Bolligen – Wanderwege, Bantiger-Panorama und Ortsgeschichte
Bolligen verbindet das Worblental mit dem Emmental. Der Höhenzug der «Lutzere» bildet die Wasserscheide zwischen Emme und Aare, während am Hühnerbühl der Aare- und der Rhonegletscher aufeinanderstiessen. Wer Landschaft, Bewegung und Ortsgeschichte miteinander vergleichen möchte, findet hier unterschiedliche Schwerpunkte für die eigene Tagesplanung.
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Natur und Wege
Bolligen verfügt über 33 Kilometer Wanderwege für eine aktive Freizeitgestaltung und bietet kleinere und grössere naturnahe Spaziergänge und Wanderungen. Auf vielen Forstwegen sind mehr oder weniger anspruchsvolle Veloausflüge möglich. Die verschiedenen Weglängen und der unterschiedliche Anspruch der Velostrecken lassen sich für die eigene Planung nebeneinander abwägen.
Eine Wanderroute führt von Ferenberg über Chlosteralp, Laufenbad, Geristein und Bantiger zurück nach Ferenberg. Die Wanderung auf den Bantiger umfasst einen zehnminütigen Abstecher zur Ruine Burg Geristein und zurück; die Ruine stammt aus dem 11. Jahrhundert. Vom Waldrand aus ist die Burgruine Geristein über einen nach rechts abzweigenden Pfad mit einem Zustieg von etwa 20 Minuten erreichbar. Für die Wanderung auf den Bantiger ist die Anreise mit der Bahn nach Bolligen und anschliessend mit dem Bus bis zur Haltestelle Hub bei Krauchthal, Schulhaus möglich.
Die Gemeindeverwaltung Bolligen gibt Wanderkarten mit verschiedenen Routenvorschlägen aus. So stehen für Spaziergänge, Wanderungen und Veloausflüge unterschiedliche Angaben zu Verlauf und Umfang nebeneinander, ohne dass eine Strecke mit einer anderen gleichgesetzt werden muss.
Aussicht
Auf dem Bantiger steht ein Sendeturm der Swisscom mit einer Aussichtsplattform. Die Plattform verfügt über Rundblick in alle Richtungen. Vier Panoramatafeln sind dort seit dem Frühjahr 2017 für Besucherinnen und Besucher zugänglich; die Tafeln am Bantigerturm verwenden insgesamt 430 Beschriftungen zur Bestimmung von Ortschaften, Gewässern, Bergen und Infrastrukturen.
Kultur und Geschichte
Die Kirche von Bolligen ist dem heiligen Nikolaus geweiht und bereits für das Jahr 1180 belegt. Zum historischen Zentrum im Ortskern von Bolligen gehört eine renovierte Kirche aus dem 12. Jahrhundert sowie ein Pfarrhaus von 1581. Die Gis-Glocke, auch «Abendglocke» genannt, stammt aus dem Jahr 1489.
Die ehemaligen Steinbrüche in Geristein bei Bolligen sollten ab 1940 zunächst zu einem Kommandobunker und später zu einem Regierungsbunker ausgebaut werden. Das Projekt wurde wegen sich lösender Deckenteile aufgegeben. Eine virtuelle Begehung der Anlage K3 bei Geristein ist über YouTube im Rahmen des Projekts «festung-oberland.ch» verfügbar.
Die Ortsstube Bolligen umfasst eine umfangreiche Fotodokumentation zur Siedlungsentwicklung der drei Gemeinden während der letzten 100 Jahre. Für Gruppen oder Einzelpersonen kann die Ortsstube auch ausserhalb der regulären Öffnungszeiten nach vorheriger Terminvereinbarung geöffnet werden. Das Kultur- und Freizeitzentrum Reberhaus Bolligen kann von Vereinen, kulturellen Institutionen, natürlichen und juristischen Personen sowie öffentlich-rechtlichen Körperschaften gemietet werden.
Freizeit und Orientierung
Das Hallenbad Bolligen verfügt über ein 25-Meter-Schwimmbecken mit vier Bahnen und einer Wassertemperatur von 28 Grad. Zusätzlich gibt es ein Planschbecken mit Froschrutsche; das Wasser kann dort zusätzlich aufgeheizt werden. Zum Hallenbad gehört ausserdem eine Sauna.
Öffentlicher Verkehr
Mit der S7 des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) erreichen Sie von Bolligen aus den Bahnhof Bern in 12 Minuten.
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