Hotel Lully Fr: Saint-Léger, Manoir und Wanderweg Nr. 137
Lully ist eine Gemeinde im Kanton Freiburg in der Schweiz. Die landwirtschaftlich geprägte Umgebung von Lully bildet den landschaftlichen Rahmen für die historische Bebauung. Von den bewirtschafteten Feldern von La Fin du Mont eröffnen sich Ausblicke auf die Umgebung und auf die Silhouette des historischen Ortskerns von Lully. Obstgärten und Hecken rund um die Bebauung schaffen einen allmählichen Übergang zu den bewirtschafteten Flächen. Weitere Lektüre zu Sévaz steht ebenfalls bereit.
Landschaft
Ein besonderer Akzent der ländlichen Umgebung liegt beim Domaine du Bugnonet. Dort verfügt der Betrieb über eine Walnussplantage mit 500 Bäumen, die in Reihen im agroforstwirtschaftlichen Anbau angeordnet sind. Zum Domaine gehört außerdem ein Hofladen mit lokalen handwerklich hergestellten Produkten. Angeboten werden unter anderem Rind- und Schweinefleisch, Mehl, Öle, Eier, Backwaren, Konfitüren, Kekse und Fruchtsäfte. Hinzu kommen Walnussöl, ganze Walnüsse, Nillon de noix und weitere verarbeitete Walnussprodukte.
Kultur
Die Kirche Saint-Léger in Lully stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde über einem Mausoleum aus dem 6. oder 7. Jahrhundert errichtet. Sie gehört zu den ältesten Sakralbauten des Kantons und steht auf einer merowingischen Stätte. Am selben Standort befand sich bereits im 8. Jahrhundert ein kleines karolingisches Heiligtum. Die Kirche besitzt eine gotische Westfassade und einen rechteckigen Chor mit einem spitzbogigen Tonnengewölbe aus dem 13. und 14. Jahrhundert.
Im Chor befindet sich eine als „Oculus“ bezeichnete Öffnung. Während des morgendlichen Gottesdienstes der Mönche lässt sie das Licht der aufgehenden Sonne in den Innenraum fallen. Ein modernes Glasfenster zeigt einen Leprakranken an der Stelle, an der Leprakranke den Gottesdiensten außerhalb des Gebäudes beiwohnen durften. Die Pfarrei heißt Besucher in der Kirche Saint-Léger willkommen.
Zum historischen Baubestand gehört auch das Manoir d’Estavayer-Lully. Seine Südfassade besitzt teilweise Einfassungen aus Muschelsandstein und gelbem Stein mit geschwungenen Stürzen, wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Manoir war nacheinander im Besitz der Familien Estavayer-Lully und Courten und wurde ab 1921 zu einem Karmeliterinnenkloster umgebaut. Die Umfassungsmauer ist ein massives, verputztes Bauwerk mit einem kurzen Ziegeldach und stammt wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie markiert das ehemalige Gut der Estavayer-Lully.
Die Cure von Lully wurde 1855–1857 als zweigeschossiges quadratisches Gebäude mit einem Walmdach errichtet. Das Châtelet von Lully stammt aus dem 16. oder 17. Jahrhundert und besitzt spätgotische Fensterprofile; in den 1990er-Jahren wurde es restauriert.
Die archäologische Fundstelle En la Fin de la Faye weist getrennte protohistorische und römische Nutzungsphasen auf. Sie umfasst eine römische Nekropole mit 25 Brandgräbern und einem Körpergrab. Die römischen Funde werden in das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. datiert. Der römische Friedhof erstreckte sich über einen etwa 20 Meter langen und 7–8 Meter breiten Streifen, der bergseits durch einen parallel verlaufenden Graben begrenzt wurde. Drei Gräber enthielten Keramikurnen. Zu den Funden gehören außerdem Glasgefäße sowie Gegenstände aus Bronze. Bei späteren Ausgrabungen wurden 36 Gräber gezählt.
Wandern
Der Rundwanderweg Nr. 137 „Lully–Estavayer–Font–Châtillon–Lully“ beginnt am Parkplatz bei der Grande Salle im Ortszentrum von Lully. Der Pierre du Mariage liegt zwischen Font und Estavayer an dieser Wanderroute. Auf dem Rundwanderweg führt ein asphaltierter Weg am See entlang von Estavayer nach Font. Vor dem Aufstieg nach Font verläuft die Strecke unter einer Eisenbahnbrücke hindurch.
Der markierte Fußweg von Lully nach Estavayer verläuft auf einem Gehsteig. Der Rundwanderweg führt nach Châtillon und anschließend zurück nach Lully. Die Angaben zu Rundweg, Uferabschnitt und markiertem Fußweg lassen sich für die eigene Planung getrennt betrachten.
Veranstaltungen
Die Broye Forestry Days fanden bereits 2011, 2017 und 2022 statt. Für den Zeitraum vom 7. bis 10. Mai 2026 war die Veranstaltung als regionale Waldveranstaltung in Lully, in den Wäldern des Bois de la Faye, geplant. Im Rahmen des Broye-Luminis-Festivals wurde in einem verzauberten Wald ein Video-Mapping in Form eines Lichtpfads geschaffen, der eine nächtliche Reise bildete.
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