Molinis: Erdpyramiden, Pilgerweg und Dorfgeschichte
St Peter-Molinis RhB station building with goods shed
Foto: Hans-Rudolf Berner via Source, CC BY-SA 4.0
Die Landschaft bei Molinis an der Plessur ist von unberührter Natur und imposanten Bergen geprägt. Für Sie lässt sich der Ort von drei Seiten lesen: über seine Geschichte, über das Naturdenkmal der Erdpyramiden und über Wege mit kulturellem oder spirituellem Bezug.
Die Erdpyramiden Molinis sind ein Naturdenkmal im Gebiet Arosa Lenzerheide.
Kultur und Geschichte
Zwischen 1440 und 1509 wurde in Molinis eine dem heiligen Bartholomäus geweihte Kirche erbaut. Seit 1509 wird sie erwähnt. Im Sommer 1980 zerstörte ein Murgang das Gebäude; 1982 wurde es wieder aufgebaut.
Im Jahr 2000 war Molinis noch traditionell landwirtschaftlich geprägt, und mehr als ein Drittel der Erwerbstätigen arbeitete im primären Wirtschaftssektor. Verwitterte Holzhäuser sind weitgehend erhalten. Im Dorfzentrum können Besucher mit Dreschflegeln Getreide dreschen und so traditionelles Handwerk erleben. In Molinis befindet sich die Klanginstallation «'Dräscht», bei der Besucher Getreide mit Dreschflegeln im rhythmischen Takt dreschen können; sie wurde von Carla Gabrí konzipiert und von Hans Scherrer umgesetzt.
Die Kulturwanderung zwischen Tschiertschen und Molinis führt abwechselnd über Wiesen- und Waldwege und kann in Molinis gestartet werden.
Wege und Routen
Der teilweise alpine Pilgerweg Via Son Giachen führt bis zum sehenswerten Molinis am rechten Ufer der Plessur. Durchgehend begehbar ist er nur in warmen Jahreszeiten.
Molinis ist ein Kreuzungspunkt für Wanderungen von Litzirüti nach Tschiertschen und St. Peter; idyllische Wanderwege laden dort zum Verweilen ein.
Das Erscheinungsbild der Erdpyramiden Molinis verändert sich ständig: Ältere Erdpyramiden stürzen ein, neue entstehen. Von Tschiertschen aus verlassen Sie bei Usser Zana die Straße 50 m nach rechts und folgen dem alten Weg an einigen alten Ställen vorbei abwärts in Richtung Molinis zu den Erdpyramiden.
Auf der Route Tschiertschen–Uf Wald–Erdpyramiden–Molinis steigen Sie zum RhB-Bahnhof St. Peter/Molinis auf, der auf 1157 m ü. M. liegt.
Die Route Hochwang–Peisteralp führt von Arosa über den Stausee und Litzirüti nach Molinis. In Molinis beginnt auf dieser Route ein steiler Anstieg über Pagig und Triemal zum Skihaus Hochwang.
Sie können die Wege für Ihre Tagesplanung nach thematischer Ausrichtung und Geländecharakter vergleichen. Kulturelle und spirituelle Bezüge lassen sich dabei getrennt von landschaftlichen Eindrücken betrachten. Auch die verschiedenen Streckenprofile bleiben unterscheidbar, sodass Sie die Möglichkeiten nach Ihren eigenen Schwerpunkten ordnen können. Die Wege müssen dafür nicht zu einer einzigen Route zusammengefasst werden.
Anreise und Ortsbild
Der Bahnhof St. Peter-Molinis der Arosabahn wurde 1914 errichtet. An diesem Bahnhof können Fahrkarten an Fahrkartenautomaten der Rhätischen Bahn gekauft werden.
Weitere Orte auf derselben Ebene wie Molinis sind Castiel, Langwies, Pagig, Tschiertschen, Litzirüti, Peist, Parpan und Sankt Peter.
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