Vaz/Obervaz: Kirchen, Museum und Berglandschaft
File:Lenzerheide, Vaz-Obervaz, Switzerland (Unsplash).jpg
Foto: Marc Wieland marcwieland95 via Wikimedia Commons, CC0 1.0
Vaz/Obervaz, deutsch Obervaz, ist eine politische Gemeinde in der Schweiz im Kanton Graubünden und gehört zur Region Albula. In Vaz/Obervaz gibt es historische Kirchen, alte Wege, regionales Brauchtum und eine weit gespannte Berglandschaft.
Landschaft
Das Gemeindegebiet von Vaz/Obervaz erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung von Valbella bis Solis und in Ost-West-Richtung von der Bergkette des Parpaner Rothorns zu den ausgedehnten Alpweiden des Piz Scalottas, Danis und Stätzerhorns. Der tiefste Punkt liegt in der Schienschlucht bei rund 700 m ü. M., der höchste auf dem Parpaner Rothorn bei rund 2.865 m ü. M. Die Stammfraktionen von Vaz/Obervaz liegen durchschnittlich auf etwa 1.200 Metern Höhe; der Kurort Lenzerheide und der Heidsee befinden sich auf rund 1.500 Metern. Die produktive Fläche der Gemeinde beträgt rund 3.000 Hektar, davon entfallen 730 Hektar auf landwirtschaftliche Nutzflächen.
Zur Gemeinde gehören die Dörfer Lain, Muldain, Zorten, Lenzerheide und Valbella sowie die Weiler Nivagl, Fuso, Trantermoira, Sporz, Tgantieni, Sartons und Creusen. Die unterschiedlichen Höhenlagen und die räumliche Ausdehnung geben Ihnen einen klaren Rahmen, wenn Sie zwischen Dorf-, See- und Bergbezügen unterscheiden möchten.
Geschichte und Kultur
Das Museum Vaz/Obervaz ist im ehemaligen Pfarrhaus in Zorten untergebracht, in dem von 1600 bis 1933 Kapuzinerpatres wirkten. Es dokumentiert das Leben und Wirken vergangener Zeiten, die Entstehung des Tourismus in der weitläufigen Gemeinde Vaz/Obervaz, die Entwicklung des Sports sowie regionales Brauchtum und Traditionen. Im Stall des Museums wurde eine alte Dorfmühle von Zorten funktionsfähig wiederaufgebaut.
Vaz/Obervaz steht im Zusammenhang mit dem Erbe der Freiherren von Vaz, eines von 1135 bis 1338 urkundlich belegten Adelsgeschlechts. Beim Sportzentrum erinnert der heutige Römerweg an einen alten Handelsweg. Ausgrabungen im Bereich der ehemaligen Pfarrkirche St. Donat in Zorten brachten unter anderem römische Einzelfunde zutage.
Die barocke Kirche St. Luzi in Lain entstand um 1678 bis 1680. In ihr wird ein Hochaltar aus der Spätrenaissance von zwei weiteren Altären flankiert. Die Filialkirche St. Johannes Baptista in Muldain wurde um 1673 bis 1677 erbaut und zählt zu den eindrücklichsten Bauwerken des Bündner Barocks.
Der Kulturweg Senda Cultura umfasst 21 Tafeln in Lenzerheide und Valbella, die die Entwicklung vom Maiensäss zur beliebten Ferienregion erzählen. Die Tafeln sind in der ganzen Region verteilt, erklären die Geschichten hinter Gebäuden und Orten und bieten über QR-Codes zusätzliche historische Informationen. Ein Chalandamarz-Umzug führt vom Dorfladen in Lain über Quadra, Dal, Muldain und Tgiesa Hartmann zum Dorfbrunnen in Zorten.
Die Burgstelle Nivagl liegt ohne Mauerspuren, aber mit einem eindrücklichen Wall- und Grabensystem am Rand der Haidbachschlucht, Rain digl Lai, direkt an der Straße von Alvaschein nach Zorten.
Wasser und Sport
Das Lenzerheide Wassersportcenter am Heidsee auf 1.500 m ü. bietet Windsurfen, Segeln, Wingfoilen und Stand-up-Paddeln mit Kursen für Anfänger bis Fortgeschrittene an. Im selben Wassersportcenter können Besucher mit Pedalos, Ruderbooten und Kajaks auf dem Heidsee fahren. Das Beachvolleyballfeld kann außerhalb von Reservierungen kostenlos genutzt werden.
Wellness und Freizeit
Das Wellnessbad H2Lai im Sportzentrum Lenzerheide verfügt über ein beheiztes Außen-Sprudelbad, ein 25-Meter-Becken und eine große Rutschbahn. Der Spa-Bereich des Sportzentrums Lenzerheide umfasst Saunen und Dampfbäder. Die Minigolfanlage im Sportzentrum Lenzerheide verfügt über 18 verschiedene Bahnen.
Zu den Winterwanderangeboten gehört die Strecke Lenzerheide–Lain–Muldain–Zorten–Lenzerheide. Unterschiedliche Aktivitätstypen und die jeweils genannten Strecken- oder Zeitangaben helfen Ihnen, kulturelle Besichtigungen, Wasserangebote, Erholung und Bewegung sachlich miteinander zu vergleichen.
Unterwegs
Regelmäßige Postauto-Kurse ab Chur, Davos oder Tiefencastel verbinden Lain, Muldain und Zorten mit dem regionalen Verkehrsnetz. Von der Endhaltestelle Vaz/Obervaz, Zorten, führt ein markierter Bergweg in südlicher Richtung in etwa 20 Minuten nach Nivagl.
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