Enges: Wandern und Kultur am Südhang des Jura

File:Le Mont Vully et les Alpes vu depuis Enges.jpg File:Le Mont Vully et les Alpes vu depuis Enges.jpg Foto: Le Stempf via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Enges liegt auf einem Geländevorsprung und in einer nach Süden ausgerichteten Mulde am Südhang des Jura, hoch über der Ebene des Schweizer Mittellands. Mit 816 Metern über dem Meeresspiegel befindet sich das Dorf etwa neun Kilometer Luftlinie nordöstlich von Neuenburg. Von hier aus bietet sich ein Blick über das Schweizer Mittelland und die Alpen. Zum Ort gehören das neue Wohnquartier Brisecou, der Weiler Lordel auf 912 Metern über dem Meeresspiegel sowie mehrere Einzelhöfe.

Wandern

Die Wanderroute «Chemin faisant, de Chaumont à St-Blaise» führt über Enges und bietet Gelegenheit, die landschaftlichen Kontraste am Südhang der ersten Jurakette zu erleben. Sie ist 13,4 Kilometer lang; die Gehzeit beträgt vier Stunden. Die Kombination aus Streckenlänge und Gehzeit gibt Ihnen einen klaren zeitlichen Rahmen, wenn Sie diese Route in die Tagesplanung einordnen.

Die Angaben zu Streckenlänge und Gehzeit stehen dabei als getrennte Vergleichsgrößen. Sie helfen, den zeitlichen Rahmen einer Route einzuordnen, während Verlauf, Landschaft und Thema die beschriebenen Wege voneinander unterscheiden. So bleibt der Blick auf die einzelnen Merkmale gerichtet, statt verschiedene Routen zu einer pauschalen Empfehlung zusammenzufassen.

Eine weitere Wanderroute, Chaumont–Cressier, führt vom Aussichtspunkt Chaumont durch Weideland hinunter nach Enges. Anschließend verläuft sie durch blühende Wälder und Weideland in Richtung Cressier. Unterschiedliche Streckenführungen und Landschaftsräume bieten sachliche Vergleichspunkte, wenn Sie Wege nach Verlauf und Thema gegenüberstellen.

Der Tour de l’Eau ist ein dauerhaft angelegter Wanderweg zum Thema der Überschwemmungen vom Juni 2021. Der Grand Tour de l’Eau führt zu den Quellen des Ruhaut und des Mortrux, erreicht den Bereich oberhalb von Enges und führt anschließend hinunter nach Frochaux.

Kultur und Geschichte

Die Chapelle Notre-Dame des Anges in Enges ist ein Denkmal von regionaler Bedeutung. Die Chapelle d’Enges wurde am 13. März 1678 Notre Dame des Anges gewidmet. An der Ostwand des Kirchenschiffs der Chapelle d’Enges trägt ein zwischen 1940 und 1945 von dem polnischen Internierten Michel Kali gemaltes Fresko.

Die Chapelle d’Enges besitzt sechs nicht-figürliche Glasfenster des Freiburger Künstlers Emile Aebischer, genannt «Yoki». Ein als Wandteppich gestaltetes Fresko zur Geschichte der Flüchtlinge in der Kapelle von Enges stellt das Seeland mit seinen drei Seen aus der Sicht von Enges dar. Die Straße von Enges nach Hauterive wurde während des Zweiten Weltkriegs von polnischen Internierten gebaut.

Siedlungsbild

Enges war bis Anfang der 1980er-Jahre vorwiegend landwirtschaftlich geprägt und entwickelte sich danach zu einer Wohngemeinde.

Für einen Aufenthalt in Enges können Hotels anhand von Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen verglichen werden. Diese Angaben bilden einen sachlichen Rahmen für die persönliche Auswahl. Die Ortsinformationen zu Landschaft, Wegen und Kultur stehen davon unabhängig und machen unterschiedliche Schwerpunkte sichtbar.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neuenburg.

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