Lungern am See: Bergpanorama, Kulturwege und Naturerlebnisse

Lungern verbindet den Lungerersee mit einer naturnahen Berglandschaft und einer bemerkenswerten Dichte an historischen Wegen, Kapellen und Kirchen. Der Ort liegt im Kanton Obwalden am Brünigpass an der Strecke zwischen Luzern und Interlaken. Von Luzern oder Interlaken erreichen Sie Lungern mit dem Luzern-Interlaken-Express.

See und Natur

Der Lungerersee wird mit sommerlichem Baden, Angeln, Yachting und Windsurfen in Verbindung gebracht. Das Strandbad in Lungern verfügt über einen geschützten Bereich für Nichtschwimmer. In der Badi Lungern können Sie Pedalos, Stand-up-Paddle-Boards und Kajaks mieten. Die kleine Bergbadi besitzt eine Liegewiese mit Sitzgelegenheiten am Ufer und im Schatten der Bäume.

Der Naturlehrpfad in Lungern verfügt über mehr als 40 grafische und bebilderte Informationstafeln. Sie behandeln Bäume, Sträucher, Pflanzen, Wild und Vögel sowie das Zusammenspiel von Fauna und Flora. Der Lungerersee ist von den Bahnhöfen Lungern und Kaiserstuhl in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar.

Auch auf der Lungererseerundfahrt zeigt sich die landschaftliche Verbindung von Weg und Wasser: Die leichte Rundtour mit dem Fahrrad ist 9,42 Kilometer lang und führt am Dundelbach vorbei, einem einzigartigen zweistufigen Wasserfall mit nationalem Schutzstatus. Unterschiedliche Streckenlängen und Aktivitätstypen helfen dabei, die eigene Tagesplanung sachlich zu ordnen.

Berglandschaft und Turren

Das Ausflugsziel Lungern-Turren liegt im Kanton Obwalden am Brünigpass an der Strecke zwischen Luzern und Interlaken; das Gebiet ist von einer naturnahen und ruhigen Berglandschaft geprägt und bietet eine eindrucksvolle Aussicht auf eine der imposantesten Bergketten der Schweiz.

Turren oberhalb von Lungern bietet eine Natur- und Tierwelt mit Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Turren gilt als naturnahes, ruhiges und familienfreundliches Naherholungsgebiet.

Die Lungern-Turren-Bahn bringt Gäste in sechs Minuten auf 1.531 m ü. M. Ins Naherholungsgebiet Turren führt sie in wenigen Minuten auf 1.562 m ü. M.; eine Luftseilbahn transportiert Fahrräder bergauf. Im Gebiet Lungern-Turren gibt es Mountainbike-Abfahrten über die Bergstrasse nach Lungern sowie über Dundelegg und Mörlialp.

Eine Gehoption führt um den Finsterbüel herum in Richtung des kleinen Hüttendorfs Breitenfeld und bietet Ausblicke in den Talkessel von Lungern und bis zu den Berner Alpen. Die Höch Gumme oberhalb von Lungern ist ein Ausflugsziel mit 360-Grad-Panorama; die Tour führt an Alpenweiden, Gipfelkreuzen und Aussichtspunkten vorbei. Hoch über dem Lungerersee verlaufen im Winter drei offizielle und ausgeschilderte Schneeschuhtouren.

Historische Wege und Audiotouren

Der alte Brünig-Saumweg ist ab dem Bahnhof Lungern signalisiert. Die Wanderung umfasst rund 400 Höhenmeter Aufstieg und dauert zwei bis drei Stunden. Der Weg besitzt eine bekannte Steintreppe, eine zum grossen Teil erhaltene Hohlwegstruktur und Abschnitte alter Pflästerung.

Ein Abschnitt des Chäppeliwegs verläuft auf einer alten Römerstrasse. Vor der Waldlichtung Brand ist eine alte Treppe der früheren Alpenquerung erhalten. Die Audiotour „Rundweg Lungerersee“ führt einmal um den Lungerersee; die Strecke ist flach und leicht begehbar. Die Audiotour „Rundweg Dorf“ führt durch den Ortsteil Obsee und zu historischen Orten und Gebäuden in Lungern.

Die kostenlose Audiotour-Lungern-App bietet fünf Touren zur Erkundung von Lungern. Sie kann offline genutzt werden und ist auf Deutsch, Französisch und Englisch verfügbar. Die verschiedenen Wege reichen damit von einer flachen Seeumrundung bis zu einer Tour mit ungefähr 400 Höhenmetern Aufstieg.

Kirchen, Kapellen und Ortsgeschichte

Die neugotische Pfarrkirche Lungern wurde 1893 eingeweiht, nachdem die frühere Kirche 1887 durch ein Unwetter und Geschiebe des Eibachs beschädigt worden war. In der Pfarrkirche befinden sich farbige Kirchenfenster des Kunstmalers Albert Schweri und eine von Beat Gasser geschaffene Kreuzigungsgruppe.

Der Alte Kirchturm ist der erhaltene spätromanische Glockenturm der früheren Kirchenanlage; der Kirchenbau wurde erstmals 1275 erwähnt. Die Burgkapelle wurde erstmals 1537 erwähnt und in ihrer heutigen Form 1883 erbaut. Sie ist dem Landesheiligen Bruder Klaus geweiht.

Die Dorfkapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert. 1739 fiel sie einem Brand zum Opfer, wobei nur das Mauerwerk intakt blieb. Heute besitzt sie eine intarsiengeschmückte Türe aus Nussbaumholz und drei spätgotische Altarstatuen. In Lungern gibt es ausserdem Einzelfunde aus dem Mesolithikum, der Bronzezeit und der Römerzeit.

Zum regionalen Kreis der Obwalden-Ziele gehören außerdem Giswil, Sachseln, Engelberg, Melchsee-Frutt, Sarnen, Kerns und Alpnach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Obwalden.

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