Kienberg: Jurahöhen, Natur und Kultur

File:Kienberg Juli 2018.jpg File:Kienberg Juli 2018.jpg Foto: Adrian Michael via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Landschaft

Kienberg liegt auf 550 Metern über Meer am Fuss der Saalhöhe zwischen Frick und Aarau, am äussersten Zipfel des Kantons Solothurn. Die Ausläufer der Jurahöhen, die Wälder und die Landwirtschaft rund um Kienberg bilden Naherholungsräume. In den Naherholungsräumen Kienbergs sind Wandern, Velofahren, Joggen, Spazieren und Reiten möglich. Kienberg eignet sich als Ausflugsort für Familien und für Menschen, die die Nähe zur Natur und eine ländliche Umgebung suchen.

Natur

Die ehemalige Gipsgrube Kienberg ist ein Naturschutzgebiet von Pro Natura Solothurn und Aargau und seit 2010 im nationalen Inventar der Trockenwiesen und -weiden (TWW) aufgeführt. Die ehemalige Gipsgrube ist rund 7 ha gross. Das Naturschutzgebiet in der alten Gipsgrube beherbergt zahlreiche seltene wärme- und sonnenliebende Pflanzen- und Tierarten.

Wanderwege

Der Kienberger Wanderweg Route 1 ist ein 6,01 km langer Rundweg mit 208 m Aufstieg, 206 m Abstieg und einer veranschlagten Gehzeit von 1 Stunde und 46 Minuten; entlang der Strecke gibt es fünf Feuerstellen. Route 2 führt von der Saalhöhe über den Aussichtspunkt Burgflue in das Jurapark-Dorf Kienberg. Route 4 führt zum Aussichtspunkt Burgflue, zur Ruine Heidegg und durch das Naturschutzgebiet in der alten Gipsgrube. Route 5 führt an der momentan kaum zugänglichen Ruine Alt Kienberg vorbei und endet im Dorf Kienberg. Eine Wanderung führt durch eine Landschaft mit offenen Feldern hinunter in das Jurapark-Dorf Kienberg.

Kultur und Geschichte

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in der Kirchgasse 32 in Kienberg ist ein geschütztes Objekt. Sie wurde erstmals 1276 erwähnt, zwischen 1627 und 1635 im Stil des Frühbarocks weitgehend neu erbaut und 1972 restauriert; dabei wurde die frühere Innenausstattung im klassizistischen Stil wiederhergestellt. Das Töpferchäller ist ein Atelier und eine Galerie an der Anwilerstrasse 53 in 4468 Kienberg. In den Kräuterkursen lernen Teilnehmende, Wildkräuter zu erkennen, zu sammeln und zu verarbeiten; daraus entstehen verschiedene Kräuterpasten, die mit frischem Topfbrot oder Kartoffeln genossen werden. Im Senfkurs werden aus einem Basisrezept fünf Senfvariationen mit getrockneten Kräutern, Fruchtpulver oder Gewürzen gemischt und in Gläser abgefüllt. Das Atelier und der Skulpturenweg sind jeden Donnerstag von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.

Die Ruine Kienberg Heidegg bewahrt einen tiefen Burggraben sowie Spuren eines Turms, eines Berings und weiterer Gebäude und ist ganzjährig frei zugänglich. Archäologische Kleinfunde deuten darauf hin, dass die Ruine Alt Kienberg vom frühen 11. Jahrhundert bis etwa 1200 besiedelt war. Die Ruine Alt Kienberg bewahrt teilweise konservierte Reste eines rechteckigen Gebäudes und eines Rundturms. Von der Bushaltestelle Kienberg, Hirschen ist die Ruine Alt Kienberg zu Fuss in etwa 30 Minuten erreichbar.

Anreise

Regelmässige Postautoverbindungen verbinden Kienberg mit Gelterkinden, Olten, Basel und Zürich.

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