Kirchlindach entdecken: Pumptrack, Büsselimoos und Kultur
Bewegung und Wege
Der Pumptrack Kirchlindach wurde am 14. September 2024 feierlich und offiziell eröffnet. Die Anlage steht allen offen; der Pumptrack kann mit BMX, Scooter, Skateboard und Inlineskates genutzt werden. Damit verbindet der Pumptrack unterschiedliche Geräte und Bewegungsarten an einem Ort. Die Schüpberg Rundtour führt von Kirchlindach nach Diemerswil und ergänzt dieses Angebot um eine fest benannte Verbindung zwischen zwei Orten. Von Bern aus wird Kirchlindach durch zwei Postautoverbindungen direkt erschlossen. So stehen im Ortsbezug drei klar unterscheidbare Elemente nebeneinander: eine Anlage für verschiedene rollende Aktivitäten, eine Rundtour zwischen Kirchlindach und Diemerswil sowie die direkte Erschliessung ab Bern.
Natur
Das Büsselimoos ist ein einzigartiges Gebiet mit Hoch- und Übergangsmoor. Seine Entwicklung reicht bis zum Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren zurück. Das Gebiet besitzt ausgedehnte Bestände des Scheidigen Wollgrases. Die weißen Fruchtstände dieser Pflanze tragen die Bezeichnung „Büsseli“, die im Namen des Mooses wiederkehrt. Dadurch stehen im Büsselimoos drei unterschiedliche Naturmerkmale nebeneinander: der Typ des Moorgebiets, seine zeitliche Entwicklung und eine charakteristische Pflanzenbezeichnung. Die Landschaft lässt sich damit sowohl geologisch als auch botanisch einordnen.
Weitere Ortsziele im selben Zusammenhang sind Stettlen, Zimmerwald, Le Fuet, Bolligen, Wohlen Bei Bern, Gasel, Muri Bei Bern und Bern.
Kultur
Die Kirche Kirchlindach ist eine baugeschichtlich bedeutende Anlage mit romanischen Elementen. Sie besitzt spätgotische Wandmalereizyklen. An diesem Bauwerk lassen sich somit sowohl die romanische Formensprache als auch die später entstandenen Wandmalereien benennen. Beide Merkmale gehören zu unterschiedlichen historischen Ebenen derselben Kirche und machen ihre Bau- und Ausstattungsgeschichte in zwei klaren Teilen sichtbar.
Oberhalb der Halenbrücke wurde die Halensiedlung Ende der 1950erjahre von einer jungen Berner Architektengruppe in einer Waldlichtung errichtet. Die Siedlung gilt als Denkmal des modernen Siedlungsbaus und wird von Fachleuten aus aller Welt besucht. Zu ihrer Einordnung gehören damit die Entstehungszeit, der Standort oberhalb der Halenbrücke, die Lage in einer Waldlichtung und die Berner Architektengruppe als verantwortliche Urheberin. Ihre Geschichte steht neben der älteren Baugeschichte der Kirche als eigenständiges architektonisches Thema.
Auch das Gemeindewappen von Kirchlindach trägt mehrere historische Ebenen. Es zeigt drei Lindenblätter und einen roten Balken auf silbernem Grund. Die heutige Form des Wappens wurde bereits um 1780 verwendet. Zugleich lehnt sich das Gemeindewappen an das im Spätmittelalter in Bern bezeugte Familienwappen der Hetzel von Lindach an. Bildmotive, die überlieferte Form und die Verbindung zu einem in Bern bezeugten Familienwappen gehören dabei zu verschiedenen Aspekten seiner Geschichte.
Für einen Aufenthalt in Kirchlindach können Sie bei der Auswahl eines Hotels Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen getrennt betrachten. Diese Angaben gehören zur Unterkunftsentscheidung; die örtlichen Themen – Pumptrack, Büsselimoos und Kulturgeschichte – bleiben davon als eigene Reiseinhalte unabhängig.
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