Zum Inhalt

Berner Jura: Landschaft, Kultur und Genuss entdecken

Unterkünfte in Berner Jura

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Der Berner Jura ist der französischsprachige Teil des Kantons Bern. Typisch sind sanfte Täler, aussichtsreiche Grate, ausgedehnte Hochplateaus, Wälder, Weiden und Schluchten. Wanderungen führen durch diese Juralandschaften und eröffnen Ausblicke auf das Mittelland und die Alpenkette. Auch die Dörfer tragen einen eigenen Charakter: Sie sind meist von der Uhren- und Feinmechanikindustrie geprägt.

Une vue aérienne en drone du bâtiment G du Gymnase de Bienne et du Jura Bernois (GBJB). 01 Une vue aérienne en drone du bâtiment G du Gymnase de Bienne et du Jura Bernois (GBJB). 01 Foto: Pablodbds via Source, CC0

Landschaft und Natur

Ein markanter Gipfel im Berner Jura ist der Chasseral. Er erreicht 1.606 Meter Höhe und bietet ein 360-Grad-Panorama. Vom Chasseralgrat reicht der Blick über die bewaldeten Juraweiden und die Drei-Seen-Region mit Bieler-, Neuenburger- und Murtensee bis zu den Alpen. Der Regionale Naturpark Chasseral ist seit 2012 von der Schweizerischen Eidgenossenschaft sowie den Kantonen Bern und Neuenburg anerkannt. Zu ihm gehören unter anderem die Naturschutzgebiete Combe-Grède und Combe-Biosse.

Am Mont Sujet bieten Waldweiden Lebensraum für wild wachsende Narzissen und Feldhasen. In Les Prés-d’Orvin zeigt die Bison Ranch eine Herde amerikanischer Bisons. Der Tierrettungspark Sikypark in Crémines widmet sich exotischen und einheimischen Tieren in Not.

Wege und Jahreszeiten

Der Chasseral ist der Ausgangspunkt der achten Etappe des Chemin des Crêtes du Jura, die zum Val-de-Ruz führt. Der Aufstieg durch das Naturschutzgebiet Combe-Grède verläuft über Leitern. Im Winter kann man am Chasseral auf den Loipen des nordischen Zentrums Prés-d’Orvin Langlauf betreiben. Unterschiedliche Weglängen, Geländeformen und Jahreszeiten helfen dabei, die eigenen Tagespläne klar zu ordnen.

Der Sentier du Vallon informiert über die historische und heutige Nutzung des Wassers in der Region. Der sechs Kilometer lange, leichte Familienwanderweg Sentier des Monts verbindet Mont-Soleil und Mont-Crosin. Unterwegs bietet er Spiele und Informationen zu erneuerbaren Energien, Tier- und Pflanzenwelt, Klimawandel, Geologie und Wetter.

Die Mont-Soleil-Tour führt durch Weiden und Wald und passiert Solaranlagen am Mont-Soleil sowie Windkraftanlagen am Mont-Soleil und Mont-Crosin. Am Mont-Soleil werden Führungen durch das Solarkraftwerk und zu den Windkraftanlagen angeboten. Das astronomische Observatorium dort bietet Tages- und Nachtbesichtigungen mit Beobachtungen der Sonne und der Sterne an. Der Sentier des sculptures führt von Lamboing in Richtung Mont-Sujet und ist von Holzskulpturen gesäumt; geschaffen wurden sie 1996 von Schülern der Holzbildhauerschule in Brienz.

Standseilbahnen, Schiffe, Züge und Busse ermöglichen Radfahrern und Wanderern im Grand Chasseral autofreie Rundtouren. La Couronne ist das Eingangstor zum Grand Chasseral, ein Treffpunkt, ein Laden mit charakteristischen regionalen Produkten und ein regionaler Knotenpunkt.

