Linthal zwischen Tödi, Muttsee und Kulturgeschichte

Linthal mit reformierter Kirche Linthal mit reformierter Kirche Foto: Robert Breitinger via Source, Public domain

Technik tief im Berg

Linthal verbindet Bergtechnik, Wege und Ortsgeschichte. Eine Führung durch das Pumpspeicherwerk Limmern führt 700 Meter tief durch Maschinen- und Trafokavernen sowie die zugehörigen Verbindungsstollen ins Berginnere. Axpo bietet Führungen durch das Pumpspeicherwerk Limmern in Linthal/Tierfed an; Start und Ende der Führungen ist in Tierfed. Das unterirdisch angelegte Pumpspeicherwerk pumpt Wasser aus dem Limmernsee in den 630 m höher gelegenen Muttsee.

Anreise und Wege

Der nächstgelegene Bahnhof für Tierfed befindet sich in Linthal; der Fussweg von Linthal nach Tierfed dauert rund 1½ Stunden. Die Fahrt mit der Luftseilbahn KLL Tierfed–Kalktrittli dauert etwa 7,5 Minuten und überwindet einen Höhenunterschied von 1053 Metern. Die Luftseilbahn wird während der Betriebszeiten im Selbstbedienungsbetrieb genutzt. Die Wanderung zum Muttsee startet in Tierfed; die ersten 1000 Höhenmeter können mit der Luftseilbahn KLL Tierfed–Kalktrittli überwunden werden.

Bei den Wegangaben stehen mehrere Formen nebeneinander: der Fussweg, die Luftseilbahn, die Wanderung zum Muttsee, die stündliche Zugverbindung und der historische Saum- und Fussweg. Ihre unterschiedlichen Angaben zu Strecke, Dauer, Höhengewinn und Verkehrsart lassen sich getrennt lesen, statt sie zu einer einzigen Route zusammenzufassen.

Bei einem Hotel in Linthal können Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen den Unterkunftsvergleich strukturieren. Diese Angaben bilden einen eigenen Rahmen neben Bergtechnik, Wegen, Verkehr und Kulturgeschichte. Auch die Frage nach der Unterkunft bleibt damit von den unterschiedlichen Wegformen und den historischen Angaben des Ortes getrennt.

Verkehr und Wege

Die S25 verkehrt stündlich direkt zwischen Linthal und Zürich. Der Spiele- und Erlebnisweg Glarnerland bietet entlang der Strecke abwechslungsreiche Balancier- und Spielelemente und endet an der Talstation der Braunwaldbahn in Linthal. Der historische Verkehrsweg Linthal–Breil/GR über den Kistenpass umfasst einen Saum- und Fussweg über die Pantenbrücke und Tor. Für Ihre Planung lassen sich die verschiedenen Wegformen, Höhengewinne und Zeitangaben nebeneinander vergleichen.

Geschichte und Kultur

Die Erstbesteigung des Tödi gelang am 11. August 1837 den drei Linthaler Bauern und Gemsjägern Bernhard Vögeli, seinem Sohn Gabriel und Thomas Thut. In Linthal ist seit 1283 eine Kapelle nachgewiesen, die spätestens 1319 zur Pfarrkirche erhoben wurde. Eine daneben errichtete Schwesternklause ist in Linthal seit 1333 bezeugt. Im Jahrzeitenbuch von Linthal aus dem Jahr 1518 wurden unter anderem die im Jahr 1388 in der Schlacht von Näfels gefallenen Glarner verzeichnet. Die überkonfessionelle Kirchgemeinde von Linthal, die drei Tagwen umfasste, blieb bis 1869 bestehen. Der Turm der ehemaligen katholischen Kirche in Linthal ist als Kulturgut geschützt.

Ort und Siedlung

Die Besiedlung von Linthal erfolgte zunächst auf den Schuttkegeln von Auen, Durnagel und Ennetlinth sowie an den Berghängen. Linthal umfasst die Ortsteile Matt, Dorf und Ennetlinth sowie die Streusiedlung Auen im Süden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Glarus Süd.

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