Freiburg entdecken – Kultur, Seen und Voralpen
Der Kanton Freiburg gilt als Region mit mittelalterlicher Vergangenheit; zu den regionalen Kultur- und Geschichtsorten zählen unter anderem Gruyères und Murten. Er grenzt an den Neuenburgersee und gilt als Region mit zahlreichen Seen und beeindruckenden Tälern. Zu seinem Landschaftsraum gehören die Freiburger Voralpen sowie Seen- und Talgebiete.
Zur touristischen Gliederung des Kantons gehören unter anderem Estavayer-le-Lac, Freiburg und Saane, La Gruyère, Les Paccots, Murten und Romont. Sie können die Angebote dieser Räume einzeln erkunden. Ergänzend gehören zur Subregionsebene Cheyres, Franex, Greyerz, La Sarine, Brüw, See/Lac, Broye, Glâne, Sense und Veveyse. Die Region Freiburg wird vom Grand Tour of Switzerland durchquert.
Kultur und Stadtgeschichte
Die Freiburger Altstadt umfasst mehr als 200 gut erhaltene gotische Fassaden und gilt als Freilichtmuseum mittelalterlicher Architektur. Die mittelalterlichen Befestigungsanlagen wurden zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert errichtet und erstrecken sich über mehr als zwei Kilometer. Nahezu 900 Meter der Befestigungsmauern und elf Türme sind öffentlich zugänglich.
Der Turm der Kathedrale St. Nikolaus ist 74 Meter hoch. Nach dem Aufstieg über 365 Stufen eröffnet sich ein Panoramablick auf die Stadt Freiburg und die Freiburger Voralpen. Eine besondere Verbindung zwischen Oberstadt und Unterstadt bildet die historische Standseilbahn, die seit 1899 in Betrieb ist. Ihre Kabinen bewegen sich mit einem durch Abwasser gespeisten Gegengewichtssystem.
Das Château de Gruyères steht seit dem 13. Jahrhundert auf einem grünen Hügel am Fuß der Freiburger Voralpen. Das mittelalterliche Château beherbergt heute bedeutende Sammlungen, die seine lange und reiche Geschichte veranschaulichen. Für den Besuch steht ein kostenloser gedruckter Führer in zwölf Sprachen bereit.
Die Abbaye d’Hauterive ist eine Zisterzienserabtei mit einer im 13. Jahrhundert errichteten Kirche, die der Öffentlichkeit offensteht. Sie liegt auf einer Flussschleife der Saane an einem Zisterzienserstandort, der von Wasser, Vegetation und Stein geprägt ist. Das Musée du papier peint bewahrt zwölf restaurierte Räume aus vergangenen Epochen mit Tapeten; die ältesten Exemplare stammen aus dem späten 18. Jahrhundert.
Museen und lebendige Geschichte
Das Musée d’art et d’histoire de Fribourg präsentiert 1.000 Jahre Freiburger Kunst und Geschichte in einem Renaissancepalais, einem ehemaligen Schlachthof und einem romantischen Garten. Zu seinen Beständen gehören lokale archäologische Funde und Objekte zum politischen und kulturellen Leben Freiburgs sowie Skulpturen und Gemälde aus nahezu zehn Jahrhunderten, vom 11. bis zum 20. Jahrhundert.
Das Musée d’histoire naturelle de Fribourg präsentiert Sammlungen zu den Geowissenschaften und zur Biologie in einem familienfreundlichen, interaktiven Umfeld. Die Dauerausstellung ist in vier Themenräume gegliedert und behandelt die Geowissenschaften sowie die Biodiversität des Kantons Freiburg. Das Musée suisse de la Marionnette zeigt Marionetten und Bühnenbilder von der Antike bis zur Gegenwart, beherbergt mehr als 5.000 Objekte und zeigt temporäre Ausstellungen. Ein interaktiver Bereich, Workshops und Führungen richten sich an alle Altersgruppen.
Der Botanische Garten der Universität Freiburg präsentiert auf 1,8 Hektar 5.000 Pflanzenarten aus verschiedenen Klimazonen und Ökosystemen. Das Vitromusée Romont ist ein Museum für die Geschichte und die Kunst des Glases. Seine Sammlung umfasst Glasmalereien und Hinterglasmalereien vom Mittelalter bis zur Gegenwart; regelmäßige Vorführungen zu den Techniken der Glasmalerei und Einführungskurse ergänzen den Museumsbesuch.
Die UNESCO-Serie der Pfahlbauten rund um die Alpen ist eine der bedeutendsten archäologischen Quellen zur Erforschung der frühen Agrargesellschaften Europas zwischen 5000 und 500 v. Chr. Fünf Freiburger Pfahlbaudörfer gehören zu diesen in das UNESCO-Welterbe aufgenommenen Pfahlbauten.
