Wasseramt entdecken: Seen, Natur und Geschichte

File:Blick vom Wasserturm Etziken, Solothurner Wasseramt.jpg File:Blick vom Wasserturm Etziken, Solothurner Wasseramt.jpg Foto: Christian Boss 1965 via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Im Wasseramt liegen Burgäschisee und Inkwilersee, die beiden Seen des Kantons Solothurn; grosse Grundwasserströme verlaufen parallel zur Emme durch das Wasseramt. Der Bezirk Wasseramt ist ein Verwaltungsbezirk in der Schweiz und im Kanton Solothurn und gehört zur Amtei Bucheggberg-Wasseramt. Er gehört zur Region Mittelland, liegt im südlichen Teil des Kantons Solothurn und grenzt an den Kanton Bern. Ehemalige Industriestandorte verbinden sich hier mit ländlicheren Gemeinden.

Für die regionale Weiterorientierung stehen die Ortsseiten von Luterbach, Aeschi, Zuchwil, Kriegstetten, Biberist, Steinhof, Hersiwil, Horriwil, Subingen und Bolken zur Verfügung.

Landschaft

Östlich des Burgäschisees in der Gemeinde Aeschi liegt das Chlepfibeerimoos. Es ist das einzige Hochmoor im Kanton Solothurn, ein kantonales Naturreservat und ein Moorgebiet von nationaler Bedeutung. Das Schutzgebiet darf nicht betreten werden; vom Parkplatz beim Burgäschisee besteht freier Blick auf das Hochmoor.

Der Inkwilersee ist ein kleiner, äusserst flacher See an der Grenze der Kantone Solothurn und Bern. Er liegt je etwa zur Hälfte auf Solothurner und Berner Kantonsgebiet, während seine Solothurner Seite samt Uferbereich als kantonales Naturschutzreservat ausgeschieden ist. Heute befindet sich der See in der letzten Phase seiner Entwicklung vom offenen Gewässer zum Flachmoor. Mit 38 bekannten Libellenarten zählt er zu den libellenreichsten Gewässern des Mittellandes.

Die Gebiete um Burgäschisee und Inkwilersee gelten als Naturschutzgebiete. Im Bereich der Emmemündung finden sich weitgehend naturbelassene Räume, darunter der Emmenschachen und der Prallhang Brestenberg. Seit den 1970er-Jahren besitzt die Wasserfläche der Aare, seit den 1990er-Jahren der Emmenschachen Reservatstatus zum Schutz von Wasser- und Zugvögeln sowie der Aue.

Wege und Aktivitäten

Der Burgäschisee lädt zum Spazieren, Entspannen, Baden, Rudern und Grillen ein. Der Spaziergang um den See dauert rund eine halbe Stunde und führt teilweise durch das Chlepfibeerimoos. Schwimmen ist am Burgäschisee nur im Strandbad oder an der öffentlichen Badestelle erlaubt. Im Sommer lädt der See zum Baden ein.

Eine Wanderung führt von Solothurn durch das Wasseramt bis zum Burgäschisee. Im Wasseramt gibt es zudem Wege entlang der Aare und der Emme sowie Rundwege um Gewässer wie den Burgäschisee. Die 12 Kilometer lange Waldwanderung entlang der Emme kann beliebig in Abschnitte unterteilt werden. Die unterschiedlichen Streckenlängen erleichtern den Vergleich zwischen einem kurzen Rundgang und längeren Wander- oder Velotagen.

Der Urzeitenweg ist eine rund 35 Kilometer lange Velotour, die weitgehend über Nebenstrassen und Flurwege durch insgesamt 13 Gemeinden des Wasseramts führt. Er zeigt den geschichtlichen Ablauf von der Steinzeit über die Bronzezeit bis zur Eisenzeit und behandelt Themen wie Kultur, Medizin, Arbeit und Produktion.

Im Restaurant «Seeblick» am Burgäschisee werden frische und saisonale Speisen aus der Region serviert.

Kultur

Das Museum Wasseramt – Turm in Halten ist ein Freilichtmuseum mit einem 12 Meter hohen Wohnturm des kyburgischen Dienstadelsgeschlechts, einer Gruppe alter Speicher und einem Ofenhaus. Im Museum werden die Geschichte der Burg sowie antike Objekte wie Textilien, Trachten, Keramik und Ziegel sowie landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge verschiedener Gewerbe präsentiert. Das Museum Wasseramt ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

Im Foyer des Schulzentrums in Subingen sind Funde aus den frühkeltischen Grabhügeln im Heidenmoos ausgestellt. Mit der App «EinflussEmme» wird der Abschnitt zwischen Gerlafingen und Zuchwil zu einem digitalen Outdoor-Erlebnis mit Fakten, animierten Grafiken, Audio- und Videobeiträgen sowie interaktiven Spielelementen für Individualbesucher und Schulklassen.

Das Museum Spinnerei 1863 in den historischen Gebäuden der ehemaligen Baumwollspinnerei Emmenhof vermittelt Einblicke in die Geschichte von Handwerk, Industrie und Motorradentwicklung. Es zeigt 75 Motorräder der Zweiradstiftung Schellhammer, darunter Motorräder des Nürnberger Herstellers Triumph TWN aus den Jahren 1906 bis 1956. In der ehemaligen mechanischen Werkstatt des Museums laufen wieder transmissionsgetriebene Maschinen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Solothurn.

Unterkünfte in Wasseramt vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
Anzeige
Anzeige
Anzeige