Vilters-Wangs entdecken: Pizol, Wanderwege und Geschichte

File:Vilters-Wangs Nikonor.jpg File:Vilters-Wangs Nikonor.jpg Foto: Nikonorman via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Vilters-Wangs gilt als Gemeinde mit zwei Dörfern, einem weitgehend intakten Ortsbild und reicher Natur am Pizol. Wangs ist eines der beiden Dörfer dieser Gemeinde im Kanton St. Gallen und liegt im Wahlkreis Sarganserland. Die lange Ortsgeschichte reicht bis zu einer Urkunde Kaiser Lothars I. vom 17. Oktober 841 n. Chr. zurück, in der Wangs erstmals schriftlich erwähnt wurde.

Erlebnisse

Auf dem Pizol umfasst der MounTeens Detektiv-Weg zehn Geschichten-Posten. An den Posten 2 bis 9 werden Lösungsbuchstaben gesammelt und bei Posten 10 überprüft. Von Wangs aus fahren fünf Gondeln im MounTeens-Look auf den Pizol; Originalstimmen aus dem Hörspiel, passende Musik und interaktive Rätsel begleiten die Fahrt.

Der Wasserwald ist ein Wasserspielplatz auf der Furt am Pizol in einer Waldlichtung mit Bach und Wasserfall. Dort gibt es Wasserkanäle, Wasserspritzen, Kugelbahnen und Feuerstellen zum Grillieren. Der Wasserwald ist mit der Gondelbahn von Wangs bis zur Bergstation Furt erreichbar; vom Bergrestaurant sind es noch fünf Minuten zu Fuß. Direkt angrenzend liegt das Vogeldörfli, ein Freilichtmuseum mit selbstgebauten Vogelhäusern, in dem Kinder selbst ein Vogelhäuschen bauen und ausstellen können.

Natur

Die 2-Seen-Wanderung führt von Pardiel durch eine Hochmoorlandschaft vorbei am Viltersersee bis zum Wangsersee. Dieser liegt als grünblauer See auf dem Pizol-Hochplateau. Der Pfarrer-Künzle-Weg ist ein 6 km langer Themenrundweg mit mehr als 37 Kräuterbildtafeln und 16 Biografietafeln. Er beginnt am Rathausplatz in Wangs und führt an der Kirche Wangs vorbei.

Zwischen Laufböden und der Pizolhütte verläuft der Pizol Panorama Höhenweg. Er bietet ein begehbares Gipfelpanorama sowie am Aussichtspunkt Tagweidlichopf eine Fotostele der Grand Tour of Switzerland. Der Höhenweg ist dem UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona gewidmet und erläutert mit Informationstafeln die Entstehung der Alpen in der Region. Unterschiedliche Distanzen, reine Gehzeiten und Themen geben Ihnen mehrere Anhaltspunkte für die Tagesplanung.

Winter und Sport

Am Pizol wird Nachtschlittenfahren auf einer beleuchteten Piste angeboten, wahlweise mit Fondueplausch. Der Riderpark liegt zwischen Gaffia und Furt und steht Freeskifahrern und Snowboardern aller Könnensstufen offen. Er verfügt über einfache, mittlere und fortgeschrittene Bereiche mit Butterboxen, Tubes und Kickern. Der Schlittelweg Pizol führt von der Bergstation Furt durch den Mattwald bis zur Mittelstation Maienberg im Wintersportgebiet oberhalb von Wangs.

Kulinarik

Die Kulinarik-Wanderung Garmil am Pizol beginnt an der Talstation in Wangs und beinhaltet einen gefüllten Rucksack mit regionalen Leckereien. Die leichte Route ist 6,6 km lang und umfasst etwa 2,5 Stunden reine Wanderzeit. Der Picknickrucksack für zwei Personen enthält Salsiz der Metzgerei Kalberer und geschnittenes Ruchbrot der Bäckerei Hermann; beide stammen aus Wangs.

Geschichte

Eine Urkunde Kaiser Ottos II. aus dem Jahr 980 n. hält die Schenkung des Ortes „Berau“ mit der Kapelle in Uuanga (Wangs) an das Kloster Einsiedeln fest. Zur historischen religiösen Prägung von Wangs gehörten der langjährige Einfluss des Klosters Pfäfers und die seelsorgerische Betreuung durch die Pfarrei Mels.

Im Spätmittelalter gab es zwischen Vilters und Wangs wegen des Tobels Valeis Grenzstreitigkeiten; die dabei beschädigte St.-Medard-Kirche wurde 1785 von der Abtei Pfäfers neu erbaut.

Weitere Ortsseiten: Mels, Bad Ragaz, Vättis, Quinten, Quarten, Pfäfers, Sargans und Tannenheim.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sarganserland.

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