Oberriet: Rheintaler Landschaft, Geschichte und Wege
Oberriet ist eine traditionsreiche Gemeinde im St. Galler Rheintal mit fruchtbaren Ebenen und einer Lage am Rhein. Der ländliche Charakter ist erhalten geblieben; zugleich liegt Oberriet in einer landschaftlich reizvollen, naturnah geprägten Umgebung. Die Kristallhöhle Kobelwald liegt in der Gemeinde Oberriet im St. Galler Rheintal am Fuss des Alpsteingebiets. Für Ihre Planung lassen sich hier Flusslandschaft, Ebene, Bergfuss und Kulturgeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.
Für die regionale Orientierung können Sie auch Balgach, Diepoldsau, St. Margrethen, Altstätten, Berneck, Rheineck, Au und Rüthi einbeziehen.
Natur und Wege
Die Kristallhöhle Kobelwald ist eine begehbare, wasserführende Höhle mit einem grossen Kristallvorkommen und gilt als einmalig in der Schweiz. Sie kann nur mit einem Höhlenführer begangen werden. Vom Parkplatz P3 «Tanzplatz» führt ein etwa zehnminütiger Fussweg zur Kristallhöhle Kobelwald. Die Buslinie 332 führt direkt nach Kobelwald und ermöglicht die Anreise zur Kristallhöhle Kobelwald.
Am Wasser bildet der Alte Rhein ein eigenes Ausflugsthema: Er eignet sich für Spaziergänge, Fahrradtouren und das Erleben der Natur. Der Aussichtspunkt Kadel ist ein Ausflugsziel für Familienausflüge, Wanderungen und Picknicks. Der Montlinger Schwamm ist eine Wanderhütte in Oberriet SG. In Oberriet und Umgebung gibt es Wanderungen von leichten Spaziergängen bis zu anspruchsvolleren Touren. Unterschiedliche Weglängen und Aktivitätsformen helfen dabei, die Tagesplanung nach gewünschtem Umfang zu ordnen.
Die grossflächige Bergkuppe des Montlinger Bergli ist als «Landschaftsschutzgebiet Montlingerberg Objekt Nr. 15» im Natur- und Landschaftsschutzinventar der Gemeinde Oberriet verzeichnet. Am nördlichen Fuss des Montlinger Bergli ist das Flachmoor als «Naturschutzgebiet Kolbenstein Objekt Nr. 16» im Natur- und Landschaftsschutzinventar aufgenommen; dort wächst eine für die Region einzigartige Flachmoorvegetation mit seltenen und bedrohten Arten. Auf der Kuppe des Montlinger Bergli wurde ein Rundweg angelegt, der Ausblicke an bisher unerschlossenen Stellen ermöglicht.
Geschichte und Kultur
Oberriet ist historisch mit dem Reichshof Kriessern, der Kirchengeschichte von Montlingen und der Burg Blatten verbunden. Die Wallanlage auf dem Montlinger Bergli entstand in der Spätbronzezeit im 11. Jahrhundert v. Chr. und war rund 120 Meter lang, 27 Meter breit und 3,5 Meter hoch. Ein Teil dieser prähistorischen Wallanlage ist bis heute sichtbar erhalten. Die St.-Anna-Kapelle auf dem Montlinger Bergli enthält Bauteile aus dem 15. Jahrhundert und einen kleinen Barockaltar im Ohrmuschelstil.
Die Burgruine Wichenstein ist die einzige bekannte Höhlenburg auf St. Galler Boden und liegt in einer Felswand an der Ostflanke des Semelenbergs. Sie ist frei zugänglich und über einen Fussweg in etwa 15 Minuten erreichbar. Der Wohnturm der Burgruine Blatten ist heute noch 23 Meter hoch, hat sechs Geschosse und bis zu 2,5 Meter starke Mauern.
Museen und regionale Kultur
Das Museum Rothus veranschaulicht das bäuerliche Leben und Arbeiten der Region im 19. und 20. Jahrhundert. Es behandelt Torfstecherei, Holzverarbeitung, Rheinhochwasser und regionales Brauchtum. Im Museum können eine Schmiede, eine Wagnerei, eine Schuhmacherei und eine noch funktionstüchtige Mühle besichtigt werden. Nach dendrochronologischen Untersuchungen stammt das Gebäude des Museums Rothus frühestens aus dem Jahr 1731.
Rund um das 2020 ausgebaute «Chäs-Chessi» der Kuh-Alp Oberrieter Kienberg zeigt das Museum Rothus eine mehrjährige Ausstellung. Ausserdem zeigt es den Rheintaler Ribelmais als geschütztes Kulturgut und behandelt ihn als Nahrungs- und Genussmittel.
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