La Chaux-De-Fonds: Hotels für eine Kulturreise
Unterkünfte in La Chaux-De-Fonds
La Chaux-de-Fonds verbindet Uhrmacherkultur mit einem Stadtbild, das eigens für die Arbeit der Uhrmacher geprägt wurde. Das UNESCO-Ensemble „La Chaux-de-Fonds / Le Locle, Städtebau der Uhrenindustrie“ entstand nach grossen Bränden zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Stadt liegt auf etwa 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. Wer sich für Architektur, Geschichte und Handwerk interessiert, findet hier mehrere unterschiedliche Anlässe, den Aufenthalt zu gestalten.
Stadtbau und Uhrmacherkultur
Das UNESCO-Ensemble bewahrt eine offene Anlage aus parallelen Bändern, in der Wohnhäuser und Werkstätten miteinander verbunden sind. Auch die Entwicklung nach dem Brand von 1794 ist im Stadtgrundriss ablesbar: La Chaux-de-Fonds wurde mit einem rationalen, rechteckigen Strassenraster wiederaufgebaut. Spätere Erweiterungen im Schachbrettmuster ermöglichten eine bessere Beleuchtung der Uhrmacherwerkstätten, die überwiegend in südostwärts ausgerichteten Gebäuden lagen. Diese Verbindung von Wohnen und Arbeiten macht die Stadtstruktur zu einem wesentlichen Teil des Besuchs.
Die Uhrmacherkultur reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück und besteht bis heute fort. Im Musée international d’horlogerie können Besucher Uhrmacher bei der Arbeit im Restaurierungsatelier beobachten; prüfen Sie vor der Reise die Besuchsbedingungen. Das Museum verfügt über mehr als 10.000 Objekte sowie historische und audiovisuelle Archive und Dokumente. Damit lässt sich der Blick auf das Handwerk um seine Sammlung und die überlieferten Zeugnisse erweitern.
Architektur, Museen und Rundgänge
Auch einzelne Gebäude erzählen von der lokalen Architekturgeschichte. Die Villa Fallet wurde 1906 und 1907 als architektonisches Manifest des „Style sapin“ errichtet. Ihre Pläne entwarf Charles-Edouard Jeanneret, später unter dem Namen Le Corbusier bekannt, unter der Aufsicht von René Chapallaz. Der „Sapin“-Stil entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts an der örtlichen Kunstschule als Variante des Jugendstils; seine Inspiration stammt aus der lokalen Flora und Fauna.
Die Villa Fallet ist an mehreren Sonntagen im Jahr von 10 bis 17 Uhr öffentlich zugänglich. Um 11 Uhr wird eine kostenlose Führung angeboten; für die konkreten Termine lohnt sich ein Blick in die Agenda. Im Maison Blanche sind individuelle Besichtigungen ohne vorherige Reservierung möglich. Für den selbstständigen Rundgang wird eine Broschüre ausgeliehen. Auch hier sollten Sie die Besuchsinformationen vor der Reise prüfen.
Für einen Rundgang durch die Stadt nennt die offizielle Broschüre zwei unterschiedliche Zeitrahmen: eine zweistündige Route zur Villa Turque von Le Corbusier und eine 45-minütige Route durch das historische Zentrum. Das Musée des beaux-arts liegt im Stadtzentrum, fünf Gehminuten vom Bahnhof La Chaux-de-Fonds entfernt. Im Musée d’histoire reichen die Sammlungsbereiche von Druckgrafiken, Postkarten und Fotografien über Numismatik und Waffen bis zu Uniformen, Möbeln und Alltagsgegenständen. So können Sie Architekturspaziergänge mit Museumsbesuchen verbinden oder einzelne Themen in den Mittelpunkt stellen.
Weitere Interessen: Natur und Genuss
Wer neben dem Stadtbild auch Naturthemen einbeziehen möchte, findet bei MUZOO die Dauerausstellung „Plan B“ über Biodiversität und deren Bedrohungen. Das Vivarium zeigt Reptilien und Amphibien in vergrösserten, bepflanzten und beleuchteten Terrarien. Der Zoo Bois du Petit-Château wurde 1891 gegründet und umfasst ebenfalls ein Vivarium. Diese Angebote setzen einen anderen Akzent als die Architektur- und Uhrmacherei-Schwerpunkte.
Für Bewegung im Umfeld der Stadt bietet der Chemin des 7 abeilles Spazierwege von etwa 1,5 bis 3 Stunden mit Aussichtspunkten auf La Chaux-de-Fonds. Die ungefähre Zeitspanne hilft beim Abwägen gegenüber den kürzeren und längeren Stadtrouten, ohne die unterschiedlichen Ziele gleichzusetzen. Eine weitere Möglichkeit, Architektur und Kulinarik zu verbinden, ist die Food Tour La Chaux-de-Fonds: Der gastronomische Stadtrundgang kombiniert Verkostungsstopps mit architektonischen Entdeckungen. Die Tour umfasst unter anderem ein Käsebrett mit Wein, ein Hauptgericht mit Wein, Kaffee oder Tee und ein Gebäck; beim Hauptgericht ist eine vegetarische Variante verfügbar. Termine und teilnehmende Lokale können sich ändern, prüfen Sie daher vorab das aktuelle Angebot.
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