drei Seiten von Frankreich umschlossen. Die einzige Schweizer Verbindung besteht in Richtung der Baselbieter Gemeinde Allschwil.

Landschaft

Die Gemeindefläche ist überwiegend landwirtschaftlich genutzt: 71 % entfallen auf Landwirtschaftsflächen, 27 % auf Siedlungen und 2 % auf Wald. Hochstammobstbäume prägen das Landschaftsbild und bieten vielen Tierarten Nistplätze, Nahrung und Unterschlupf.

Wege

Der Geschichtspfad LeimentalPLUS führt interaktiv und spielerisch durch Oberwil, Allschwil und Schönenbuch. Mit dem Smartphone erfahren Besuchende Wissenswertes über die Geschichte der Region und sammeln durch Quizfragen Punkte. Die Wanderung «Grenzwandern vor den Toren von Basel» führt entlang der Landesgrenze hinunter nach Schönenbuch; außerdem verläuft der Grenzweg zwischen der Schweiz und Frankreich in Richtung des Ortes. Von der Haltestelle «Schönenbuch, Dorf» fährt ein Bus zurück nach Basel. Grenzwanderung, Grenzweg und interaktive Geschichtsroute setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte für die Tagesplanung. Die Wahl des Weges kann daher am jeweiligen Tagesschwerpunkt ansetzen.

Die drei Wegangebote lassen sich nach dem gewünschten Schwerpunkt unterscheiden: Geschichte mit Smartphone und Quiz, eine Wanderung entlang der Landesgrenze oder ein Grenzweg zwischen der Schweiz und Frankreich.

Geschichte

Die Landwirte von Schönenbuch bewirtschaften einen guten Teil ihrer Felder auf elsässischem Boden. Die Ernte bringen sie mit entsprechender Bewilligung per Zollfreipass in die Schweiz. Die wechselhafte Geschichte des benachbarten Elsass, der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 und die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts prägten die Landwirtschaft Schönenbuchs. Das Wappen des Ortes ist seit 1945 offiziell, verwendet Kantons- und Landesfarben und verweist auf das in der Gegend auffällige Buchengehölz.

Kultur

Schönenbuch wurde 1315 erstmals urkundlich erwähnt und hatte historische Verbindungen zum Basler Kloster St. Klara sowie zum ehemaligen Fürstbistum Basel. Nach einer früheren Kapelle erhielt Schönenbuch 1825 die eigene Kirche St. Johannes der Täufer; 1862 wurde der Ort eine selbstständige Pfarrei. In der Kirche feiern evangelisch-reformierte Christinnen und Christen monatlich ihren Gottesdienst. Die Nikolauskapelle wurde 1627 unter Bischof Wilhelm Rink von Baldenstein wiederaufgebaut.

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Weitere Orte auf derselben regionalen Ebene sind Binningen, Münchenstein, Reinach, Reinach, Muttenz, Birsfelden, Arlesheim, Ettingen und Allschwil.

Wahrzeichen

Der Wasserturm von Schönenbuch wurde 1990 eingeweiht und sichert seither mit seinem Wasserreservoir die Wasserversorgung der Gemeinde. Er ist 31,4 Meter hoch und kann nach Absprache besichtigt werden. Da der Turm keinen Lift hat, müssen etwa 160 Stufen zu Fuß bewältigt werden.

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