Nidfurn entdecken: Ortsbild, Geschichte und Landschaft
Für Ihre Reiseplanung lassen sich in Nidfurn Kultur, Landschaft und verschiedene Freizeitformen getrennt betrachten.
Kultur
Das Blumerhaus I, auch «Hoschethaus» genannt, befindet sich in Nidfurn an der Adresse Hoschet 6. In der Häusergruppe im Aecherli liegen die ungeraden Hausnummern Aecherli 3 bis 17. Das Mittel-Dorf umfasst zwei- und dreigeschossige Blockbauten mit flach geneigten Giebeldächern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Im Oberdorf liegt eine kompakte Gebäudegruppe auf einer Geländeterrasse; die Bauten reihen sich entlang einer schmalen, leicht gebogenen Strasse und eines abzweigenden Wegs.
Das im 16. Jahrhundert erbaute Landvogthaus Nidfurn zeigt auf sechs Stockwerken vom Keller bis unter das Dach die Wohnkultur Schweizerischer Patrizierfamilien aus vier Jahrhunderten; Besucher können dort ein Panorama jahrhundertelanger Wohnkultur erleben.
Geschichte
Nidfurn wurde im Habsburger Urbar um 1300 erstmals unter dem Namen «ze Nitfiure» erwähnt. Im Mittelalter gehörte Nidfurn bis 1395 dem Kloster Säckingen; seit 1528 ist die Bevölkerung mehrheitlich reformiert. Zu den historischen Wirtschaftstätigkeiten in Nidfurn gehörten eine 1496 belegte Holzgenossenschaft, eine Bleicherei von 1660 bis etwa 1850 und die Baumwollhandspinnerei von 1714 bis etwa 1770. Zur ländlichen Geschichte Nidfurns gehören die Haltung von Schafen, später von Ziegen und Rindern, sowie die Intensivierung der Milchwirtschaft im 18. Jahrhundert.
Landschaft
An der Station Nidfurn-Haslen liegt Nidfurn auf 540 m ü. M.; beim Hirschenbrunnen sind es 578 m ü. M. und beim Bündtrain 620 m ü. Nidfurn liegt in einem nach Süden ausgerichteten Talabschnitt, der sich auf etwa einen Kilometer Breite weitet; im Gemeindegebiet entfallen 33,3 % auf Landwirtschaft und 47,3 % auf Wald.
Der Grossteil der Trockenmauer Schwandner Matt in Nidfurn wurde zwischen 2022 und 2025 saniert. Sie gilt als Trockenmauer von regionaler Bedeutung und ist ein kulturhistorisch bedeutendes Landschaftselement mit Biotopfunktion.
Unterwegs
Für Golf gibt es in Nidfurn einen Abschlagplatz; die Driving Range verfügt über 15 Abschlagplätze. Der Sagen-Trail «Sage vu Glarus Süd» ist in Nidfurn aufgeführt und umfasst 41 Sagen, die über Glarus Süd und den Urnerboden verteilt sind. Jede Station dieses Sagen-Trails befindet sich dort, wo die zugehörige Sage ihren Ursprung hat oder sich die Erzählung abspielt. Er nutzt Audiostationen, an denen Einheimische Sagen im Glarner Dialekt erzählen. Eine offizielle Fahrradroute verläuft über Nidfurn/Haslen zwischen Leuggelbach und Schwanden.
Bei der Tagesplanung können Sie Ortsbild, Wohnkultur, Sagen-Trail, Fahrradroute und Golf als getrennte Themen betrachten; die Bahnlinie und Kantonsstrasse bilden davon unabhängige Verkehrsaspekte.
Weitere Orte derselben übergeordneten Destination sind Filzbach, Mühlehorn, Näfels, Braunwald, Niederurnen, Engi, Elm und Mollis.
Nidfurn ist durch die Eisenbahnlinie Glarus–Linthal und eine Kantonsstrasse für den öffentlichen und den Individualverkehr erschlossen. Es liegt an der Strasse zwischen Schwanden, Linthal, Urnerboden und dem Klausenpass.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Glarus.
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