Plessur: Churer Kultur und alpine Landschaften

Mouth of the Plessur River into the Rhine near Chur Mouth of the Plessur River into the Rhine near Chur Foto: Cayambe via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Region Plessur verbindet urbane und touristische Räume und reicht von urbanen bis zu alpinen Landschaften. Sie ist eine Verwaltungseinheit des Kantons Graubünden in der Schweiz, die durch die Gebietsreform zum 1. Januar 2016 entstand und nach dem Fluss Plessur benannt ist, der sie durchquert. Mit einer Fläche von etwa 285,30 Quadratkilometern erstreckt sich Plessur von 537 bis 2.979 Metern über dem Meeresspiegel.

Chur gilt als Wirtschafts-, Verwaltungs- und Bildungsstandort der Region; Arosa und Churwalden gelten als Gemeinden mit vielfältigen Freizeit- und Sportmöglichkeiten. Im Gebiet Plessur prägen markante Bergketten und Täler wie das Schanfigg das Landschaftsbild, zu dem auch Wälder, Alpwiesen und Felder gehören. Wandern und bergorientierte Outdoor-Aktivitäten gehören in Plessur zu den beschriebenen Nutzungsmöglichkeiten im alpinen Gelände.

Kultur und Geschichte

Die nahezu vollständig verkehrsfreie Churer Altstadt bietet Boutiquen, Restaurants, Bars, Museen und Galerien. Ihre verwinkelten Gassen lassen sich zu Fuss oder bei einer Altstadtführung erkunden. Sie bilden ausserdem die Kulisse für regelmässige Märkte: Der Churer Wochenmarkt findet jeden Samstagmorgen zwischen Mai und Oktober statt, dazu kommen der monatliche Flohmarkt auf dem Arcas-Platz und der traditionelle Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende.

Eine in der Churer Altstadt gelegene Kirche wurde 1492 fertiggestellt, dient seit 1526 als reformierte Stadtkirche und besitzt an der Südwand drei Buntglasfenster von Augusto Giacometti aus dem Jahr 1919. Die über 800 Jahre alte Kathedrale Sankt Mariä Himmelfahrt in Chur besitzt einen spätgotischen Hochaltar und zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Schweiz. Die heutige Kathedrale entstand zwischen 1150 und 1272 und weist Einflüsse aller grossen abendländischen Kulturkreise auf.

Das Antistitium in Chur ist ein spätmittelalterlicher Profanbau und zählt zu den ältesten Wohnbauten der Stadt; vom Stadtbrand von 1574 blieb es verschont. In der angrenzenden Hasenstube befindet sich ein kunsthistorisch bedeutender Malerei-Zyklus von 1580, während einige Räume des Antistitiums Installationen mit Hörgeschichten enthalten. Das Rätische Museum ist in einem 1675 erbauten barocken Patrizierhaus untergebracht und vermittelt die Geschichte Graubündens. Seine Dauerausstellung umfasst archäologische, kulturgeschichtliche und volkskundliche Objekte aus Graubünden von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart.

Der Langwieser Viadukt war zur Zeit seiner Errichtung die grösste und am weitesten gespannte Stahlbeton-Eisenbahnbrücke der Welt. Das Viadukt Museum Langwies befindet sich am Bahnhof Langwies und ist als mehrgliedriges Museum mit verschiedenen Stationen gestaltet. Es vermittelt die Geschichte des Langwieser Viadukts aus unterschiedlichen Perspektiven und nutzt originale Bahnhofsräume, darunter den Güterschuppen und das Bahndienstmagazin, sowie einen Betonpfeiler des Viadukts als Ausstellungsräume.

Wege und Erlebnisse

Von Churwalden bringt eine Sesselbahn Gäste in sieben Minuten auf 1.740 Meter zum Pradaschier; ein Skilift führt weiter bis zur Windegga auf 2.230 Meter. Die Rodelbahn Pradaschier hat 31 Kurven, ist über drei Kilometer lang und weist 480 Höhenmeter auf. Die Zipline auf dem Erlebnisberg Pradaschier in Churwalden gilt als erste Zipline in den Bündner Bergen und kann im Sommer und Winter genutzt werden.

Auf dem Aroser Eichhörnliweg können Kinder Eichhörnchen ganzjährig beobachten und füttern sowie Informationen über die Tiere erfahren. Der Weg kann von seheingeschränkten Personen mit der App MyWay Pro individuell erlebt werden; die App unterstützt bei der Wegfindung und bietet Informationen über die Eichhörnchen. Das Arosa Bärenland befindet sich direkt neben der Mittelstation der Luftseilbahn Arosa Weisshorn.

Der 10-Seen-Plausch in Arosa führt zu zehn Bergseen und kann auf mehrere Tage verteilt werden. Die rote Route führt von der Hörnli-Talstation zum Älplisee und anschliessend zum Schwellisee. Die schwarze Route führt zum Untersee, Stausee, Grüenseeli und Alteinsee; auf dem Rückweg kommt man an den Alteinwasserfällen vorbei. Unterschiedliche Routenlängen und die mögliche Verteilung über mehrere Tage geben Ihnen dabei konkrete Vergleichspunkte für die Planung.

Der Ricola Erlebnisweg umfasst zehn Erlebnis-Stationen zu Ricola-Produkten und Schweizer Bergkräutern. Er ist ein interaktiver, auf Familien ausgerichteter Sinnesweg und zugleich ein leichter Spaziergang von etwa einer Stunde. Der Start ist entweder beim Golf- und Sporthotel Hof Maran oder beim Arosa Bärenland möglich.

Bahn und Stadtinformation

Die regionale Bahnverbindung zwischen Chur und Arosa bedient zwischen den Endpunkten die Haltestellen Chur Altstadt, Lüen-Castiel, St. Peter-Molinis, Peist, Langwies GR und Litzirüti.

Weitere Orte auf dieser regionalen Ebene sind Langwies, Sankt Peter, Tschiertschen, Molinis, Chur, Litzirüti, Malix, Churwalden, Parpan, Praden, Castiel, Peist und Pagig.

Der kostenlose City E-Guide von Chur ermöglicht die Erkundung der Stadt auf eigene Faust und bietet Informationen zu Geschichte, Kultur und Sehenswürdigkeiten. Der Audio Guide von Chur bietet in 32 Kapiteln Wissenswertes zur Geschichte und Kultur der Stadt Chur und des Ferienkantons Graubünden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Graubünden.

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