Kultur und Geschichte

Das Musée Longines in Saint-Imier zeigt in vier thematischen Abteilungen fast 400 Uhren, Navigationsinstrumente und Zeitmessgeräte. Für den Besuch ist mindestens 24 Stunden im Voraus eine telefonische oder online per Formular erfolgende Anmeldung erforderlich; angeboten werden ausschließlich Führungen auf Französisch, Deutsch oder Englisch. Das Museum liegt fünf Gehminuten vom Bahnhof Saint-Imier entfernt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Erlebnispfad Energies horlogères folgt im Vallon de Saint-Imier den Spuren bedeutender Namen der Uhrenindustrie und der dort tätigen anonymen Arbeitskräfte.

Die Abtei Bellelay wurde im 12. Jahrhundert von Prämonstratenservätern gegründet. Geführte Besichtigungen der Abteikirche behandeln ihre Architektur und die Ursprünge des Tête de Moine. Bei einer Besichtigung kann man auf einen der Türme steigen und den Blick über den Petit-Val genießen. In Saint-Imier ermöglicht der Circuit Secret St-Imier privilegierten Zugang zu fünf Orten und bietet künstlerische Animationen, die mit deren Geschichte verbunden sind.

In Grandval steht die Maison du Banneret Wisard, ein 1535 errichtetes Wohnhaus unter nationalem Denkmalschutz. Das Haus ist für freie oder geführte Besichtigungen öffentlich zugänglich. Dort wird die handwerkliche Fleischräucherung fortgesetzt; außerdem werden Brot, Pizzen und Torten im Holzofen gebacken.

Im Moutier zeigt das Musée jurassien des Arts abwechselnd Künstler aus der Juraregion sowie Kunstschaffende aus anderen Regionen der Schweiz und aus dem Ausland. Es bewahrt mehr als 8.000 Werke aus der Zeit von den 1950er-Jahren bis zur Gegenwart. Die Expo Digger in Tavannes vermittelt mit realistischen Situationen Einblicke in die humanitäre Minenräumung; im Rahmen der Ausstellung können Besucher die Ausrüstung eines Minenräumers anlegen.

Anzeige

Regionale Spezialitäten

Tête de Moine stammt aus Bellelay und wird seit mehr als 800 Jahren hergestellt. Die Maison de la Tête de Moine bietet einen interaktiven, per iPad geführten Museumsrundgang zu den Traditionen und dem überlieferten Fachwissen rund um Tête de Moine AOP. Am Ende eines Besuchs ist eine Verkostung möglich, außerdem finden dort regelmäßig traditionelle Vorführungen der Herstellung über dem Holzfeuer statt.

In Bellelay findet vom 30. April bis 2. Mai 2027 die 10. Fête de la Tête de Moine statt, ein Fest mit regionalem Käse, Traditionen und verschiedenen Animationen. In Courtelary bietet die chocolaterie à croquer einen Entdeckungsrundgang, Workshops, ein Bistro, ein Escape-Game und Brunchs zur Geschichte von Ragusa, Torino und So Nuts an. Auf den Höhen von Prés-d’Orvin können Besucher bei einer Wanderung durch Wälder und Weiden in rund zehn Betrieben landwirtschaftliche Produkte verkosten.

Museen und besondere Ziele

Der Naturlehrpfad Libell’lay in Bellelay ist 4,8 Kilometer lang und führt an Teichen, einem Fluss und Torfmooren entlang. Er umfasst zwölf Stationen zu Libellenthemen; an den meisten Stationen gibt es eine Aktivität und ein Rätsel. Der Weg beginnt an der Maison de la Tête de Moine, Le Domaine 1, 2713 Bellelay.

Das Musée jurassien des Arts, die historischen Häuser und die thematischen Rundgänge verbinden regionale Industriegeschichte, Handwerk und Kunst mit konkreten Orten. Die Expo Digger ergänzt dieses Spektrum um die Geschichte und Praxis der humanitären Minenräumung. In Crémines bietet Sikypark täglich Greifvogel-Flugvorführungen als Besucheraktivität an.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bern.

Mehr zum Reiseziel

Passende Informationen für Ihre Reiseplanung:

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele

Weitere Orte unter demselben Reiseziel: