Steffisburg zwischen Dorfkirche, Zulg und Höchhus

File:Steffisburg railway station.jpg File:Steffisburg railway station.jpg Foto: Marc Dänzer via Wikimedia Commons, CC0

Die Dorfkirche von Steffisburg wurde 1224 erstmals urkundlich erwähnt; archäologische Grabungen weisen jedoch darauf hin, dass hier bereits im 7. oder 8. Jahrhundert ein frühes christliches Gotteshaus errichtet wurde. Steffisburg selbst ist erstmals unter dem Namen Stevensburc urkundlich erwähnt.

Kultur und Geschichte

Die heutige Dorfkirche wurde 1681 von Abraham Dünz I. als längsgerichteter protestantischer Predigtsaal erbaut. Dank ihrer hervorragenden Akustik finden dort viele Konzerte statt. Ein weiterer historischer Mittelpunkt ist das Grosse Höchhus, einer der wenigen erhaltenen ländlichen Herrensitze dieser Zeit im Kanton Bern; seine heutige Form wird auf das Jahr 1526 datiert. Im Bauinventar des Kantons Bern ist es als gesamtschweizerisch wichtiger spätmittelalterlicher Herrschaftsbau verzeichnet. Im Restaurant sind die restaurierten Reste eines Töpferofens aus dem 19. Jahrhundert unter einem Glasboden sichtbar.

Das Museum „zur alten Töpferei“ wurde im Sommer 2023 auf dem Gemeindegebiet von Steffisburg eröffnet. Im Zentrum stehen Majolika-Arbeiten. Die Sammlung Hans & Marlis Suter umfasst Schweizer Kunst des 20. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf der Region Thun und dem Kanton Bern. Im Dachgeschoss des Höchhus finden sporadisch Wechselausstellungen aus dieser Sammlung statt, darunter Präsentationen mit Gemälden, Zeichnungen, Grafiken und Plastiken. Der Verein Kunsthaus Steffisburg organisiert kulturelle Anlässe und Aktionen im öffentlichen Raum von Steffisburg.

Zulg und Natur

Die Zulg ist ein Gebirgsfluss, der mitten durch Steffisburg fliesst und bei Heimberg in die Aare mündet. Sie gilt als wertvoller Erholungsraum. Steffisburg verfügt ausserdem über ein attraktives Naherholungsgebiet in einer eindrucksvollen Landschaft, das zum Spazieren, Staunen und Geniessen einlädt. Wilde Orchideen wachsen in den Wäldern, an Wegrändern und auch im Siedlungsgebiet. Bei einer Erhebung der Orchideenvorkommen in ganz Steffisburg wurden sieben Arten an mehr als 60 Standorten festgestellt; die dort vorkommenden wilden Orchideen sind gesamtschweizerisch geschützt.

Die saisonal betriebene Badi Steffisburg liegt am Ausgang des engen Zulgtals und bietet grosszügige Aufenthaltsbereiche für alle Altersgruppen. Zu ihr gehört eine 52 Meter lange Wasserrutschbahn, die 1986 eingeweiht wurde. Die Brätlistelle Zulgboden ist ein offizieller Grill- und Picknickplatz an der Zulg mit Tischen, Sitzgelegenheiten im Freien und einer WC-Anlage. Die Zulg bei Steffisburg wird für Naturspiel, Picknicks und das Nutzen von Feuerstellen empfohlen.

Wege und praktische Orientierung

Sie können die unterschiedlichen Aktivitätstypen und Themen für Ihre eigene Planung getrennt vergleichen. In unmittelbarer Nähe der Badi Steffisburg gibt es ausreichend Velo- und Autoparkplätze; die öffentlichen Verkehrsmittel sind etwa fünf Gehminuten entfernt. Die Zufahrt mit motorisierten Fahrzeugen zur Brätlistelle Zulgboden ist nicht gestattet, beidseits des Gummstegs stehen jedoch Parkplätze zur Verfügung.

Die Berner Oberland-Route 61 ist als „Thun (Steffisburg)–Meiringen“ bezeichnet. Als Freizeitaktivitäten sind in Steffisburg Schwimmen, Biken, Reiten, Walken und Wandern ausgewiesen. Die Route „Abenteuer Zulggraben“ beginnt nahe der Bushaltestelle Steffisburg/Post und folgt bachaufwärts entlang eines gewundenen Abschnitts der Zulg durch einen schönen Mischwald. Sie verläuft ausschließlich auf signalisierten Wegen der Kategorie Wanderweg.

Ergänzend lassen sich die Seiten zu Schwanden Ob Sigriswil, Amsoldingen, Heiligenschwendi, Sigriswil, Eriz, Oberhofen Am Thunersee, Thun und Uetendorf aufrufen.

Die geführte Aare-Bootsfahrt beginnt in Steffisburg Schwäbis und führt von Thun nach Bern. Bei dieser Bootsfahrt können die Teilnehmenden zwischendurch ins erfrischende Wasser springen.

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