Adligenswil – Geschichte, Museen und Wege
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Foto: Huku15 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Adligenswil erschliesst sich über historische Standorte, Museen, Kirchen und Wege, die bis in die nähere Umgebung führen. Wenn Sie einen Ort mit konkreten Kulturspuren und naturnahen Rundwegen suchen, treffen hier Dorfgeschichte, Handwerk und Landschaft aufeinander.
Geschichte und Ortsbild
Der Historische Rundgang in Adligenswil umfasst 17 historische Standorte mit Informationstafeln zur Geschichte des Ortes. Zum Projekt «Historische Standorte» gehört unter anderem die Station «Moosweiher, Torfstechen und Naturschutzgebiet». Adligenswil wurde erstmals 1243 urkundlich erwähnt; die erste Kirche entstand 1605 beim heutigen Sigristenhaus.
Die Pfarrkirche St. Martin wurde 1831 eingeweiht, nach dem spätbarocken Landkirchenschema errichtet und auf einer flachen Erhebung im Zentrum des Dorfes gebaut. Die Martinskirche ist täglich für die Bevölkerung geöffnet und steht für Trauerfeiern, Taufen, Hochzeiten und Konzerte zur Verfügung. Die Mühle Adligenswil gilt als schützenswertes Objekt und ist in ihrem Bestand gesichert. 2019 wurde dort ein neues Wasserrad erstellt und in Betrieb genommen.
Auch die Backstube der Mühle wird weiter betrieben. Das Brot wird direkt bei der Mühle verkauft oder mit dem Pferdefuhrwerk ausgefahren.
Museen und Musik
Das Tintenfass Museum beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Handschriften, Schreibzeugen und Tintengefässen. Mit mehr als 2.000 Exponaten dokumentiert es die Geschichte des Schreibens von der Antike über das Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Besichtigungen und Führungen sind nach Voranmeldung möglich; ideal sind Gruppen von 4 bis 15 Personen.
Das Feuerwehrmuseum zeigt am Beispiel der Ausrüstung der Feuerwehr Adligenswil die Entwicklung des Feuerlöschwesens bis zum Beginn der Motorisierung. Es ist mit dem Postauto der Linie Luzern–Rotkreuz bis zur Haltestelle Adligenswil Dorf erreichbar. Die Feldmusik Adligenswil prägt und bereichert seit mehr als einem Jahrhundert das kulturelle Leben des Dorfes und gibt jährlich Konzerte.
Weitere Ziele: Rigi Kaltbad, Luzern, Vitznau, Meggen, Horw, Buchrain, Ebikon und Gisikon.
Natur und Wege
Die Kapelle St. Jost steht auf dem Dottenberg, einem Hügelzug von Adligenswil, mit weiter Sicht in Richtung Rigi. Die heutige Kapelle wurde 1863 von Wilhelm Keller errichtet und am 2. September 1865 eingeweiht. Von Christi Himmelfahrt bis Mitte Dezember findet dort jeweils am dritten Sonntag im Monat um 19:30 Uhr ein Gottesdienst statt.
Der Rundwanderweg ab Adligenswil führt zum Weiler Ober Dottenberg mit Kapelle und Kaplanei; die Baugruppe ist in das Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) aufgenommen. Die Rundwanderung bietet zunehmend weite Ausblicke über Adligenswil, die Umgebung und die Berge. In der näheren Umgebung führt sie zum Wagemoos-Weiher im Meggerwald und an ihm vorbei; dort können Amphibien und Libellen beobachtet werden, während sich in den umliegenden Riedgebieten Orchideen entdecken lassen. Der Rieder im Meggerwald und das Moosgebiet wurden 1969 unter Naturschutz gestellt.
Der Adliger Laternenweg ist 2,7 Kilometer lang und kann vom 5. bis zum 27. Dezember 2026 begangen werden. Unterschiedliche Weglängen, historische Stationen und Naturbeobachtungen eröffnen dabei verschiedene Möglichkeiten, den Ort im eigenen Tempo zu erkunden.
Höfe und Anreise
Der Stöckenhof liegt am Ortsausgang von Adligenswil in Richtung Udligenswil. Sein Hofladen führt Kalb- und Schweinefleisch, Süssmost, Kürbisse sowie je nach Saison etwa Konfitüre. Der BioMooshof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad, zu Fuss oder mit dem Auto erreichbar; die Postautolinie 73 von Luzern nach Rotkreuz hält an der Station Chliäbnet, fünf Gehminuten vom Hof entfernt.
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