Andiast – Wanderwege, Kultur und Bergblicke

File:Bergweg tussen Andiast, Ladinas en Breil-Brigels (actm) 10.jpg File:Bergweg tussen Andiast, Ladinas en Breil-Brigels (actm) 10.jpg Foto: Agnes Monkelbaan via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Andiast ist eine Ortschaft in der Gemeinde Breil/Brigels im Schweizer Kanton Graubünden und liegt auf etwa 1.178 Metern über dem Meeresspiegel. Andiast gilt als kleiner Wintersportort und ist Teil des Ski- und Wandergebiets Breil/Brigels–Waltensburg/Vuorz–Andiast.

Geografische Einordnung

Andiast liegt an einem exponierten Hang; die meisten Wohnhäuser im Dorfkern wurden längs der Hauptstraße errichtet. Von Andiast aus eröffnen sich Ausblicke auf die Signina-Gruppe, den Piz Mundaun und den Obersaxer Grat.

Winter und Wege

Das Skigebiet Brigels–Waltensburg–Andiast bietet 40 Kilometer präparierte Pisten. Im Jahr 1972 gründete Andiast gemeinsam mit Breil/Brigels und Waltensburg/Vuorz die Societad runals e pendicularas Péz d’Artgas SA, die heute Pendicularas Breil Vuorz Andiast SA (Bergbahnen Brigels Waltensburg Andiast AG) heißt.

Die Via Glion ist ein rund 75 Kilometer langer Wanderweg mit sieben Etappen durch alle 13 Fraktionen der Gemeinde Ilanz/Glion; zu den Etappen gehören Siat–Andiast und Andiast–Ilanz. Auf der Via-Glion-Etappe 3 führt die Strecke von Andiast bis Rueun über eine komfortable Naturstraße durch Weiden und Wälder bis in den Talboden. Die Via-Glion-Etappe 3 führt außerdem von Andiast nach Ilanz. Die vierte Etappe der Senda Sursilvana verläuft von Brigels über Waltensburg und Andiast bis nach Laax. Unterschiedliche Streckenlängen und die ungefähre Zeitangabe lassen sich für die persönliche Tagesplanung miteinander vergleichen.

Am Dorfende von Andiast führt eine schmale asphaltierte Wander- und Fahrstraße zum Stauwerk und zum benachbarten Dorf Panix.

Landschaft

Die Feuerstelle Ladral liegt im Val Ladral und ist von Andiast aus über einen Weg an der alten Sägerei Resgia Gneida zu erreichen. Von Andiast aus erreicht man die Mündung des Val Ladral in etwa einer Stunde; anschließend führt der Weg am Ladralbach entlang durch den Wald in die von Bergen umgebene Talebene Ladral mit ihrer grünen Wiese. Die Feuerstelle Ladral kann ungefähr von Mitte Mai bis Ende Oktober genutzt werden.

Kultur und Geschichte

Archäologische Funde belegen, dass das Berggebiet rund um Andiast bereits in der jüngeren Eisenzeit bewohnt war. Die erste urkundliche Erwähnung einer Besiedlung im Raum Andiast stammt aus dem Jahr 765 und steht im Testament des Bischofs Tello.

Die katholische Pfarrkirche St. Julitta und Quiricus steht im nordöstlichen Dorfteil von Andiast, umgeben vom Dorffriedhof und außerhalb der Dorfstraße. Die beiden unteren Geschosse des Kirchturms sollen um das Jahr 1000 in frühromanischer Zeit erbaut worden sein. Auf dem marmorierten Holzantependium der Kirche ist eine halbplastische Figur der heiligen Julitta mit ihrem Sohn Quiricus zu sehen; goldfarbenes Akanthuslaub und rote Blumen umrahmen sie. Im benachbarten Waltensburg befinden sich Burgruinen und das Museum Waltensburger Meister & Arcun ds tradiziun, das Fresken und lokale Traditionen präsentiert.

Bis Ende 1980 war Andiast ein kleines Dorf mit wenig Gewerbe; der Tourismus brachte anschließend einen gewissen Aufschwung.

Weitere Wege und Ortsseiten

Im Raum Andiast finden sich die Aktivitäten Radfahren und Mountainbiken, darunter Gravel-Routen wie Brigels Bella Vista sowie Mountainbike-Strecken im Gebiet Lag da Breil / Brigels. Ergänzend schließen die Ortsseiten von Surcuolm, Tujetsch, Vella Gr, Vals, Disentis/Mustér und Igels an.

Postautoverkehr

Die Erschließung von Andiast mit Postautoverkehr erfolgt über die Serpentinenstraße von Waltensburg-Station über das Hochplateau von Waltensburg/Vuorz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Surselva.

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