Graubünden entdecken: Natur, Kultur und Bahnwelterbe
Unterkünfte in Graubünden
Graubünden verbindet eindrucksvolle Landschaften mit einem besonderen Stück Verkehrsgeschichte: Das UNESCO-Welterbe „Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina“ umfasst zwei historische Bahnstrecken, die die Schweizer Alpen über zwei Pässe queren.
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Foto: Agnes Monkelbaan via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Die regionalen Anknüpfungspunkte reichen von Moesa, Bernina, Maloja, Prättigau-Davos, Hinterrhein, Inn, Albula und Glenner bis zu Imboden, Plessur, Landquart und Surselva.
Natur und Landschaft
Grüne Täler, schneebedeckte Berggipfel und alpine Seen prägen Graubünden. Zum Kanton gehören 150 Täler, über 1.000 Seen und mehr als 900 Berggipfel. Ein geologischer Blick auf die Alpen eröffnet sich in der Swiss Tectonic Arena Sardona: Sie zeigt die Entstehung von Gebirgen durch die Kollision von Kontinentalplatten. Dort sind die Glarner Hauptüberschiebung sowie die darüber und darunter liegenden Gesteine dreidimensional aufgeschlossen.
Auf rund 5 Quadratkilometern der Alp Flix wurden bisher über 3.500 Pilz-, Pflanzen- und Tierarten beobachtet. Die Viamala-Schlucht entstand vor Jahrtausenden, als Gletschereis und das Wasser des Hinterrheins den massiven Fels ausschliffen. Vom Besucherzentrum der Schlucht führen 359 Stufen in ihre Tiefe.
Im Schweizerischen Nationalpark dürfen Sie die markierten Wanderwege und die mit Pfosten gekennzeichneten Rastplätze nicht verlassen. Das Nationalparkzentrum präsentiert seine Ausstellung in vier Räumen mit interaktiven Stationen, an denen Besucher selbst zu Forschenden werden.
Das Bündner Naturmuseum zeigt die Vielfalt der Tiere, Pflanzen und Gesteine Graubündens. Die Ausstellung zu den Erdwissenschaften im Naturmuseum Graubünden erklärt, wie Klima, Wasser, Gletscher und Erosion die Alpen fortlaufend verändern. Jahrmillionenalte Fossilien und Saurierspuren im Naturmuseum Graubünden geben Einblick in die Vergangenheit, als Graubünden ein tropisches Flachmeer war.
Bahn und Wege
Die Albulalinie ist 67 Kilometer lang und umfasst 42 Tunnel und überdachte Galerien sowie 144 Viadukte und Brücken. Die Berninalinie gilt als höchstgelegene transalpine Bahnstrecke und als eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Die Berninabahn verbindet den Kurort St. Moritz im Kanton Graubünden über den Berninapass mit der italienischen Stadt Tirano.
In einem historischen Gebäude in Bergün können Besucher in die Geschichte der Rhätischen Bahn eintauchen und einen Führerstandssimulator nutzen. Der Landwasserviadukt-Weg führt vom Bahnhof Filisur entlang der Bahnlinie und durch den Wald zu einer Aussichtsplattform oberhalb des Landwasserviadukts. Der Landwasserviadukt gilt als Wahrzeichen des UNESCO-Welterbes „Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina“.
Für Wanderungen gibt es in Graubünden ein Netz von 11.000 Kilometern Wanderwegen, ergänzt durch 4.500 Kilometer Biketrails. Graubünden eignet sich im Sommer und Winter für einen Besuch; besonders die Skisaison wird als Reisezeit hervorgehoben. Im Parc Ela verläuft der Parc Ela Trek als Wanderroute mit rund 17 Tagesetappen rund um den Naturpark über alpine Pässe und Alpweiden. Eine genussvolle Tageswanderung mit Rätselspass führt durch die Landschaften und Dörfer des Parc Ela.
Kultur und Geschichte
Graubünden hat drei Amtssprachen – Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch – und ist der einzige Schweizer Kanton, in dem Rätoromanisch Amtssprache ist. Im Herzen Graubündens vereint der Parc Ela die Sprachkulturen Romanisch, Deutsch und Italienisch.
In Zillis besteht die Decke der Kirche St. Martin aus 153 einzigartigen quadratischen Bildtafeln, die im 12. Jahrhundert geschaffen wurden. Die Ausstellung Kirche St. Martin erläutert das geschichtliche und geografische Umfeld der Kirchendecke, ihre Konstruktion, ihren Erhaltungszustand und die Altersbestimmung der Bildtafeln.
In Chur präsentiert das Rätische Museum die Geschichte Graubündens von den Anfängen bis in die Gegenwart. Die Dauerausstellung erstreckt sich über vier Stockwerke und wird durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzt. Die über 800 Jahre alte Kathedrale Sankt Mariä Himmelfahrt zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Schweiz.
Das Domschatzmuseum zeigt den Domschatz sowie den Wandbildzyklus der Todesbilder von 1543 auf zwei Geschossen. Auf dem Areal Ackermann am Seilerbahnweg in Chur sind archäologische Ausgrabungen und Funde öffentlich zugänglich. Schützende Bauten über empfindlichen Funden dienen zugleich als kleines Museum und architektonisches Juwel.
Orte und Wege
Die Churer Altstadt lässt sich bei einem gemütlichen Spaziergang oder einer Altstadtführung durch die verwinkelten Gassen erkunden. Sie zählt zu den am besten erhaltenen Altstädten der Schweiz, ist heute nahezu vollständig verkehrsfrei und wird durch rote Schilder zu Sehenswürdigkeiten, Plätzen und Gassen erschlossen.
Im Heididorf können Besucher Heidis Haus und die Alphütte erkunden, darunter die Werkstatt des Großvaters, den Ziegenstall, Heidis Heubett und die Käserei. Zum Heididorf gehören außerdem eine Dorfschule, in der Besucher den Schulalltag von Heidi und Peter erleben können, sowie die Ausstellung „Johanna Spyris Heidiwelt“. Der Heidiweg beginnt am Heidi-Shop an der Bahnhofstrasse, führt durch die historischen Gassen von Maienfeld und weiter zum Heididorf.