Malix zwischen Dreibündenstein und Burg Strassberg

File:Bergtocht van Churwalden Mittelberg (1500 meter) via Ranculier en Praden naar Tschiertschen 011.jpg File:Bergtocht van Churwalden Mittelberg (1500 meter) via Ranculier en Praden naar Tschiertschen 011.jpg Foto: Agnes Monkelbaan via Source, CC BY-SA 4.0

Malix ist ein Dorf in der Gemeinde Churwalden im Kanton Graubünden in der Schweiz. Rund vier Kilometer Luftlinie südlich von Chur liegt es an der Straße nach Lenzerheide. Bei Malix befindet sich die Ski- und Wanderregion Brambrüesch-Dreibündenstein.

Für die weitere Orientierung stehen die Ortsseiten Parpan, Langwies, Praden, Castiel, Tschiertschen, Litzirüti, Pagig und Churwalden bereit.

Landschaft

Der Dreibündenstein, rätoromanisch Term Bel, liegt im Alpgebiet der heutigen Gemeinden Domat/Ems, Scheid und Malix und ist zugleich Gipfel, Hochebene und historischer Grenzpunkt. Das damalige Gemeindegebiet von Malix umfasste die linke Flanke des unteren Churwaldnertals vom Talfluss Rabiusa bis zum Grat des nördlichen Ausläufers der Stätzerhornkette mit dem Dreibündenstein; am Windegga lag mit 2282 Metern der höchste Punkt. Zum damaligen Gemeindegebiet gehörten das auf einer Hangleiste gelegene Haufendorf Malix, die Weiler Kreuz und Spina sowie einige Maiensässe.

Für Ihre Vorbereitung lohnt es sich, Gipfel, Hochebene und historische Grenzfunktion als getrennte Aspekte zu betrachten. Auch die frühere räumliche Ausdehnung lässt sich unabhängig vom heutigen Ortsbild lesen.

Wege und Aktivitäten

Am Dreibündenstein gibt es gebietsübergreifende Rundwanderungen und Schneeschuhtouren. Die Route „Nature, People and History Route“ von Churwalden nach Malix ist eine offene, mittelschwere Erlebnisroute mit einer Länge von 4,8 km. Weglänge und Aktivitätsart lassen sich für die eigene Planung getrennt abwägen. Sie können die Angaben zu Rundwanderungen, Schneeschuhtouren und Erlebnisroute nach dem gewünschten Bewegungsumfang ordnen.

Geschichte

Malix lag an der historischen Transitroute von Chur nach Norditalien und wurde 1149 erstmals als „Umbilico“ erwähnt. Die Burg Strassberg wurde südöstlich des Dorfes Malix von den Freiherren von Vaz in der Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut. Von der Burganlage Strassberg sind noch der Turm und Teile des Palas (Saalhaus) erhalten. Am Standort der Burg Strassberg entstand unter Einbezug des alten Sägereigebäudes ein attraktiver öffentlicher Begegnungsplatz mit Feuerstelle. Die Säge Malix stammt laut Dendroproben aus dem Jahr 1860.

Wenn Sie historische Themen vergleichen, können Sie die zeitlichen Angaben, den früheren Transitweg, die Burganlage und das Sägereigebäude als eigenständige Schwerpunkte betrachten. Die Jahreszahlen lassen sich dabei chronologisch ordnen, ohne die verschiedenen Bau- und Nutzungsgeschichten zusammenzufassen.

Kirche und Ortsbild

Die reformierte Kirche Malix ist eine mittelalterliche Gründung. Der Chor der reformierten Kirche Malix wurde 1496 neu erbaut. Der halbrunde Taufstein der reformierten Kirche Malix mit polygonaler Kredenzkonsole wurde um 1400 geschaffen. In Malix wurde schon früh Getreide angebaut; darauf weisen Flurnamen mit dem Bestandteil „Acher“ sowie Geländeterrassierungen hin.

Für eine kulturell interessierte Betrachtung können Sie Sakralbau, Burgengeschichte und Spuren der früheren Landnutzung getrennt gewichten. Die genannten Bauformen, Jahreszahlen und Landschaftsmerkmale setzen jeweils eigene Akzente.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Plessur.

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