Das rekonstruierte Pfahlbaudorf Gletterens vermittelt mit Vorführungen und Workshops das Leben vorgeschichtlicher Menschen und der ersten Bauern an den Ufern des Neuenburgersees. Im Village Lacustre de Gletterens können Sie vorgeschichtliche Handwerkstechniken kennenlernen, Gegenstände nachbilden, mit alten Methoden Feuer entzünden und mit einer Speerschleuder einen Speer werfen.
Landschaft und Natur
Der Breccaschlund umfasst Wälder, Wiesen und Weiden; diese Vielfalt begünstigt das Vorkommen seltener Pflanzenarten. Im Breccaschlund finden mehrere Vogelarten Zuflucht, darunter der Steinrötel (Monticola saxatilis), das Birkhuhn (Tetrao tetrix) und das Steinhuhn (Alectoris graeca).
Die Grande Cariçaie erstreckt sich entlang des Neuenburgersees über nahezu 3.000 Hektar, umfasst acht Naturschutzgebiete und ist international als bedeutendes Naturgebiet anerkannt. Für Wanderungen und Radtouren gibt es dort 40 Kilometer markierte Wege sowie Beobachtungstürme und Informationsstationen. Geführte Ausflüge umfassen Kanufahrten, Beobachtungen am Biberpfad, nächtliche Erkundungen des Sumpfgebiets und die Beobachtung großer Ansammlungen von Wasservögeln.
Im Kanton Freiburg gibt es Wege, auf denen Sie die heimische Flora und Fauna beobachten können. Die unterschiedlichen Landschaftsräume reichen dabei von Seen- und Talgebieten bis in die Freiburger Voralpen.
Berge, Wege und Wasser
Der Gipfel des Moléson liegt auf 2.002 Metern und ist mit Standseilbahn und Seilbahn erreichbar. Von dort bietet sich ein 360-Grad-Panorama. Moléson bietet Winterskipisten für verschiedene Könnensstufen, vom Mini-Skilift für Anfänger bis zur schwarzen Piste. Eine vier Kilometer lange Winterrodelbahn führt durch Wälder und Weiden hinunter nach Moléson-sur-Gruyères.
Der Schwarzsee liegt auf 1.045 Metern Höhe in den Freiburger Voralpen. Der Rundweg um den See beginnt an der Bushaltestelle Gypsera und verbindet Berg- und Seepanoramen. Das Breccatal lässt sich auf einer knapp dreistündigen Wanderung erkunden, die mit dem Sessellift von Schwarzsee zur Riggisalp beginnt. Das besonders ursprüngliche Naturschutzgebiet im Breccatal weist beeindruckende Kalksteinwände und grüne Weiden auf.
Der Strand vor der Gypsera ist ein Badeplatz am Schwarzsee. Der Naturstrand Staldenmotta ist über den Uferweg in etwa zehn Gehminuten von der Gypsera aus erreichbar. Eine Selbstbedienungsstation für Stand-up-Paddling befindet sich am Holzsteg vor der Gypsera.
Regionale Spezialitäten
Die Maison du Gruyère ist eine Schaukäserei, in der Sie die handwerkliche Herstellung von Gruyère AOP kennenlernen können. Die interaktive Ausstellung „Le Gruyère AOP, voyage au cœur des sens“ vermittelt die Geschichte des Gruyère AOP und eines seit dem 15. Jahrhundert fortgeführten Käsehandwerks. Je nach Saison lässt sich die handwerkliche Herstellung von Gruyère AOP drei- bis viermal täglich beobachten.
Die Bénichon ist eine Freiburger Tradition, die das Ende der Feldarbeiten und bei der Oktoberfeier die Rückkehr der Herden aus den Bergweiden ins Flachland markiert. Die kulinarische Führung „Taste my Fribourg“ umfasst fünf Stationen mit Cuchaule mit Kilbisenf, Gruyère und Vacherin, handwerklich gebrautem Bier, einem bistronomischen Gericht und der Freiburger Altstadt; zu den verkosteten regionalen Spezialitäten gehören außerdem Meringues mit Doppelrahm.
Der Besuch der Maison Cailler umfasst einen interaktiven historischen Rundgang und eine Einführung in den Prozess der Schokoladenherstellung. Saisonale Workshops zum Temperieren von Schokolade und zur Herstellung von Ganache geben Besuchern die Möglichkeit, eigene Kreationen mitzunehmen. Von August bis November servieren zahlreiche Betriebe in der Saison der Bénichon ein traditionelles Bénichon-Menü entsprechend der jeweiligen regionalen Tradition.
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